Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt 15.000 Menschen protestieren auf dem Opernplatz
Hannover Aus der Stadt 15.000 Menschen protestieren auf dem Opernplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:46 08.02.2010
Beschäftigte aus ganz Norddeutschland trafen sich Montagmittag zum Protest auf dem Opernplatz in Hannover. Quelle: Decker
Anzeige

Nach Angaben von ver.di waren rund 15.000 Beschäftigte bei der Kundgebung auf dem Opernplatz in Hannover. Laut Polizeiangaben haben sich nur 10.000 Demonstranten versammelt.

Bsirske sagte der HAZ, man müsse jetzt Nägel mit Köpfen machen. "Die Arbeitgeber haben sich in zwei Verhandlungsrunden nicht im Ansatz bewegt." ver.di habe mit dem Warnstreik nur die Stimmungslage in den Betrieben aufgenommen und müsse jetzt zeigen, dass man bereit sei zuzuspitzen.

Viele Beschäftigte könnten sich nicht vorstellen, wie sie bis zu ihrem 65. beziehungsweise 67. Lebensjahr arbeiten sollen, sagte er im Hinblick auf Altersteilzeitregelungen. "Die Arbeitgeber sollten mal acht Stunden hinter einem Müllwagen herrennen, um die Höhe der Belastung ermessen zu können."

Zur Galerie
Der Streik im öffentlichen Dienst lässt nicht nur Bahnen und Busse in den Depots stehen, sondern verursacht auch Staus und zähfließenden Verkehr in Hannovers Innenstadt.

Zur Kritik von Regionspräsident Hauke Jagau und Oberbürgermeister Stephan Weil (beide SPD) an den Streiks, sagte Bsirske dieser Zeitung: "Damit können sie nur die Verhandlungspolitik der Arbeitgeber gemeint haben." Klare Aktionen seien besser, als dass die Situation weiter vor sich hin dümpele. Hannover sei von Streiks nun einmal verstärkt betroffen, weil die Stadt ein zentraler Verkehrsknotenpunkt sei.

Video: Michael Thomas

Der Streik hatte am Montag damit begonnen, dass Mitarbeiter von Üstra, RegioBus, städtischen Kindergärten, aha und der Verwaltung von Stadt und Region ihre Arbeit für 24 Stunden niederlegten. Am Morgen kam es deshalb zu zahlreichen Staus in und um Hannover, weil viele Menschen mit dem Auto zur Arbeit fahren mussten.

fx/krg

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

In Hannover ging es am Montagmorgen mancherorts weder vor noch zurück: Wegen des Streiks bei Üstra und RegioBus waren viele Angestellte auf das Auto umgestiegen. In und um die Stadt herum staute sich der Verkehr. Erst gegen 10 Uhr entspannte sich die Lage.

08.02.2010

Den für Montag angekündigten größten Streik im öffentlichen Dienst seit mehr als zehn Jahren hat Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) am Sonntag scharf kritisiert. Als „unerträglich“ bezeichnete der SPD-Politiker insbesondere den Plan, den Nahverkehr 24 Stunden lang lahmzulegen.

Tobias Morchner 07.02.2010

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hat am Montag für zahlreiche Behinderungen auf Niedersachsens Straßen gesorgt. Der Unterricht begann an den meisten Schulen jedoch pünktlich.

08.02.2010

Der Brand eines gasbetriebenen VW Golf hat am Montagmorgen gegen 07:10 Uhr in Hannover eine zeitweise Vollsperrung des Südschnellwegs in beide Richtungen nach sich gezogen.

08.02.2010

In Hannover ging es am Montagmorgen mancherorts weder vor noch zurück: Wegen des Streiks bei Üstra und RegioBus waren viele Angestellte auf das Auto umgestiegen. In und um die Stadt herum staute sich der Verkehr. Erst gegen 10 Uhr entspannte sich die Lage.

08.02.2010

Zollfahnder und Polizisten haben in der Nacht zu Sonnabend Taxifahrer in der City und in der Region überprüft. Bei der Großkontrolle wurden 31 Ordnungswidrigkeitsverfahren und neun Strafverfahren eingeleitet. Zwischen 22 und 2 Uhr stoppten die Beamten insgesamt 171 Taxen.

Tobias Morchner 07.02.2010
Anzeige