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Aus der Stadt 110.000 Besucher beim Fun-Kinderfestival in Hannover
Hannover Aus der Stadt 110.000 Besucher beim Fun-Kinderfestival in Hannover
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21:57 26.06.2011
Der Mut macht‘s: Tobias Krause kletterte am Sonntag eine Strickleiter am Friedrichswall hoch – und sicherte sich so den besten Blick aufs Fest. Quelle: Kris Finn
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Hannover

Orange ist in diesem Jahr die Farbe des Helfens. Denn in leuchtend hellem Orange strahlten am Sonntag die Armbänder an Tausenden Kinderarmen. Für die meisten Kinder war es jenseits aller Symbolik allerdings nur der Eintritt am Handgelenk zu mehr als 75 Spielangeboten von Hüpfburgen über einen Tiefseilgarten bis hin zum Blaulichtpark von Rettungsdiensten und der Polizei rund um das Neue Rathaus. Aber vor allem waren die Bänder des dritten Fun-Kinderfestivals Helfer für den guten Zweck – denn die Eintrittsgelder nutzen die Organisationen Aktion Kindertraum, die AWD-Stiftung Kinderhilfe, das Hilfsprojekt „ffn-Hörer helfen Kindern“ und Kinderherz Hannover für benachteiligte Kinder und soziale Einrichtungen. Das attraktive Spielangebot verfehlte sein Ziel nicht: Mehr als 110.000 Besucher kamen in diesem Jahr bei anfangs bedecktem Himmel und später strahlendem Sonnenschein – 15.000 mehr als im vergangenen Jahr. Gemeinsam sammelten sie 60.000 Euro. So viel kam noch nie zusammen.

Zu den jungen Rathausgästen gesellte sich Oberbürgermeister Stephan Weil, der als Schirmherr zum Rundgang über das Festgelände einlud, sich dabei beim Tauziehen ausprobierte und auf eine Torwand schoss. „Als ich klein war, wollte ich Fußballstar werden“, erklärte Weil später den Kindern vor der Bühne auf dem Trammplatz. „Das hat leider nicht geklappt.“ Und während mancher Besucher den Oberbürgermeister mitleidig anschaute, lobte der die gute Arbeit der beteiligten Stiftungen, Organisationen und Partnern wie den ADAC oder die Hannoversche Allgemeine Zeitung. „Ich freue mich über die vielen fröhlichen Kinder und die zufriedenen Eltern auf dem Fest. Eine runde Sache für den guten Zweck. Super!“

Für einen möglichst hohen Spendenerlös gaben neben Tanzgruppen und dem Zikus Salto auch eine Vielzahl prominenter Hannoveraner ihr Bestes. Radio-Mann Franky ließ sich bereitwillig von Kindern im Wasserbecken versenken. Die Band Marquess wiederum sorgte mit spanischen Popsongs für Sommerstimmung. Und die erst 16-jährige Laura Diederich aus Ilten begeisterte mit ihren eigenen Liedern wie „Drop in the water“. Neben den Stars der Region sang auch Laith Al-Deen. Den kannten viele Besucher schon vom Public-Viewing für Lena – und sangen entsprechend euphorisch mit.

Besonders viele Fans kamen aber, um den Gewinner der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ anzuschauen: Pietro Lombardi. Immer wieder erschallten „Pietro! Pietro“-Rufe von Fans, die teilweise Stunden auf ihren Star gewartet hatten. Als dieser dann endlich auf die Bühne kam und seine Single „Call my Name“ sang, wurde der Trammplatz zur Fanarena. „Ihr seid echt die Tollsten“, rief Lombardi – und das Gekreische nahm kein Ende. Trotzdem blieben einige Besucher cool. So auch Julian Philipp aus Laatzen. Er probierte lieber eine Polizeiuniform an, die ihm aber schnell zu warm wurde. Leon Schneider aus Sarstedt testete derweil Bobbycars. „Toll“, lobte der Dreijährige.

Und so hatten die meisten Besucher am Ende einen gelungenen Tag auf dem unbestreitbar größten Spielplatz der Stadt – trotz manchem Muskelkater vom Hüpfburgspringen oder heiseren Stimmen vom Mitsingen. Doch was soll’s: Derartige Opfer brachten die Festgäste schließlich für den guten Zweck.

Jan Sedelies

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