In den hannoverschen Stadtteilen Wiesenau und Vahrenheide müssen nur vereinzelte Straßen geräumt werden.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst vermutet, dass in dem Bereich drei Blindgänger unter der Erde liegen. Wahrscheinlich handelt es sich um britische Zehn- oder Fünf-Zentner-Bomben. Zunächst waren die Experten von einem weiteren Blindgänger ausgegangen. Am vierten Verdachtspunkt fanden die Kampfmittelräumer jedoch lediglich großkalibrige Munition.
Die zahlreichen Bombenräumungen im Norden Hannovers haben im September den Rat der Stadt beschäftigt. Aus Sicht der CDU sorgen vor allem die kurzfristig anberaumten Räumungen nach Zufallsfunden zunehmend für Unmut bei den Bürgern, die ihre Häuser dann innerhalb weniger Stunden verlassen müssen. Mit einer Ratsanfrage wollte die CDU-Fraktion wissen, wie eng die Stadt mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst kooperiert, um die Suche nach den Blindgängern systematisch anzugehen. „Wir werden nun prüfen, ob da etwas verbessert werden kann“, sagte der Fraktionsvorsitzende Rainer Lensing am Dienstag.
Davon abgesehen, dass einer zügigen und systematischen Blindgängersuche technische Grenzen gesetzt sind, käme auf die Stadt eine Kostenlawine zu, falls gleich Dutzende Blindgänger in kurzen Zeitabständen unschädlich gemacht würden. Allein die bevorstehende Entschärfung am Sonntag kostet die Stadt Langenhagen rund 300.000 Euro. Damit die Kampfmittelräumer die Bomben überhaupt freilegen können, muss der Grundwasserspiegel zunächst mit viel Aufwand gesenkt werden.
Bevor ein Sprengmeister die drei Fliegerbomben am Sonntagnachmittag entschärft, muss das Gebiet zwischen Konrad-Adenauer-Straße im Norden, Spreeweg im Osten, Heinrich-Heine-Straße im Süden und Kapellenstraße im Westen geräumt werden. Die betroffenen Bürger sind aufgefordert, ihre Wohnungen bis 9 Uhr zu verlassen. Sie werden voraussichtlich erst am späten Nachmittag in ihre Häuser zurückkehren können. Die Stadt richtet eine Sammelstelle im Schulzentrum in der Konrad-Adenauer-Straße ein.
Die Entschärfungsaktion hat auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Busse, Stadt- und S-Bahnen fahren in dem Bereich am Sonntag nur eingeschränkt. Die Autobahn 2 wird zwischen der Anschlussstelle Bothfeld und dem Dreieck Hannover-West zeitweise gesperrt. Weitere Informationen zur Bombenräumung am Sonntag gibt es im Internet unter www.langenhagen.de oder unter der gebührenfreien Telefonnummer (08 00) 7 30 70 00.
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Kommentare
sadegh Mündiger Bürger – 07.10.09
uns stellt allen "sadegh" die Kosten im Falle eines Unglücks in RechnungBürger, wehrt euch! sadegh – 07.10.09
Stellt der Stadt die Kosten, die euch für die meist unnötigen Zwangsrämungen entstehen, in Rechnung!