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„Eine Sternstunde hannoverscher Toleranz“

14. Leibniz-Festtage „Eine Sternstunde hannoverscher Toleranz“

Konzerte, Vorträge, Führungen: Die Leibniz-Festtage stehen 
unter dem Motto „Leibniz und das Judentum“. Ein Dutzend Veranstaltungen stehen auf dem Programm.

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Würdigen Leibniz: Michael Fürst und Pastorin Martina Trauschke.

Quelle: Villegas

Hannover. Im Sommer 1704 trug sich – vermutlich unter Leibniz’ Augen – Denkwürdiges zu in Hannover. Kurfürst Georg Ludwig, in Glaubensfragen liberal, lud zu einem religiösen Disput ins Schloss. Ein zum Christentum konvertierter Jude behauptete, dass sich eigentlich alle Juden gemäß ihrer eigenen heiligen Schriften taufen lassen müssten. Der Stadthagener Rabbi Joseph Samson sprach dagegen – und trug einen argumentativen Punktsieg davon. Kurfürstin Sophie höchstselbst applaudierte dem Rabbiner. „Das war eine Sternstunde hannoverscher Toleranz“, sagt Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes jüdischer Gemeinden.

In Erinnerung daran stehen unter dem Motto „Leibniz und das Judentum“ bei den 14. Leibniz-Festtagen jetzt ein Dutzend Veranstaltungen auf dem Programm – Konzerte, Führungen und Vorträge. Ausgerichtet werden diese von der Stadtakademie an der Neustädter Kirche und dem Landesverband der jüdischen Gemeinden. Zum Auftakt lässt Schauspieler Dieter Hufschmidt am kommenden Sonnabend, 2. September, 20 Uhr, bei einer Lesung in der Neustädter Hof- und Stadtkirche den Religionsdisput von 1704 noch einmal aufleben. Dazu spielt das Ensemble Concerto Foscari unter der Leitung von Alon Sariel unter anderem Stücke des jüdischen Barockkomponisten Salomone Rossi Hebreo.

Um den jüdischen Kaufmann Leffmann Behrens geht es am 6. September, 19 Uhr, in einem Vortrag von Bernd Schedlitz in der Neustädter Kirche. Eine Führung von Gregor Janböcke zu jüdischen Orten in der Calenberger Neustadt beginnt dort am 10. September um 17 Uhr. Der Historiker Peter Schulze führt dann am 12. September über den jüdischen Friedhof – Treffpunkt ist um 17 Uhr am Eingang an der Oberstraße.

Um die Residenzstadt Hannover als Kommunikationsraum für Juden und Christen um 1700 geht es am 14. September, 19 Uhr, beim Vortrag von Rotraud Ries in der Neustädter Kirche.     

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