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Aus der Stadt 23-Jähriger aus Hannover quält sein eigenes Baby
Hannover Aus der Stadt 23-Jähriger aus Hannover quält sein eigenes Baby
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20:35 12.08.2011
Von Sonja Fröhlich
Ein 23-Jähriger steht im Verdacht, seine vier Monate alte Tochter fast zu Tode misshandelt zu haben. Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)
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Hannover

Über Monate soll ein 23-jähriger Mann sein Baby schwer misshandelt haben. Die erst im Januar geborene Tochter wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden, die die Ermittler dem Vater des Kindes zuschreiben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben, der Ukrainer kam am Mittwoch in Untersuchungshaft.

In der Nacht des 10. Juni gegen 3.45 Uhr soll Pawel M., der mit dem Kind allein zu Hause war, selbst die Rettungskräfte alarmiert haben. Ihnen gegenüber behauptete der arbeitslose Ukrainer, dass seine Boxerhündin auf dem Kind herumgetrampelt war. Das Baby habe zwar neben ihm im elterlichen Bett gelegen, er habe den Angriff aber erst bemerkt, als der Hund zur Tür herausgelaufen sei. Als das Kind geschrien habe, habe er die Rettungskräfte alarmiert.

Die Ärzte im Kinderkrankenhaus Auf der Bult stellten bei dem sechs Monate altem Kind multiple Verletzungen am Oberkörper fest – unter anderem einen Leberriss, Prellungen an Thorax, Lunge und Leber. „Ohne rechtzeitige medizinische Versorgung wäre das Kind gestorben“, sagte Oberstaatsanwältin Irene Silinger. Die Ärzte bezweifelten, dass ein Hund das Kind verletzt hatte. Ein daraufhin herangezogener Rechtsmediziner bestätigte dies; was er sah, könne nicht von einem Hund stammen. Dem Gutachter zufolge war das Kind auch gewürgt und herumgeschleudert worden. Laut Silinger sind bei der Analyse der Röntgenbilder auch ältere Verletzungen entdeckt worden, die bis in den Januar zurückreichen könnten. Die Bilder zeigen Brüche an Armen und Beinen, an den Rippen und am Gesäß. „Die Verletzungen sind nicht auf einen Sturz, sondern auf massive Gewalteinwirkung zurückzuführen“, sagt Silinger.

Die Staatsanwaltschaft hat Pawel K. wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen in einem besonders schweren Fall sowie gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Zwar sei das Kind in Lebensgefahr gebracht worden, für eine Anklage wegen versuchter Tötung oder versuchten Mordes sprachen aber die Tatumstände nicht. Der 23-Jährige hatte nach der mutmaßlichen Folter selbst die Rettungskräfte informiert – und habe damit den Tod des Kindes nicht gewollt oder billigend in Kauf genommen, so Silinger.

Der Verdächtige ist der Polizei kein Unbekannter. Er ist bereits wegen anderer Gewalttaten verurteilt geworden. Allerdings blieb es bisher bei Jugendstrafen. Das Kind soll mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen und bei einer Pflegefamilie untergebracht worden sein. Ob die Kindesmutter von den Misshandlungen wusste, wird noch ermittelt.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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