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10.000 demonstrieren gegen Schulpolitik

Protest 10.000 demonstrieren gegen Schulpolitik

Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen haben am Sonnabend in Hannover gegen die Schulpolitik der Landesregierung demonstriert. Auch Opposition-Politiker und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) beteiligten sich an den Protesten.

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Demo gegen Turbo-Abi: Schüler demonstrieren in der Innenstadt gegen das Abitur nach zwölf Jahren an Integrierten Gesamtschulen.

Quelle: Martin Steiner

Etwa 10 000 Menschen forderten Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU) unter anderem auf, das geplante „Turbo-Abi“ nach nur zwölf Jahren an Gesamtschulen zu kippen. Herr Wulff habe längst den gesellschaftlichen Rückhalt für seine Politik verloren, sagte der Landeschef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Eberhard Brandt.

Hier finden Sie ein Video von der Demonstration.

Mit so vielen Demonstranten hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet. Knapp 10 000 Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen kamen am Sonnabend in Hannover zusammen, um gegen die Schulpolitik der Landesregierung zu demonstrieren - doppelt so viele wie erwartet. „Herr Wulff hat längst den gesellschaftlichen Rückhalt für seine Politik verloren“, rief GEW-Landeschef Eberhard Brandt den Demonstranten zu, die bei jeder Nennung der Namen von Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU) zu ohrenbetäubenden Buhrufen anstimmten.

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10.000 Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen haben am Sonnabend in Hannover gegen die Schulpolitik der Landesregierung demonstriert.

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Die eigentlich von den Gesamtschulen als Protest gegen das umstrittene „Turbo-Abi“ nach nur zwölf Jahren geplante Demonstration wurde zum Rundumschlag gegen Wulff und seine in Bedrängnis geratene Kultusministerin. Das „Turbo-Abi“, die geplante Abschaffung der sogenannten Vollen Halbtagsschulen - Grundschulen mit besonders guter Ausstattung - , die unsichere Unterrichtsversorgung, der Konfrontationskurs gegen nahezu jeden Kritiker: Themen hatten sich für die Demonstranten zuletzt zuhauf ergeben.

Nicht nur Gesamtschüler, auch Vertreter von Gymnasien und Grundschulen kamen in die Landeshauptstadt, um ihrem Ärger über die festgefahrene Situation Luft zu machen. „Mit Wulff und Heister geht Bildung über’n Deister“, stand auf einem der Plakate inmitten des Protestzuges durch die Innenstadt, an dem sich auch zahlreiche Landtagsabgeordnete der Opposition und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) beteiligten.

Neben der immer größer werdenden Proteste setzt auch die eigene Partei Heister-Neumann zu. „Sie steht stark unter Beschuss, weil wir keine Hoffnung haben, dass es besser wird“, sagte ein Mitglied der CDU-Fraktion. Dass Wulff seine „Arbeitsplatzgarantie“ für Heister-Neumann von Ende März („Frau Ministerin Heister-Neumann ist am Jahresende noch im Amt.“) einhält, wird in der Fraktion stark bezweifelt. „Das Ding ist ziemlich am Ende“, hieß es dazu.

Immer wieder wird der derzeitige Parlamentarische Fraktions-Geschäftsführer Bernd Althusmann als möglicher Nachfolger ins Gespräch gebracht. Dabei könnte die Fraktion die Proteste gegen das neue Schulgesetz, das im Juni im Landtag verabschiedet werden soll, noch verschmerzen. Trotz des wachsenden Widerstands auch in den eigenen Reihen gegen das „Turbo-Abi“ an den Gesamtschulen sind die meisten Abgeordneten fest entschlossen, das Vorhaben umzusetzen.

Sollte jedoch die von Heister-Neumann versprochene hundertprozentige Unterrichtsversorgung nicht klappen, droht auch in der CDU endgültig eine Bombe zu platzen. „Wenn das schief läuft, hält das keinen mehr“, hieß es aus der Fraktion. Deren Chef David McAllister betont wie Wulff immer wieder, die Unterrichtsversorgung müsse unbedingt klappen. An diesem Montag wird es einen Fingerzeig geben, ob dies auch gelingt. Das Kultusministerium will dann über die Bewilligung der Lehrer-Teilzeitanträge informieren. Durch eine strengere Prüfung der Anträge soll Unterricht im Umfang von 350 Lehrerstellen gesichert werden. In der Fraktion rechnen nur wenige damit, dass die Rechnung aufgeht.

Trotz des immensen Drucks wird eine kurzfristige Ablösung der Ministerin nicht erwartet. „Wulff wird sich schwertun, sie zu entlassen. Momentan würde ihm das als Zeichen der eigenen Schwäche ausgelegt“, sagte ein langjähriger CDU-Abgeordneter. Wahrscheinlicher sei, dass sich nach der Europawahl am 7. Juni oder spätestens nach der Bundestagswahl am 27. September etwas tue.

lni

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Die Stadt Hannover prüft die Gründung neuer Gesamtschulen. Oberbürgermeister Stephan Weil kritisiert die vom Land geplante neue Oberschule als Konkurrenz zu bewährten Schulformen.

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  • Sehr geehrter Herr Neugebauer karl – 12.05.09 Nun ich muss feststellen, dass sie sich einer großen menge Voruteile bedienen! Damit versuchen sie ein Stimmung (eine recht billige, wie ich finde) zu erzeugen. Die sich mit den Inhalten und Realitäten wenig befasst.
    Leider scheinen sie nicht an einer sachlichen Austausch interessiert.
    Wir können nur hoffen, dass es unserer Gesellschaft gelingt, den Nachwuchs besser zu erziehen.
    Dazu ist eine vernünftige Schulpolitik von Nöten. Unsere Gesellschaft lässt die Kids und Familien im Stich.
  • Herr Neugebauer Lahmer Schüler – 11.05.09 Sehr geehrte Redaktion,

    warum wurden die bereits vorhandenen mind. 25 Kommentare gelöscht? Dort ging es noch einigermaßen sachlich zu und man wurde nicht von einer solchen Verbaldiarrhoe besudelt, an der Herr Neugebauer offenbar leidet. Er scheint seine Buchstabensuppe etwas schlecht verdaut zu haben. Kein Wunder, scheint sein Körper doch lediglich im Stande zu sein, auf reine Äußerlichkeiten zu regieren.
  • Herr Neugebauer Schüler – 11.05.09 Herr Neugebauer sollte die engagierte Zeit seines zielorientierten, erfolgreichen und fleißigen Lebens besser investieren und sich nicht damit abgeben, der Unterschicht des Staates beim Pöbeln zusehen.
    So wie Sie es formulieren, scheint Demonstrieren ein völlig überflüssiges und widerwärtiges Unterfangen zu sein.
    Es scheint, als lebten sie etwas realitätsfern, was die heutige Schul- und Bildungswelt betrifft.
    Wir brauchen auch Menschen, die nicht alles platttrampeln auf ihrem Weg nach oben.
    Sie sollten ihr kostbare Zeit anders nutzen als sich über andere Leute aufzuregen und stattdessen vielleicht noch ein wenig Rechtschreibung erlernen, was Sie offenbar auf ihrem steilen Weg nach oben vergessen haben.
  • Demo am Samstag Neugebauer – 11.05.09 Es ist in Deutschland wieder möglich ...!
    Am Samstag konnte ich es haútnah miterleben. Demagogen, Egoisten und extrovertierte Erwachsene, sogn. Eltern und Lehrer haben sich der Begeisterung von Schülerinnen und Schülern bedient um ganz persönliche und politisch engstirnige Ziele zu verfolgen.
    Das Erscheinungsbild der sogn. beamteten Pädagogen glich dem der Pädagogigstudenten auf den Hochschulen. Diese Leute sind immer noch nicht aus ihrer Schüler-Studenten Welt herausgekommen.
    Ein Lehrlingsausbilder in einem Unternehmen würde sagen, schlampig, ungepflegt, undizipliniert.Das gild für die zumeist übergewichtigen Eltern wie für die Lehrer und den Teil der jungen Leute die diesem Apell ihrer Verführer folgten. Eine Veranstaltung von den weniger erfolgreichen, fleissigen und zielorientierten Mitbürgerinnen-Mitbürgen unterschiedlichster Altersgruppen. Die engagierten die etwas erreichen wollen im Leben haben für solche Veranstaltungen Gott sei es gedankt, kein Interesse.
    Wer lehrlinge einstellen muss begegnet tglich den unwahren zeugnissen und Zensuren die leistungsschwache Lehrer vergeben und so die Kinder mit einer Lebenslügen in die erwachsenenwelt entlassen. Es waren nicht 10000 Menschen wie es die Nachrichten ungenau ausdrücken, sondern gut organisierte Krakehler die da marschierten. Das zuständige Ministerium und die Diziplinarbehörden sollten solche Lehrer-Schüler Demos genau analysieren. Weniger am Spiele-PC, weniger mit den bildungsfernen Eltern vor der Gloze und schon ist mehr zeit für Schulaufgaben da.
  • Skandal! Ein Reporter – 11.05.09 Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen berichtet wird, hat die HAZ heute die Kommentarzensur eingeführt. Zahlreiche Kommentare zu einem Bericht über die niedersächsische Schulpolitik sowie eine Demonstration fielen der Zensur zum Opfer. Wir bedauern diesen Schritt.
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