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20 Biber sind im Stadtgebiet heimisch

Nagetiere in Hannover 20 Biber sind im Stadtgebiet heimisch

In Hannover wird der Wohnraum knapp - nicht nur für Menschen, sondern auch für Biber. Laut neuen Zahlen der Stadtverwaltung befinden sich im Stadtgebiet insgesamt sieben Biberreviere mit insgesamt 20 Tieren. Wo genau sich die Bauten der Tiere befinden, verrät die Stadt nicht. Sie will verhindern, dass Neugierige die Biber stören.

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So sehen sie aus: Rund 20 Biber leben derzeit in Hannover.

Quelle: dpa

Hannover. Im Frühjahr waren bei einer Zählung noch weniger Exemplare gesichtet worden. „Da die Uferstrukturen in der Leine­aue vor allem im Bereich der Landschaftsschutzgebiete ab Herrenhausen flussabwärts und ab Schnellem Graben am Maschsee flussabwärts sehr gut sind, ist davon auszugehen, dass mit der Zeit der gesamte Flusslauf im Stadtgebiet von Bibern besetzt ist“, teilt die Verwaltung mit.

In den Innenstadtbereich aber sind die Nagetiere noch nicht vorgedrungen. Zwar hatte ein Hobbyfotograf im Sommer ein in Höhe des Landtags aufgenommenes Foto ins Netz gestellt, das verschwommene Konturen eines im Wasser schwimmenden Tieres zeigte. Experten halten es aber für unwahrscheinlich, dass es ein Biber war. Unklar ist die Prognose für die Ihme. „Wegen der intensiven Erholungsnutzung und der damit verbundenen Beunruhigung der Uferbereiche kann nicht vorausgesagt werden, ob auch hier Biber siedeln werden“, heißt es seitens der Verwaltung. Jogger und Radfahrer sind bei den nachtaktiven, scheuen Tieren alles andere als beliebt.

Auch die Experten bekommen Biber eher selten zu Gesicht, obwohl Ehrenamtliche deren Treiben genau beobachten. Der Grund ist, dass die streng geschützten Tiere wie kaum eine andere Art ihren Lebensraum ihren eigenen Bedürfnissen anpassen, indem sie mit ihren Bauten ganze Flussläufe stauen. Sollten sie dies auch in Hannover tun, hätte die Stadt ein ernsthaftes Problem: Biberdämme dürfen nicht entfernt werden. „Derzeit gibt es keine Stautätigkeiten. Für die Leine selbst ist dies auch nicht zu erwarten“, erklären die Biberexperten vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). An der Ihme könnten die Aktivitäten der Freizeitsportler verhindern, dass sich die scheuen Tiere dort ansiedeln. „Wir sind guter Hoffnung, dass es im Stadtgebiet ein friedliches Miteinander mit dem Biber geben wird“, sagt ein Stadtsprecher.

Biber sind 2005 nach mehr als 200-jähriger Abwesenheit in die Region Hannover zurückgekehrt und haben sich nach und nach ausgebreitet.

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