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Aus der Stadt 16.114 Autos mehr als vor fünf Jahren in Hannover
Hannover Aus der Stadt 16.114 Autos mehr als vor fünf Jahren in Hannover
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00:15 18.04.2017
Von Bernd Haase
Blech an Blech: Die steigende Fahrzeugmenge verstopft zu Stoßzeiten die Straßen wie hier auf dem Cityring. Quelle: Kutter
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Hannover

Die Zahl der zugelassenen Autos in Hannover ist innerhalb von fünf Jahren um 16.114 gestiegen - trotz aller Debatten um Luftbelastung und Klagen über verstopfte Straßen und Parkplatzmangel. Der Zuwachs geht fast ausschließlich auf das Konto von Dieselfahrzeugen, der Hauptverursacher der zu hohen gesundheitsschädlichen Stickoxidbelastung in der Stadt.

Nur knapp 1.300 Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridmotoren

Mit Stichtag 1. Januar 2017 waren in Hannover nach Angaben der städtischen Statistikstelle 246.329 Kraftfahrzeuge zugelassen. Das sind exakt 7 Prozent mehr als 2012, als 230.215 registriert wurden. Bei den Pkw, aktuell sind es gut 214.000, stellen solche mit Dieselantrieb mittlerweile ein knappes Drittel. Unter den gut 16.000 Nutzfahrzeugen ist es die überwältigende Mehrheit. Nur knapp 1.300 Fahrzeuge sind in Hannover mit umweltfreundlichen Elektro- oder Hybridmotoren unterwegs. Außerdem stehen noch knapp 15.500 Motorräder in der Statistik.

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Dem Trend zum Diesel haben zumindest bis Anfang des Jahres weder die Diskussionen um die Luftverschmutzung noch der im Herbst 2015 bekannt gewordene Skandal um geschönte Abgaswerte bei Volkswagen etwas anhaben können. Die Zahl der Benziner in der Landeshauptstadt nahm im Fünf-Jahres-Verlauf zunächst sogar ab und ist erst zuletzt wieder leicht gestiegen.

Durchschnittlich weniger Autos in Bezirken mit Parkplatzmangel

Betrachtet man die Zulassungszahlen privat genutzter Fahrzeuge nach Stadtbezirken, lag Anfang 2016 - aktuellere Detailzahlen gibt es nicht - Kirchrode-Bemerode-Wülferode mit 425 Autos je tausend Einwohner vorne. Es folgen Misburg-Anderten und Bothfeld-Vahrenheide. Unter dem städtischen Durchschnittswert von 338 liegen unter anderem Südstadt-Bult, Vahrenwald-List, die Nordstadt und vor allem Linden-Limmer - sämtliche Bezirke also, in denen entweder chronischer Parkplatzmangel herrscht oder viele junge Menschen leben.

Der Zuwachs an Autos ist entstanden, obwohl gleichzeitig Busse und Bahnen einen Fahrgastzahlenrekord nach dem anderen verbuchen und die Stadt auch von einem steigenden Radverkehrsanteil am gesamten Verkehrsaufkommen spricht. Im Rathaus gibt es für das Phänomen zwei Erklärungen: Erstens steigt die Einwohnerzahl, zweitens sind zwar mehr Autos in der Stadt, werden aber von ihren Besitzern seltener bewegt als früher.

Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette will im Mai den sogenannten Luftreinhalteplan für die Stadt vorlegen. Den fordert die Europäische Union wegen der deutlich zu hohen Belastung mit Stickoxid. Nach Informationen der HAZ will die Verwaltung auf Fahrverbote für Dieselfahrzeuge und Straßensperrungen im Innenstadtbereich zunächst verzichten. Stattdessen setzt sie dem Vernehmen nach auf ein Paket aus besserem Verkehrsfluss, Werbekampagnen für Rad- und öffentlichen Nahverkehr sowie mehr Elektromobilität.

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