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Aus der Stadt 16 Verletzte nach Konsum von "Spice"
Hannover Aus der Stadt 16 Verletzte nach Konsum von "Spice"
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18:50 25.01.2016
Gläser gefüllt mit neuen psychoaktiven Substanzen, auch Legal Highs genannt. Quelle: dpa/Symbolfoto
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Hannover

Wie die Polizei berichtet, haben die Betroffenen die Kräutermischungen in den Stadtteilen Linden-Mitte, -Nord und -Süd sowie in der Calenberger Neustadt, im Bereich des Faust-Geländes und des Unabhängigen Jugendzentrums gekauft und konsumiert. 

Bei allen 16 Betroffenen verschlechterte sich der Zustand so sehr, dass sie in ärztliche Behandlung mussten. Eine 23-jährige Frau zog sich sogar eine lebensbedrohliche Vergiftung zu.

Die Polizei hatte daraufhin Ermittlungen gegen zwei 27 und 29 Jahre alte Tatverdächtige aufgenommen, die am Montagnachmittag im Stadtgebiet festgenommen werden konnten. Sie müssen sich nun wegen Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie der gefährlichen Körperverletzung verantworten und sollen am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

r.

Gefahr aus der Kräutertüte

Sogenannte Legal Highs werden als Kräutermischungen, Badesalze oder Lufterfrischer ausgewiesen und im Internet als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen angeboten. Viele Hersteller haben sich darauf spezialisiert, die in den Produkten enthaltenen Substanzen chemisch leicht zu verändern. Dann fallen sie nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz. Sie tragen harmlose exotische Namen wie "Bonzai Summer Boost" oder "Amazonas Vanilla" und werden meist über Online-Shops verkauft. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene.

Der Konsum kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall, Nierenversagen und lebensbedrohliche Vergiftungen sind möglich. Legal Highs enthalten meist Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Substanzen, die jedoch auf den Verpackungen nicht ausgewiesen sind. Für die Konsumenten ist der Gebrauch somit unberechenbar. In vielen Mischungen findet man zum Beispiel synthetische Cannabinoide, die an den gleichen Rezeptoren im Gehirn andocken wie der Haschisch-Wirkstoff THC.

In Deutschland ist der private Besitz von Legal Highs, solange diese nicht im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gelistet sind, bislang nicht strafbar. Sie fallen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Juli 2014) auch nicht unter den Arzneimittelbegriff.

dpa

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