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250 Demonstranten wollen Zusammenhalt in Europa

"Pulse of Europe" am Ernst-August-Platz 250 Demonstranten wollen Zusammenhalt in Europa

Am Sonntag haben sich etwa 250 Menschen am Ernst-August-Platz versammelt, um für ein vereintes Europa und gegen politische Radikalisierung zu demonstrieren. Die Veranstaltung ist Teil der Bürgerinitiative "Pulse of Europe", die in zahlreichen europäischen Städten vertreten ist.

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Am Sonntag haben sich rund 250 Demonstranten am Ernst-August-Platz versammelt.

Quelle: Kutter

Hannover. Die kleine Mikofonanlage am Ernst-August-Platz will nicht so funktionieren, wie Phillipp Richter und seine Mitstreiter es gerne hätten. Immer wieder fallen die Lautsprecher aus, die Redner der „Pulse of Europe“-Bewegung sind auf ihr Stimmvolumen angewiesen. Sie demonstrieren für ein geeintes Europa, gegen Nationalismus und Populismus – das ist ihnen den stimmlichen Kraftakt wert. „Europa erlebt gerade seine dunkelsten Stunden“, ruft Richter ohne Mikrofon den rund 250 Mitstreitern am Sonntagmittag entgegen.

Sie sorgen sich vor allem wegen der anstehenden Wahlen: Am Mittwoch bestimmen  die Niederländer ein neues Parlament, am 23. April wird in Frankreich ein neuer Präsident gewählt. In beiden Ländern drohen die europakritischen Rechtspopulisten um Geert Wilders (Niederlande) und Marine Le Pen (Frankreich) an der Regierungsbildung beteiligt zu werden. Die Bewegung „Pulse of Europe“ will dem öffentlichen Dagegen ein Dafür entgegenhalten: In zahlreichen Städten gehen seit Wochen Menschen für ein geeintes Europa auf die Straße.

Am Sonntag haben sich etwa 250 Menschen am Ernst-August-Platz versammelt, um für ein vereintes Europa und gegen politische Radikalisierung zu demonstrieren. Die Veranstaltung ist Teil der Bürgerinitiative "Pulse of Europe", die in zahlreichen europäischen Städten vertreten ist.

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In Hannover demonstrieren Phillip Richter und weitere Anhänger der Bewegung nun bereits zum dritten Mal. Dabei wächst die Zahl der Mitstreiter: Von 80 auf 150 Teilnehmer stieg die Zahl der Demonstranten an den vergangenen beiden Sonntagen, nun sind es schon drei Mal so viele wie zu Beginn. Einige tragen, angelehnt an die niederländische Folklore, orangefarbene Plastiknasen oder Blumensträuße. Andere halten es pragmatisch und haben Europafahnen mitgebracht.  „Wir wollen unentschlossene Wähler ermutigen, pro Europa zu stimmen“, sagt Richter. Bis zur Wahl in Frankreich sollen die Kundgebungen jeden Sonntag stattfinden.

Zum Ende der Aktion bilden die Anwesenden einen Schriftzug: „We love NL“ – „Wir lieben die Niederlande“. Ob die Geste im Nachbarland ankommt, ist unklar. Dass die Kundgebung ein Erfolg war, ist offensichtlich: An diesem Nachmittag sind die Anwesenden ein bisschen weiter zusammengerückt. Und sei es wegen eines eigenwilligen Mikrofons.

Von Manuel Behrens

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