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Hannover ist im Hip-Hop-Rausch

Tanzwettbewerb in Swiss-Life-Hall Hannover ist im Hip-Hop-Rausch

In der Swiss-Life-Hall war am Wochenende wirklich alles in Bewegung: Beim Hip Hop Deutschland Cup der Tanzschulen Bothe gingen nicht weniger als 2000 Tänzer an den Start. Das Motto lautete „Tanzrausch statt Vollrausch“.

In der Swiss-Life-Hall waren 2000 Tänzer am Start.

Quelle: Insa Cathérine Hagemann

Hannover. Die Swiss Life Hall bebt, man kann das schon draußen auf dem Weg zum Eingang spüren. Drinnen wummert Musik, von Beyonce, Snoop Dogg und anderen Rappern. Zwischendurch immer wieder Jubel, Anfeuern, Beifall. Wenn Getragenes aus den Lautsprechern kommt, ist wieder einmal Siegerehrung. So klingt der Hip Hop Deutschland Cup, den die Tanzschulen Bothe nach Hannover geholt haben. „Wir gehen davon aus, dass hier die bundesweite Elite startet“, sagt Oliver Bothe.

Zwei Tage lang kämpfen 2000 Teilnehmer in zwei Dutzend Kategorien um Urkunden und Silberpokale, angefeuert von jeweils ebenso vielen Zuschauern. Aber was heißt kämpfen. Sportlicher Ehrgeiz ist dabei, doch vor allem auch der Spaß an der Gesamtszenerie. Da bejubelt man auch den Sieger, wenn man es selbst nicht ganz aufs Treppchen geschafft hat. Der jüngste Teilnehmer zählt fünf, die ältesten 30 Jahre. Die entsprechende Kategorie heißt übrigens Jungsenioren. Ältere sind auch in der Halle, aber auf den Zuschauertribünen.

2000 Streetdancer messen sich: In der Swiss-Life-Hall ist an diesem Wochenende wirklich alles in Bewegung.

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Allein die beiden Bothe-Tanzschulen haben zusammen 300 Teilnehmer nominiert. Einer davon ist der 15-jährige Benjamin Büttner, der in seiner Altersklasse mit der Formation „Young Nature“ antritt. „Ich bin in der Regel fünfmal in der Woche beim Training, vor dem Cup sogar jeden Tag“, sagt Büttner. Er mag die Musik und spürt einen großen Bewegungsdrang – gute Voraussetzungen für einen Hip Hopper. „Aber ich tanze auch Standard“, erzählt er.

Die Shows der Starter – egal ob als Solist, Duo oder Formation – sind nur wenige Minuten lang. Acht Kampfrichter bewerten, nicht wie beim Eiskunstlaufen oder Turnen mit Noten, sondern mit Kreuzchen in einzelnen Kategorien. Kostümierung, Sportlichkeit, tänzerische Qualität und Ideenreichtum in der Choreographie zählen dazu.

Am Ende schaffen Büttner und die „Young Nature“ Platz drei, die Sieger kommen aus Kassel. Dafür freuen sich Oliver und Susanne Bothe über einen Heimerfolg bei den Jüngsten, den „Lil’ People“. Bliebe noch das Motto der beiden Tanztage: Tanzrausch statt Vollrausch lautet es, denn es geht beim Hip Hop auch häufig um Präventionsprojekte gegen Alkoholkonsum. Tanzrausch hat auf jeden Fall als Bezeichnung für die Veranstaltung in der Halle am Stadion gepasst.     

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