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150 Kurden demonstrieren in der Innenstadt

Für Freilassung der Bürgermeister 150 Kurden demonstrieren in der Innenstadt

In der Innenstadt demonstrierten am Mittwochnachmittag rund 150 Kurdinnen und Kurden. Der Grund: Die Bürgermeisterin der kurdischen Stadt Diyarbakir, Gültan Kisanak, und ihr Amtskollege Firat Anli waren festgenommen worden.

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Kurden und Kurdinnen demonstrierten in der Innenstadt.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Rund 150 Kurdinnen und Kurden haben am Mittwochnachmittag in der Innenstadt demonstriert. Unter ihnen war auch Hannover Ex-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD).

In der hannoverschen Innenstadt demonstrierten am Mittwochnachmittag 150 Kurdinnen und Kurden. Der Grund: Die Bürgermeisterin der Stadt Diyarbakir und ihr Amtskollege waren festgenommen worden.

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Die Versammlung war kurzfristig angemeldet worden, nachdem am Dienstagabend die Bürgermeisterin der kurdischen Stadt Diyarbakir, Gültan Kisanak, und ihr Amtskollege Firat Anli festgenommen worden waren. Die Stadt Hannover hatte ursprünglich beschlossen, eine Städtepartnerschaft mit Diyarbakir einzugehen, hatte die Pläne dann zunächst auf Eis gelegt.

Festnahme in Ankara und eigener Wohnung

Bürgermeisterin Kisanak sei, so berichteten die Demonstranten in der Bahnhofstraße, am Flughafen von Ankara festgenommen worden. Anli wurde den Informationen der Protestierenden zufolge in seiner Wohnung festgesetzt. Die türkischen Behörden werfen den beiden Unterstützung der kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. Die beiden Stadtoberhäupter waren im Jahr 2014 bei den Kommunalwahlen mit einer Mehrheit von 55 Prozent der Stimmen in ihre Ämter gekommen. Zugang zu Rechtsanwälten haben sie derzeit nicht. "In der Türkei dürfen Menschen fünf Tage festgehalten werden, ohne dass ihnen der Kontakt zu einem Juristen gewährt werden muss", sagt einer der Demonstranten.

Schmalstieg fordert demokratische Türkei

In einer kurzen Ansprache berichtete Schmalstieg, der sich seit Jahrzehnten für die Belange der Kurden einsetzt, er habe die beiden Festgenommenen vor etwa drei Wochen noch in Zürich getroffen, als er eine kurdische Delegation begleitete. Bereits damals hätten die beiden ihre Angst vor Repressionen zum Ausdruck gebracht.

Schmalstieg wies darauf hin, dass die Stadtverwaltung am Freitag aus Anlass des türkischen Nationalfeiertages den türkischen Konsul empfangen wolle. "Ich hoffe, dass die Verantwortlichen der Stadt sich dann nicht scheuen, die Probleme in Diyabarkir anzusprechen", sagte der ehemalige Verwaltungschef. Schmalstieg forderte die sofortige Freilassung der beiden Bürgermeister. "Es muss Schluss sein mit den Verhaftungen, wir wünschen uns eine Türkei mit demokratischen Strukturen und Meinungsfreiheit", sagte er. 

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