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Aus der Stadt 11.000 Menschen empfangen den Buddha in Hannover
Hannover Aus der Stadt 11.000 Menschen empfangen den Buddha in Hannover
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20:29 19.06.2011
Von Bärbel Hilbig
Feier für ein Friedenssymbol: Eine vier Tonnen schwere Buddha-Statue aus kostbarer Jade ist an der Pagode Vien Giac in der Karlsruher Straße zu Gast. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Mitten in Mittelfeld drängten sich deshalb im Laufe des Wochenendes nach und nach rund 11.000 vietnamesische Einwanderer unter freiem Himmel auf dem festlich geschmückten Hof der Pagode, der an normalen Tagen eher einem Hilfsparkplatz gleicht. Girlanden, Lampions und Blumen umrahmten einen knallbunten Altar, auf dem die knapp drei Meter hohe und mehr als vier Tonnen schwere Buddha-Statue thront. Abt Thich Hanh Gioi erinnerte bei der Zeremonie an die Katastrophenopfer in Japan, an Krieg und Gewalt im Nahen Osten. Weiße Tauben und Luftballons stiegen als Friedenssymbole in den Himmel. Er sei froh, dass der Buddhismus hier ein Zuhause gefunden habe, betonte Oberbürgermeister Stephan Weil.

In einer Prozession näherten sich Mönche und Nonnen in gelben Gewändern, mit raspelkurzem Haar und Gebetsketten zwischen den gefalteten Händen, Trommler, Blumen streuende Kinder, Mädchen mit Blumengestecken. Manche Gläubige hatten sich lange graue Gebetsgewänder übergestreift und rezitierten in einer Litanei den Namen der Buddha-Figur.

Doch die kleineren Kinder hatten vor allem Augen für die Drachentänzer, die zu zweit oder dritt in plüschig glitzernden Kostümen steckten. Vietnamesische Jugendgruppen aus ganz Deutschland waren angereist, um 13 neckische Drachen zu beleben, die kokett mit Augenlidern klimperten oder mit Ohren und Schwanz wackelten. Für Kinder ein Grund, die lustigen Ungetüme vorsichtig zu streicheln.

Für die Feier kamen selbst Gäste aus verschiedenen europäischen Nachbarländern. Die Pagode in Mittelfeld gilt Vietnamesen als wichtigste und älteste religiöse Stätte in Deutschland. Sie wurde 1987 überwiegend aus den Spenden vietnamesischer Flüchtlinge gebaut und ist bei den jährlichen Festen ein wichtiger Treffpunkt. Der reisende Jade-Buddha bildete nun eine ganz besondere Attraktion. „Es ist eine einmalige Gelegenheit, diese Feier zu erleben“, sagte der 42-jährige Manh-Tien Vu aus Laatzen. Für die zahlreichen freiwilligen Helfer gibt es alle Hände noch voll zu tun, denn Buddha wird erst kommenden Sonntag von 10 bis 13 Uhr verabschiedet.

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