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Mahnwache

150 Menschen demonstrieren gegen Landtagsabriss

Von Marina Kormbaki

Während drinnen am Dienstagvormittag das Niedersächsische Parlament entscheidet, ob der Oesterlen-Bau abgerissen, umgebaut oder lediglich saniert werden soll, haben rund 150 Menschen gegen einen Neubau des niedersächsischen Landtags in Hannover demonstriert.
Mahnwache gegen den Abriss: Rund 150 Menschen haben am Dienstagmorgen in Hannover gegen den Neubau des niedersächsischen Landtags demonstriert.

Mahnwache gegen den Abriss: Rund 150 Menschen haben am Dienstagmorgen in Hannover gegen den Neubau des niedersächsischen Landtags demonstriert.

© Dirk Kirchberg

Mit einer Mahnwache haben rund 150 Menschen der „Arbeitsgemeinschaft Bürgerbeteiligung Landtag“ und Studenten der Baudenkmalspflege am Dienstagmorgen in Hannover gegen einen Neubau des niedersächsischen Landtags demonstriert. "Denkmalschutz gilt für alle" und "Kein Tempel - Umbau statt Neubau" forderten die Demonstranten auf Plakaten.

Nach Auffassung von Organisator Jürgen Junghänel (64) von der „Arbeitsgemeinschaft Bürgerbeteiligung Landtag“ ist die Entscheidung des Landtags über einen Neubau des Parlamentes „zu einer Frage der Demokratie geworden.“ Er befürchtet, dass das Parlament seine Glaubwürdigkeit verlieren werde, wenn das marode Plenargebäude von Architekt Dieter Oesterlen trotz des geltenden Denkmalschutzes abgerissen würde.

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  • domainvorschlag thorsten2 – 18.03.10

    www.gegen-den-landtagsbriss.de
  • Wichtig: !!Webseite Arbeitsgemeinschaft Bürgerbeteiligung Thorsten – 18.03.10
    würde mich gerne gegen den Abriss engagieren!

    - warum gibt es noch keine Webseite der Arbeitsgemeinschaft?

    - hierüber könnten Unterschriften gegen den Abriss generiert werden
    --> Volksbegehren

    - über die Webseite könnte über diesen Irrsinn informiert werden

    - Informationstände am Bahnhof mit Unterschriftenlisten

    Lasst uns diesen Irrsinn gemeinsam stoppen und zeigen, dass wir Bürger bestimmen!
  • nix Besseres verdient js.b – 17.03.10
    Spätestens jetzt, nach Lektüre der ganzen Proteste gegen den geplanten Neubau, wird mir klar: Hannover hat vielleicht wirklich nix Besseres verdient als das derzeitige, von Bausünden der 50er und 60er furchtbar geprägte Stadtbild.

    Denkmalschutz hin oder her - manche Leute haben entweder Tomaten auf den Augen oder leben schon zu lange in Betonbunkern.
  • Oesterlen-Abriss Wolfgang Schneider – 16.03.10
    Auch wenn der kleine dicke Koreaner da mit seinem Wurstefinger hin zeigt, so schnell wird das nix!
  • Sanierung des Landtaggebäudes Dr.-Ing. Hans-Dieter Raschke – 16.03.10
    aus einem Brandbrief an die Fraktionen des Landtages am Tag vor der Abstimmung:

    Geehrter Herr Dütemeyer,
    zur Entscheidung über die Zukunft des Landtaggebäudes ist alles gesagt. Ihnen wie mir liegen Stapel von Berichten und Kommentaren zu diesem Thema vor. Nun geht es darum, die Sache auf einen guten Weg zu bringen! Darum hier nochmals mein Appell an Sie:

    Die Entscheidungsfindung über Abriss und Neubau des Parlamentgebäudes, wie wir sie nach einer mehr als einjährigen und überaus kostspieligen Diskussion zur Kenntnis nehmen müssen, verstößt vielfach gegen die Regeln eines demokratisch legitimierten Verfahrens.

    Sie übersteigt die Befugnis des Parlamentes als alleiniger Entscheider in dieser weitreichenden Angelegenheit ohne die wirksame Beteiligung des Souveräns;

    sie übersteigt bei weitem die vertretbare Belastung der Landesfinanzen in einer Zeit, in der Länder und Kommunen in Schuldenbergen versinken und

    sie übersteigt bei Weitem den Bedarf eines Landesparlamentes im Hinblick auf die Nutzung an wenigen Tagen im Jahr.

    Schließlich missachtet sie die Gesetze und Vorschriften, die die Parlamente sich selbst und den Bürgern zur Beachtung auferlegt haben. Dazu zählt auch der Denkmalschutz. Er missachtet auch die städteplanerische Hoheit Hannovers und seiner Bürger, indem raumgreifend an städtebaulich bedeutsamer Stelle vorgegangen wird und z. B. die von vielen Bürgern ersehnte Wiederherstellung der „Herzensangelegenheit“ Wasserkunst endgültig vereitelt wird.

    Herr Dütemeyer, in einem persönlichen Gespräch aus Anlass des Tages der offenen Tür vor einem Jahr habe ich Sie (nach Besichtigung Ihrer Arbeitsstätte) auf diese und weitere Punkte hingewiesen.
    In einer am 25.02.2010 vom Denkmalschutz initiierten Veranstaltung, zu der außer Herrn Toepffer (Podium) und je einem Vertreter der SPD und den Grünen (im Publikum) kein aktiver Vertreter des Landtages erschienen war!!!, wurde nach einer ausführlichen, öffentlichen Diskussion, eine Bürgerresolution beschlossen, die seitens der Landesregierung bis heute unkommentiert blieb. Das, obwohl man aus den Verfahrensfehlern gelernt haben will (Herr Toepffer)! Der Inhalt wird Ihnen bekannt sein.

    Herr Dütemeyer, ich gehe davon aus, dass, sollten die Abgeordneten die Sache nun unbeachtet aller Einwände und in verblendeter Selbstsucht durchziehen, das Parlament seine Legitimation als demokratisch gewählte Vertretung der Bevölkerung dieses Landes verwirkt hätte. Sie können sicher sein, dass die Bürger das nicht hinnehmen werden und einen Volksentscheid bis hin zur Auflösung dieses Parlamentes herbeiführen werden!

    Dieses sollten Sie und Ihre Kollegen bei der morgigen Entscheidung vor Augen haben!
    Ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand!

    [... Adresse wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/nutzungsbedingungen. ...]

    Anmerkung: diese Nachricht wird als offener Brief behandelt.
    Datum: 15. März 2010
  • Landtag kutter 7 – 16.03.10
    Starten Sie ein Volksbegehren!!! Wird sicher erfolgreich sein.
  • Das Gegenteil von nolimit – 16.03.10
    Ständig wird unterschwellig suggeriert, dass Oestelens Plenarsaal "marode", also baufällig und somit abgängig sei. Dieser Wortwahl muss entschieden entgegen getreten werden!
    Die Bausubstanz ist auf Grund der damals gewählten, durablen und hochwertigen Materialien in Verbindung mit einer sorgfältigen Detaillierung auch nach 60 Jahren Betrieb noch als absolut gut zu bezeichnen. Wenn alle Schulen Niedersachsens diesen Standard hätten, wäre manch einem Schulleiter wohler.
    Die Fassade wurde vor wenigen Jahren saniert und ist energetisch auf dem neuesten Stand. Jetzt wäre noch das Dach zu machen. Bei der Gelegenheit könnte man es zu Gunsten von mehr Tageslicht auch gleich umbauen. Und das von Oesterlen vernachlässigte Sockelgeschoss gleich mit.
    Die Denkmalpflege hätte mit derartigen Umbauten, die den Gesamtentwurf respektieren, übrigens überhaupt keine Schwierigkeiten. Im Gegenteil, derartige Anpassungen, wenn sie nur sensibel genug vorgenommen werden, würden freudig aufgenommen. Ein Denkmal ist nicht einbalsamiert und tot, sondern soll durchaus "leben"!
    Dank auch noch einmal an die 150 Aufrechten, die es werktags schafften, eine kleine Demo zu veranstalten. Danke!

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