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Aus der Stadt 17-Jähriger sticht in Hannover zwei Jüngere nieder
Hannover Aus der Stadt 17-Jähriger sticht in Hannover zwei Jüngere nieder
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20:33 03.06.2011
Von Sonja Fröhlich
Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)
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Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren die Jugendlichen in dem Bus der Linie 124 in Streit geraten. Als der 17-Jährige an der Haltestelle aussteigen wollte, folgte ihm der 15-Jährige zur Tür. Noch im Bus kam es zu Handgreiflichkeiten, die sich draußen fortsetzten. Dann soll der 17-Jährige ein Taschenmesser gezogen und auf den Jüngeren eingestochen haben. Dieser erlitt mehrere Stichverletzungen im Oberkörper. Bei dem Versuch, seinem Freund zu helfen, wurde auch der 16-Jährige mit Stichen in den Oberkörper traktiert. Der Busfahrer hatte zwischenzeitlich einen Notruf abgesetzt. Die beiden Opfer wurden in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Ihr Zustand soll mittlerweile stabil sein. Der Messerstecher flüchtete nach der Tat zu Fuß, er konnte aber wenig später von der Polizei in der Wittinger Straße gestellt werden. Die Hintergründe für den Streit waren am Freitag noch unklar.

Bekannt ist nur, dass die drei Deutschen im gleichen Stadtteil wohnen und sich offenbar flüchtig kannten. Der Tatverdächtige schweigt zu den Vorwürfen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet. Ob er in Untersuchungshaft kommt, wird erst am Sonnabend entschieden. Der Jugendliche ist der Polizei bereits wegen anderer Gewaltdelikte bekannt – erst vor wenigen Monaten soll er wegen einer Beleidigung eine Körperverletzung begangen haben. Zu Hannovers Intensivtätern – also denjenigen Jugendlichen, die als besonders gewaltbereit gelten, – zähle er bislang aber nicht, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Die beiden Opfer und der Busfahrer konnten aufgrund ihrer Verletzungen noch nicht befragt werden. „Unser Fahrer steht unter Schock und wird im Krankenhaus behandelt“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Die Polizei hat eine Reihe von Zeugen registriert, die sich zur Tatzeit ebenfalls im Bus und an der Bushaltestelle aufhielten. Sie sollen in den kommenden Tagen vernommen werden. Ob Alkohol eine Rolle spielte, konnte die Polizei noch nicht sagen.

Am Abend des Himmelfahrtstages war es auch in Ledeburg zu einer Messerstecherei gekommen, bei der ein 25-Jähriger lebensbedrohliche Stichverletzungen davontrug. Wie die Polizei erst am Freitag mitteilte, war seine Gruppe gegen 17.30 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Ledeburg auf eine andere Gruppe junger Männer getroffen. Der 25-Jährige soll dann mit einem 22-Jährigen in Streit geraten sein. Die Zeugen sahen, wie die beiden dann gemeinsam zum Aufgang des Bahnhofes gingen. Wenig später kehrte der 25-Jährige schwer verletzt zu seiner Gruppe zurück. Seine Freunde sowie ein Autofahrer leisteten Erste Hilfe, bis der Notarzt eintraf. Nach einer Notoperation besteht keine Lebensgefahr mehr. Die Polizei nahm den Verdächtigen in der Nähe des Tatorts fest. Bei seiner Durchsuchung wurde ein Messer, vermutlich das Tatwerkzeug, gefunden. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Zunächst kam er auf freien Fuß.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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