Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt 1,15 Millionen Euro für Frauenhäuser in Hannover
Hannover Aus der Stadt 1,15 Millionen Euro für Frauenhäuser in Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 08.11.2018
Besuch im Frauenhaus Hannover. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Die Hilfe für Frauen in Not ist einer der Schwerpunkte des Mehrheitsbündnisses im städtischen Haushalt 2019/2020. Mit insgesamt 1,15 Millionen Euro allein aus der Stadt können die Frauenhäuser Hannovers in den kommenden beiden Jahren rechnen. Mit dem Geld soll eine Notaufnahmeeinrichtung für von Gewalt betroffene Frauen geschaffen werden. Dazu sollen weitere Plätze in Frauenhäusern geschaffen werden, möglicherweise sogar ein Frauenhaus für junge Frauen. „Wir wollen Frauen und Kinder energisch schützen – im Gegensatz zu den Tätern“, sagte Renee Steinhoff , gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen am Montag. Dazu kommen zumindest gemäß den Vorstellungen des Ampelbündnisses weitere 1,15 Millionen Euro aus dem Haushalt der Region. Denn der „bedarfsgerechte Ausbau der Frauenhauslandschaft“ ist an die Zusammenarbeit mit der Region –und eine finanzielle Beteiligung der Region in gleicher Höhe gebunden.

Wie berichtet sind die drei Frauenhäuser in der Region Hannover seit längerem ständig überfüllt. Ein- bis zweimal täglich müssen sie Gewaltopfern mitsamt Kindern derzeit die Tür weisen. Die Frauen warten oft monatelang auf einen Platz; in der Notaufnahme sollen sie künftig sofort unterkommen, wenn sie Hilfe brauchen –und später auf die Frauenhäuser verteilt werden. Geprüft werden soll, ob eine städtische Immobilie für eine Notaufnahmeeinrichtung genutzt werden soll.

Das Ampelbündnis fördert noch weitere Frauenprojekte: mit 30000 Euro soll das Modellprojekt „Sicheres Feiern“ gegen sexualisierte Gewalt und Belästigung in Nachtclubs und Bars angestoßen werden. Rund 24000 Euro stehen in den kommenden zwei Jahren für den Umzug des Frauennotrufes in barrierefreie Räume bereit. Dazu sollen unter anderem das Therapiezentrum für Transberatung (11500 Euro) und der Verband binationaler Familien (11500 Euro) profitieren. jr

Von Jutta Rinas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Region Hannover zieht Zwischenbilanz beim Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit. Gesamtquote arbeitsloser Jugendlicher unter 25 Jahren sinkt in sechs Jahren von 7,7 auf 6,5 Prozent.

01.11.2018

Auch nach Semesterbeginn haben viele Studenten noch keine Bleibe gefunden. Viele schlafen bei Freunden – oder pendeln täglich weite Strecken.

01.11.2018

Der 31. Oktober steht ganz im Zeichen der Geister und Hexen - gefeiert wird jedoch vor allem am Tag davor: Am Abend vor Halloween wird in Hannover auf zahlreichen Gruselpartys getanzt, gefeiert und gespukt. Hier finden Sie einen Überblick.

30.10.2018