Das Genmaterial der Lindener soll mit DNA-Spuren verglichen werden, die die Ermittler an den Müllsäcken sichergestellt haben, in denen die Leichenteile der jungen Frau verpackt waren.
Der Massentest beginnt am Sonntag um 8.30 Uhr in den Räumen der Humboldtschule in der Ricklinger Straße. Die Proben können auch in den beiden darauffolgenden Werktagen in der Zeit zwischen 10 und 21 Uhr in der Schule abgegeben werden. Ursprünglich hatten 1149 Männer ein Schreiben der Mordkommission erhalten. „Gegen Sie persönlich liegt weder ein Tatverdacht vor, noch sind Sie Beschuldigter in diesem Ermittlungsverfahren“, heißt es in dem Brief. 44 der Männer wurden kurzfristig wieder ausgeladen. „Wir haben festgestellt, dass sie aus verschiedenen Gründen doch nicht in unser Raster passen“, sagte Polizeisprecher Stefan Wittke.
Die Tatsache, dass ausschließlich Männer angeschrieben wurden, geht auf Analysen der operativen Fallanalytiker, der sogenannten Profiler, des Landeskriminalamts zurück. Die DNA-Proben müssen nach dem Abgleich sofort vernichtet werden. „Bei einem solchen Massenspeicheltest geht es ausschließlich um den Vergleich mit dem Spurenmaterial vom Tatort“, betonte Meinhard Hahn, der neue Leiter des Dezernats Biologie beim LKA. Auch ein Abgleich des Genmaterials mit den Datensätzen der zentralen Deutschen DNA-Analysedatei, in der Daten von Beschuldigten und Verurteilten sowie das gesamte an Tatorten aufgefundene Spurenmaterial gespeichert sind, sei nicht zulässig. Die Teilnahme an dem Test ist grundsätzlich freiwillig. Sollten Personen nicht zu den Terminen erscheinen, würden sie anschließend jedoch genau überprüft, teilte die Polizei mit.
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Kommentare
Massenspeicheltest in Linden Leineblog – 23.03.10
Sehr geehrte Lokalredaktion,mit einiger Verwunderung muss ich auch heute wieder Ihre kritiklose Berichterstattung über die Speicheltestaktion in Linden zur Kenntnis nehmen.
Bislang galt im deutschen Rechtssystem die Unschuldsvermutung. Das heißt, selbst wenn jemand eines Verbrechens beschuldigt oder verdächtigt wurde galt er solange als unschuldig, bis die Ermittlungsbehörden seine Schuld beweisen konnten oder zumindest genug Indizien für eine Anklageerhebung gesammelt hatten.
Mit Aktionen wie dem Speicheltest wird dieses System vollkommen auf den Kopf gestellt.
"Wer sich nicht testen lässt, macht sich verdächtig" hat ein "freiwilliger" Testteilnehmer sein Mitwirken begründet - genau hier liegt die Problematik. Plötzlich sollen unbescholtene Bürger, die wahrscheinlich die Tote gar nicht kannten, kein Motiv und in vielen Fällen ein Alibi für die Tatzeit haben, ihre Unschuld beweisen und ihre DNS untersuchen lassen. Wer sich verweigert, bekommt Besuch von der Kripo und muss mit "intensiven Fragen" rechnen, wird vielleicht sogar vom Staatsanwalt vorgeladen - völlig ohne sonstige Verdachtsmomente. Alles, was man sich in diesem Fall vorzuwerfen hat, ist, dass man zwischen 18 und70 Jahre alt ist und in Linden wohnt!
Wer die Problematik dieser Vorgehensweise nach dem Motto "Ich hab ja nichts zu verbergen" nicht erkennt, kann das gedanklich ja mal auf die Spitze treiben: konsequent wäre dann, wenn jeder Bundesbürger eine Speichelprobe in einem Zentralarchiv ablegt, das würde die Ermittlungsarbeit der Polizei immens erleichtern. Oder noch besser: jeder Bürger bekommt einen Chip implantiert, mit dessen Hilfe immer festgestellt werden kann, wo er sich gerade befindet. Dürfte ja kein Problem sein, wenn man sich nichts zuschulden kommen lässt.
Was geschieht eigentlich nach dem Test mit den Proben? Wie wird garantiert, dass sie nicht archiviert werden oder in falsche Hände geraten? Es wäre nicht das erste mal, dass sensible Daten plötzlich in einer Mülltonne gefunden werden...
Bei allem Verständnis für die schwierige Ermittlungsarbeit der Polizei, die einen frei herumlaufenden Mörder finden muss: eine völlige Verkehrung unseres Rechtssystems und ein dermaßen weitreichender Eingriff in die Privatsphäre kein meines Erachtens nicht die Lösung sein und sollte von einer Zeitung, die an anderer Stelle so engagiert gegen die staatliche Missachtung des Denkmalschutzes kämpft, entsprechend kritisiert werden.
@... Die Stimme der Vernunft – 22.03.10
Nur weil Sie anscheinend "Naivität" zu Lebensmotto machen, heißt das nicht das "mal eben sein Erbmaterial zur Erfassung geben" harmlos sei.
Heut wurde erst im TV von einem Polizeisprecher gesagt, dass man jetzt das Material der Erfassen Männer zur Gen-Datenbank zum Abgleich schicken würde...
Die , welche meinten eine "Gut Tat" getan zu haben in dem sie sich daran beteiligten werden jetzt wohl ein ungutes Gefühl haben , WAS das alles abgeglichen wird, und ob man die Daten (aus dem teuren Test) wirklich vernichtet.
Übrigens haben sich nur etwas über 300 der 1100 Aufgerufenen zum Gen-Test gemeldet.
Hätte nicht gedacht das soviele Bürger wirklich die Courage im Leib haben sich gegen sowas zu wehren.
Was will man jetzt machen ? 800 Männer zusammentreiben und zwangsweise Gen-Material abnehmen ?
@ die stimme der "vernunft" ... – 22.03.10
was für ein schwachsinn.ich halte es für absolut überhaupt kein problem, wenn ich meine dna für einen solchen test (und mörder-ermittlung) zur verfügung stelle.
was um himmels willen sollte denn damit rechtswidriges angefangen werden? glauben sie im ernst, irgendjemand hätte die zeit und das interesse (von den finanziellen mitteln ganz zu schweigen) die dna von irgendwem grundlos zu speichern oder weiter aufzuarbeiten? was für ein blödsinn! vielleicht sollte sich jeder mal ein bißchen weniger wichtig nehmen. an ihrer dna hat keiner interesse, sofern sie nicht straftäter sein sollten!
und dass sie den angehörigen ihre meinung ins gesicht sagen könnten, glaube ich nie im leben.
ich bin mir nach ihrer aussage zu 100 prozent sicher, dass sie noch nie echten kontakt mit opfern und deren angehörigen hatten. ansonsten würden sie anders reden. mit absoluter sicherheit.
ein trauriges beispiel der "menschlichkeit"....
Mordfall XXXManiaK – 21.03.10
Sie werden den Mörder Nie kriegenhart 4 empfänger paul – 20.03.10
Es ist nicht erstaunlich, wie leichtfertig viele Menschen den Eingriff des Staates in die Privatsphäre hinnehmen, sondern erschreckend. Dann können wir gleich alle zum Gentest gehen oder noch beswser, die DNA wird gleich nach der Geburt gespeichert.Ich denke die meistene haben sich noch nicht intensiv mit dem Thema Gene beschäftigt und reden schneller als sie denken. Das die Herausgabe seiner genetischen Informationen aber eine Endgültigkeit hat, ist vielen nicht bewusst. Die Gene lassen sich nicht mal eben wechseln, wie eine Kreditkarte oder eine Bankverbindung, die schleppen wir unser ganzes Leben vor uns her. Neulich war ich bei einem Finanzberater und ich habe den angebotenen Tee dankend abgelehnt. Könnte ja ein genetischer Abdruck angefertigt werden und auf dieser Basis versicherungstechnische Risiken ermittelt werden. paranoid, oder...? ;)
Müssen vorher alle anderen Ermittlungstechniken angewandt werden? Was ist, wenn die Ermittler schlampig arbeiten und vor Anforderung eines gerichtlichen Massengentests nicht alle Techniken anwenden, um den Kreis der “potentiellen Täter” zu minimieren, nach dem Ausschlußverfahren? Wie leichtfertig gehen Richter mit Anordnungen zu massenhaften Speichelproben um? Wer garantiert, das Negativ-Proben gelöscht werden? Wann werden diese Proben gelöscht? Was ist, wenn der Täter nicht im Kreis der “potentiell Verdächtigen” zu finden ist, bleiben die Daten dann für immer gespeichert? Welche rechtliche Handhabe gibt es, gegen einen richterlichen Beschluß zum Gentest Widerspruch einzulegen? Wird mit solchen Anordnungen nicht das Recht auf informelle Selbstbestimmung und die Unschuldsvermutung genommen?
Würdet Ihr einen Gentest verweigern? Warum?
Tja, ich hatte hier auch etwas mehr "Revoluzzer" erwartet und bin auch ein wenig enttäuscht. Ich sehe es ja auch so, das die Kinderschänder und Vergewaltiger gefasst werden. Es könnt sich ja auch um meine Püppi handeln. Aber das Gentests mittlerweile so Populär sind, ist erschreckend. Die Kurzsichtigkeit, Datenfreigebigkeit erstaunt mich... kopfschütteln...
@DuDu Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
"Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten"
"Wer das verweigert ist grundsätzlich schon mal verdächtig"
... und ähnlicher "brauner" Dreck!
Ich zitiere dagegen :
"Wer grundlegende Freiheiten opfert, nur um ein wenig mehr Sicherheit zu erlangen, wird am Ende Beides verlieren"
Ihre Einstellung widert mich nur noch an. Wenn Sie mit einem Rechtsstaat nicht klar kommen , ziehen Sie doch in eine "Diktatur Ihrer Wahl" um.
DNA Test DuDu – 20.03.10
Mir scheint nach wie vor, dass Leute/Männer, die in der Vergangenheit Straftaten begangen haben und jetzt Muffe haben, dass sie auffliegen, diesen Eiertanz mit Schutz von Grundrechten etc.veranstalten-dies ist nur eine vage Vermutung. Weshalb sonst sollte jemand nicht freiwillig eine Speichelprobe abgeben und somit einen klitzekleinen Teil zur hoffentlichen Aufklärung des Verbrechens leisten ?
DuDu
@... Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
Gern sage ich einem Hinterbliebenen auch direkt ins Gesicht , dass ich den Verlust sehr bedauere und das der Täter bestraft gehört, aber dabei der rechtstaatliche Boden dabei nicht verlassen werden kann, da der Schade für die Gesellschaft, und damit auch für ihn als Angehörigen und seine Nachkommen immens werden kann.In dem Zusammenhang würde ich auch erklären, das die Maßnahme eines freiwillige Gentests in sich schon eine Paradoxon ist, das sich nicht auflösen lässt:
Da es ein "Ausschlussverfahren" ist, funktioniert er nur, wenn er LÜCKENLOS ist. Da er aber freiwillig ist, ist eine Lückenlosigkeit nicht zu gewährleisten, womit man alle Testverweigerer unter Tatverdacht stellen müsste, was aber nicht geht, da dies einer Beweislastumkehr gleich käme und die Unschuldsvermutung ausgehebelt wäre. Damit würde der Test den Rahmen des Grundgesetzes verlassen und die GRUNDLEGENDSTEN rechtsstaatlichen Freiheitsgrundrechte verletzen.
Ein Massengentest ist ein "untaugliches Medikament" : Keine Ergebnisse, gefährliche Nebenwirkungen.
Ich kann nur allen Testverweigerern meinen Respekt und meine Anerkennung aussprechen, das sie sich gegen solche "Unrechtsstaatsmethoden durch die Hintertür" wehren
@Lindener Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
Wenn Sie nicht verstehen, wo die Verwerflichkeit dieser Maßnahme zu sehen ist, und welche Gefahr von ihr ausgeht, dann muss ich mir die Frage stellen ob Sie eine Rechtsstaates würdig sind.Und dieses ewige kolportieren der Angst um seine eigenen Angehörigen, macht die Maßnahme nicht weniger ablehnungswürdig.
Grade das nennen "der Kinder" ist genau dieses Totschlagsargument der "Law-and-Order-Fraktion": Die Ausnutzung des "Brutschutzinstinktes" der Menschen um jede rechtsstaatlich Hürde niederzuwalzen und jede dubiose Maßnahme zu rechtfertigen.
Solch ein handeln ist der Nährboden auf dem Diktaturen und Unrechtsstaaten entstehen und gedeihen!
@ die stimme der vernunft ... – 20.03.10
richtig. der test ist freiwillig. und das ist auch richtig so.ich frage mich allerdings, weshalb jemand ein problem damit hat, einen test zu machen, wenn er damit helfen kann, den täterkreis einschränken zu können!
gerade um des opfers willen sollte doch jeder mensch, der es möglich machen kann, die ermittlungen unterstützen!
sie können gern mal angehörigen eines solchen kriminalitätsfalles ins gesicht sagen, dass sie nichts beitragen wollen -obwohl sie dieses in dem eingeschränkt kleinen rahmen der dna-abgabe könnten und nichts zu befürchten hätten- und das (meiner ansicht nach) aus absolut nichtigen gründen im vergleich zum delikt.
echt schwacher charakter!!
@ahmet Lindener – 20.03.10
Richtig mein "lieber ahmet",der Bürger hat keine Rechte mehr...
Wo fühlen Sie sich den in Ihren "Rechten" Eingeschränkt??
Dadurch, das die Polizei einen gefährlichen und bestialischen Mörder sucht??
Nur mal zur Erinnerung, die junge Frau wurde zerstückelt.
Muss wirklich schwer sein, den Behörden dabei zu Helfen, diesen Lumpen zu fassen.
Aber wer weiß ob Sie auch noch so Denken, wenn Ihre Kinder, Frau oder Geschwister auf diese schreckliche Weise umgebracht wurden?
Bestimmt nicht.
Also, spielen Sie weiter den empörten, weil die Polizei Ihre und anderens Leuten Sicherheit erhöhen will.
Gruss
Lindener
Rechtsstaat ade Andreas – 20.03.10
Man kann echt nur hoffen, dass die Lindener Männer genug Zivilcourage haben und nicht zu diesem "freiwilligen" Test gehen.@UM Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
In diesem Zusammenhang "Wortklauberei" zu betreiben zwischen den Begriffen "Verfassung" und "Grundgesetz" macht man eigentlich nur wenn man sonst nix konstruktives zu Thema beitragen kann...asylbewerber ahmet – 20.03.10
Das heisst also, es gilt jetzt nicht mehr die Unschuldsvermutung bis zu einem Urteil, sondern die umgekehrte Beweislast?Nach meiner Meinung werden also im Raum linden jetzt knapp 1000 Männer, die in das Profil passen, beschuldigt?
Denn, wer sich weigert, macht sich erst Recht verdächtig!
Wunderbar, hier wird
1. das Recht durch Selbstbestimmung
und 2. das Unschuldsprinzip bis zu einer Verurteilung untergraben!
Wo wird das Ende sein? Das beim nächsten Mord, wo die Polizei im Dunkeln tappen wird, ganz Deutschland zum Massengentest bitten wird?
Dann können sie gleich eine Gendatei von allen Bürgern in Deutschland anlegen, oder?
Wenn die Polizei freiwillige Hilfe von den Bürgern haben will, dann soll sie schön "bitte, bitte" sagen, oder diese angemessen finanziell entschädigen, für ihren Aufwand, und diese nicht mit falschen Moralpredigten unter Druck setzen, von wegen Mörder oder Aufdeckung von Straftaten.
Ansonsten gilt auch immer "Gesetz ist Gesetz" und "Vorschrift ist Vorschrift", da interessiert sich die Polizei nicht ansatzweise für Moral, Sinnhaftigkeit oder Augenmaß. Ich kann hier keinen moralischen Anspruch der Polizei auf Unterstützung für solche Aktivitäten erkennen.
und eins würde mich ma sehr wundern,Mich würde mal interessieren wieviel der Steuerzahler je Gentest blechen darf?Wirklich interessante Verhältnisse hier! Und genau das macht mir Angst. Wer sich gegen den Staat und seine Anordnungen wehrt, wird zu dieser Anordnung gezwungen per Gericht. Da schüttelt man schnell ein paar sehr dehnbare Paragrafen aus dem Ärmel und wird dazu verdonnert. Und so, wie ich das gelesen habe, kann sogar Gewalt angewendet werden um die Speichelprobe zu bekommen.
Und der Satz, wenn man nichts zu verbergen hat...usw., den nimmt man immer dann her, wenn es vielleicht eng werden könnte mit der Argumentation pro Gentest. Aber so geht das nicht.
Und die, die sich weigern den Test zu machen, werden verunglimpft. Nein, das sind solche, die sich eben nicht alles bieten lassen wollen.
Man kann es sich in Zukunft bei jeden Kapitalverbrechen seitens der Ermittlungsbehörden leicht machen und nach ein paar Wochen aufgrund einer Genanalyse den gesamten Umkreis zur Speichelprobe "bitten".
Übrigens: In dem Schreiben, das an alle (in meinen Augen) "Verdächtigen" geht, wird zwar die Freiwilligkeit der Speichelabgabe erwähnt, aber drunter steht auch noch fett geschrieben, das auch eine gerichtliche Vorführung angestrebt werden kann falls man sich weigert.
Das ist in meinen Augen eine Drohung und Einschüchterung ohne Gleichen.
Der Bürger hat keine Rechte mehr wenn es darum geht, das der Staatsapparat seine Interessen durchsetzen will.
Der Deckmantel der "Freiwilligkeit" klingt ja schon wie Hohn.
naja mit " NOCH" freundlichen Grüßen
Ahmet .k
@Stimme der Vernunft UM – 20.03.10
Welche Verfassung meinst Du ?Werf doch mal einen verträumten Blick auf unser Grundgesetz Artikel 146.
@... Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
Wohl bei "Staatsrecht" in der Schule eingepennt, oder was?Nicht alles was MÖGLICH ist, ist auch erlaubt! Raten Sie mal warum der Test freiwillig ist. Weil unsere Verfassung (die immer noch die Modernste und Vorbildlichste ihrer Art ist) nämlich ganz klare rechtsstaatliche Regeln aufstellt nach denen nur ermittelt werden kann.
Um Ihnen da mal ein wenig "Nachhilfe" zu geben:
Es gibt in einem Rechtsstaat das immanente Konzept der "Unschuldsvermutung" und der "Beweislast".
Beide Konzepte werden beim Massengentest (Die ganz schlimme Form der "Rasterfahndung") mit Füssen getreten.
Das wissen auch die Ermittlungsbehörden. Sie wissen auch das sie NICHTS dagegen machen könnten wenn jemand nicht zu Gentest geht und kein andere Verdachtsmoment gegen die Person vorliegt. Und weil die Gefahr groß ist, das der ganze Gentest eine Sackgasse wird wenn auch nur ein geringer Prozentsatz nicht zum Test geht, greift man zu einem altbewährten Mittel: Einschüchterung
intelligente kommentare ... – 20.03.10
was glauben meine vor-kommentatoren eigentlich, was man mit den dna-proben anfangen soll - außer einen äußerst brutalen mörder zu fangen? und da es eben in diesem fall nicht anders geht, eben nach dem ausschluss-verfahren. wen interessiert das dna-material von personen, die nach überprüfung nicht infrage kommen? die polizei jedenfalls nicht...vielleicht sollte man hier mal an das opfer - und vielleicht auch an die vermeidung zukünftiger opfer- denken...
ne?
Danke für die Anpassung der Ü-Schrift Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
Beim Lesen des Artikels ist mir eben fast alles aus dem Gesicht gefallen!Die Tatsache das nur Männer geladen werden ergibt sich aus der Analyse des Profilers??!!
Man stützt sich also nur auf "professionelle Vorurteile"?? Warum das? Wenn man tatsächlich Gen-Material gefunden hat , wird man daraus doch wohl ermitteln können ob es Mann oder Frau war. Wenn man das nicht kann, weil z.B. die Genproben in so schlechten Zustand waren, wie will man dann noch einen Abgleich mit dem Massengentest machen?
Sorry allein schon dies würde mich sehr mistrauisch machen, ob mit meinen Gen-Daten nicht was anderes angefangen werden soll...
Und wenn man sich nicht 100% sicher ist, dann eben ALLE zum Gentest, auch die Frauen aufrufen. Warum dann immer die Männer nur in die "Täterecke" stellen ?
Überschrift HAZ.de – 20.03.10
Aufgrund Ihrer Hinweise wurde die Überschrift geändert.Rasterfahndung Potentieller Störer – 20.03.10
Zum Glück wohne ich nicht in Linden-Süd, aber ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis der Test auf andere Stadtteile ausgeweitet wird.Ich würde mich schon allein aus Interesse, wie denn diese genaue Überprüfung aussehen soll, weigern.
Abgesehen davon kann ich nur jedem raten, sich nicht freiwillig in eine Lage zu bringen, in der er seine eigene Unschuld beweisen muss. Das wäre nämlich der Fall, wenn bei dem Test irgendein Unfug passiert. Dass dies sehr wohl möglich ist, haben wir schon erlebt.
Müssen??? Nein Nein Nein!!! warum muss ich? – 20.03.10
Man muss essen, man muss trinken, man muss schlafen, man muss pinken, man muss scheissen, sonst muss man gar nichts!!!@ HAZ Die Stimme der Vernunft – 20.03.10
Unglaublich wie sie sich zum Sprachrohr der Ermittlungsbehörden manchen! Der Massen-Gentest ist FREIWILLIG!
Das Bundesverfassungsgericht hat sogar 1996 entschieden, dass allein aus der Verweigerung , an diesem Test teilzunehmen KEIN Anfangsverdacht entsteht mit dem Ermittlungen gegen den Testverweigerer zu rechtfertigen sind. Dies verstößt laut BVG gegen das "Rechtsstaatsprinzip"
Da ich der Meinung bin das eine Fahndung nach dem "Treibnetzprinzip" wider jeder rechtsstaatlichen Praktiken ist, und man nie sicher sein kann , was noch mit den Daten passiert, hoffe ich sehr das eine signifikante Menge an aufrechten Bürgern diesen Test verweigern.
Schade das die HAZ hier anscheinend sich nur zum Verlängerten Arm der Polizei machen lässt und die Leser nicht neutral aufklärt.
Soweit ist es in dieser Republik schon wieder!
@Unsinn j. – 20.03.10
'the times, they are changin'..'Unsinn Dr. Hans Olg – 20.03.10
Die Überschrift ist der übliche Unsinn, die Männer müssen nämlich nicht...