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129 Kinder bleiben ohne Platz an Gesamtschule

Großer Ansturm 129 Kinder bleiben ohne Platz an Gesamtschule

Insgesamt wechseln im kommenden Schuljahr 3955 Grundschüler in die fünfte Klasse, 54 Prozent von ihnen wählen das Gymnasium. Der Ansturm ist für die Integrierten Gesamtschulen (IGS) so hoch, dass 129 Kinder nicht aufgenommen werden können.

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Die IGS-List.

Quelle: Marta Krajinović

Hannover. Das Gymnasium ist weiterhin die mit Abstand beliebteste Schulform in Hannover. 54 Prozent der Kinder, die im August von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln, haben eines der 16 städtischen Gymnasien gewählt (Vorjahr 50 Prozent). Insgesamt verlassen dieses Jahr 3955 Kinder die Grundschule. Die Gymnasien nehmen 2126 Fünftklässler neu auf. 1412 Schüler und damit 36 Prozent haben einen Platz an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) ergattert (Vorjahr 38 Prozent). Damit entscheiden sich rund 90 Prozent der Eltern für eine der beiden Schulformen.

Insgesamt wollten jedoch weitere 129 Schüler an eine IGS wechseln – und gingen leer aus. Sie werden nun an einer Hauptschule, Realschule oder einem Gymnasium weiterlernen. Wie berichtet, bekamen IGS List, IGS Linden, IGS Südstadt, IGS Roderbruch und IGS Büssingweg mehr Anmeldungen, als sie Kinder aufnehmen können. Die Schulen mussten ihre Plätze verlosen. Immerhin 20 Schüler haben danach noch einen Platz an einer anderen Gesamtschule im Stadtgebiet bekommen.

Die missliche Lage für Familien, die ihr Kind gern an einer IGS sehen würden, ist bisher ungelöst. Die Stadt geht davon aus, dass nach der rechtlichen Aufwertung der Gesamtschulen zum Schuljahr 2016/17 alle Bewerber auch Anspruch auf einen Platz an einer IGS haben werden. Ob das rechtliche Konsequenzen für die Stadt hat, falls Plätze fehlen, ist bisher offen.

Die Gymnasien konnten alle angemeldeten Kinder aufnehmen – allerdings nur mit Mühe. Die Schulen haben zusätzliche Klassen im fünften Jahrgang eingerichtet, sodass es stadtweit 69 Klassen mit Fünftklässlern an den Gymnasien gibt. In jeder dieser Klassen sitzen im August 31 Schüler. Damit wurde die Schülerhöchstgrenze pro Klasse erhöht, was im fünften Jahrgang möglich ist. 256 Kinder werden nicht an dem Gymnasium starten, das sie als Erstwunsch genannt hatten. Wie berichtet mussten vier Gymnasien losen und Ablehnungen verschicken: Leibnizschule (76 Absagen), Schillerschule (72), Tellkampfschule (50) und die Bismarckschule (40). Alle diese Schüler starten nach den Ferien an anderen Gymnasien. Um zukünftig ausreichend Plätze an den Gymnasien anbieten zu können, plant die Stadt eine zusätzliche fünfzügige Schule, die Mitte 2016 ihren Betrieb aufnehmen soll.

An den wenigen noch bestehenden Hauptschulen meldeten 74 Familien ihre Kinder an (2 Prozent aller Anmeldungen). 343 Fünftklässler und damit 8 Prozent beginnen neu an einer der Realschulen. Im Vorjahr entschieden sich ebenfalls 2 Prozent der Eltern für eine Hauptschule, 10 Prozent wählten eine Realschule für ihr Kind.

Außerdem meldeten sich 2575 Absolventen von Realschulen an Gymnasien und Gesamtschulen an. Sie beginnen im August die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe. 19 dieser Schüler werden ebenfalls nicht an ihrer Wunschschule aufgenommen. Das Fremdsprachenprofil der Schulen passt nicht zu den Vorkenntnissen der Schüler.

Eltern haben ihre Kinder, wenn diese Förderbedarf haben, aber eine Regelschule besuchen sollen, fast durchgängig an Gesamtschulen angemeldet. Von den 127 angemeldeten Fünftklässlern mit Handicap starten 98 Kinder an einer IGS, nur sieben an einem Gymnasium, zwei an Realschulen sowie 20 an Hauptschulen. Die Klassen sind in diesem Fall etwas kleiner.

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