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Aus der Stadt 15-Jährige hat freiwillig als Prostituierte gearbeitet
Hannover Aus der Stadt 15-Jährige hat freiwillig als Prostituierte gearbeitet
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17:05 12.08.2011
Die Polizei hat die vermisste 15-jährige Prostituierte in Hannovers Nordstadt gefunden. Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)
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Hannover

Sieben Tage nach ihrem Verschwinden hat die Polizei in Hannover die vermisste 15-Jährige aus Bad Oldesloe in Gewahrsam genommen. Die Beamten haben das Mädchen eigenen Angaben zufolge am Donnerstag in einer Wohnung in der Nordstadt ausfindig gemacht. Die 15-Jährige hatte zuvor in einem Appartement in Hannover als Prostituierte gearbeitet. Das Jugendamt kümmert sich jetzt um das Mädchen.

Gegen zwei Männer im Alter von 21 und 46 Jahren hat die Polizei Verfahren wegen der Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger und der Ausbeutung von Prostituierten eingeleitet. Alle Ermittlungen deuteten darauf hin, dass die 15-Jährige freiwillig als Hure gearbeitet habe, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Es gebe derzeit keine Hinweise, dass das Mädchen von einem sogenannten „Loverboy“ zum Sex gegen Bezahlung gezwungen wurde.

Am 3. August hatte die Polizei in Lübeck die Beamten in Hannover über die Fahndung nach der 15-Jährigen informiert. Über ein Internet-Portal erfuhr die Behörde, dass das Mädchen in einer Wohnung in Hannover als Prostituierte arbeitete. Die Ermittler fanden sie dort und übergaben sie später der Mutter. Nach einem Aufenthalt in einer Jugend-Wohngruppe in Lübeck lief die Minderjährige wieder fort.

Das junge Mädchen und der 21-Jährige hatten sich der Polizei zufolge im Internet kennengelernt und später zusammen gewohnt. Der Mann wurde dann über eine Anzeige auf den 46-Jährigen aufmerksam, der sein Appartement Zuhältern anbot. Daraufhin vermittelte der 21-Jährige seine Freundin an zahlende Kunden.

In dem Fall war zunächst vermutet worden, dass ein sogenannter „Loverboy“ Kontakt zu dem Mädchen aufgenommen hatte. Unter dem Begriff laufen Männer, die Teenagern Liebe versprechen. Später zwingen sie sie zur Prostitution. Die Mädchen wehren sich oft nicht, weil sie sich vor ihrer Umwelt schämen oder erpresst werden.

dpa/tfi

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