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20.000 Euro für Ateliers in Hannover

Förderung der Stadt 20.000 Euro für Ateliers in Hannover

Hannover startet mit 20.000 Euro eine Atelierförderung. In Hannover gibt es viel mehr Künstler, als öffentlich sichtbar ist“, sagt Kulturdezernent Harald Härke. „Das wollen wir ändern - und auch die materielle Basis dafür schaffen, dass sich noch mehr Künstler in Hannover ansiedeln.“

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Für die Sichtbarkeit von Kunst und Künstlern: Anne Prenzler, Harald Härke.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Wenn der Kulturdezernent die Lage richtig einschätzt, dann liegt jetzt tatsächlich ein Instrument bereit, um Kunst in Hannover präsenter und die Stadt für Künstler attraktiver zu machen - nämlich die neue Atelierförderung, die heute im Kulturausschuss präsentiert wird.

Erstmals werden damit Künstlerateliers und Kunstprojekträume mit einem Fördervolumen von insgesamt 20 000 Euro unterstützt. „Diese Summe für 2016 ist nicht das letzte Wort, sondern nur ein Anfang“, betont Härke. „Wir wollen die Förderung verstetigen und auch im Doppelhaushalt für 2017 und 2018 einplanen.“ Dieses Vorhaben sei mit den Fraktionsspitzen von SPD und Grünen im Rat abgestimmt und werde von diesen begrüßt.

Die Stadt Hannover, die als einzige Landeshauptstadt keine Kunstakademie und damit nicht automatisch künstlerischen Nachwuchs hat, sollte nach Härkes Worten auch bei der Künstlerförderung „deutlich über die Region hinaus“ ausstrahlen. „Wir müssen versuchen, junge Künstler, die hier etwa als Stipendiaten der Villa Minimo leben, auch über dieses Stipendium hinaus in der Stadt zu halten“, sagt Anne Prenzler. Sie hat als für Kunst zuständige Expertin im Kulturbüro der Stadt die Förderdetails erarbeitet:

  • Einzelateliers erhalten bis zur Höchstsumme von 1000 Euro bis zu 50 Prozent der Miet- und Nebenkosten.
  • Ateliergemeinschaften erhalten die hälftige Kostenübernahme bis zu 2500 Euro bezuschusst.
  • Projekträume können im Förderfall mit einer hundertprozentigen Übernahme der Miet- und Nebenkosten rechnen.

Die Förderung richtet sich „vor allem an junge Künstler/innen“ sowie an Betreiber „innovativer“ Projekträume, die nicht nur für Kunstpräsentationen, sondern auch für neue und experimentelle Projekte und Aktionen bereitstehen. Aber auch etablierte Künstler und Projektraumbetreiber können im Rahmen einer Professionalisierung oder Neuausrichtung gefördert werden. „Dass viel Interesse an einer solchen Förderung besteht, haben wir in Gesprächen mit rund 80 jungen Leuten aus der Kunstszene bei einer Veranstaltung im Ihme-Zentrum erlebt“, sagt Härke. In Hannover gebe es zahlreiche förderungswürdige Aktivitäten, etwa die junge Galerie Konnektor, die Fotogalerie Bohai (die allerdings gerade ihren Ausstellungsraum verloren hat), oder auch ein Ateliergemeinschaftsprojekt namens „Art Working Space“.

„Stiftungen und Sponsoren unterstützen zwar Ausstellungsprojekte, kaum aber die Basisfinanzierung der Arbeits- und Ausstellungsräume“, sagt Härke. „Diese Förderlücke, die dazu führt, dass viele Künstler ihre Werke nicht zeigen können, wollen wir schließen.“

Künstlern helfen ist die eine, Kunst zeigen die andere Seite dieser Förderung. Die Bereitschaft zu öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten gehört daher zu den Auswahlkriterien für die Förderanträge, die bis Ende Juni ans Kulturbüro gerichtet werden müssen.

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