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Bombe in der List erfolgreich entschärft

Blindgänger Bombe in der List erfolgreich entschärft

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe auf einer Baustelle in der List mussten am Donnerstagabend 10.000 ihre Wohnungen verlassen. Erst danach konnten die Experten mit der Entschärfung des 250 Kilogramm schweren Blindgängers beginnen – und um kurz vor Mitternacht Entwarnung geben.

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Bei Bauarbeiten am Nordring wurde eine Fliegerbombe entdeckt. Um kurz vor Mitternacht hatte Sprengmeister Marcus Rausch die Bombe erfolgreich entschärft.

Quelle: Uwe Dillenberg

Mit dieser Nachricht der erfolgreichen Entschärfung des Blindgängers schließen wir an dieser Stelle unseren Liveticker und wünschen allen Betroffenen eine gute Heimkehr und eine ruhige Nacht! Schon morgen lesen Sie an dieser Stelle weitere Informationen zu den Ereignissen der Nacht und sehen alle Bilder der Evakuierung, der Entschärfung – und der Bombe, die so viele Menschen aus der List und Vahrenwald so lange auf den Beinen gehalten hat.

+++ 23.35 Uhr: Die Bombe ist entschärft! Die Bewohner dürfen in ihre Wohnungen zurück.

+++ 23.30 Uhr: Noch immer warten Tausende Anwohner auf die erlösende Nachricht. Wie von vorherigen Bombenfunden bekannt ist, kann es am Ende ganz schnell gehen: Sobald die Experten den oder die Zünder aus dem Sprengkörper gedreht haben, kann nichts mehr passieren. Und innerhalb von Sekunden dringt die Nachricht zu den Menschen durch, die auf die Rückkehr in ihre Wohnungen warten. 

+++ 23.09 Uhr: Ist das ein Indiz für ein gutes Voranschreiten der Entschärfung? Die meisten Rettungswagen, die zum Krankentransport eingesetzt werden, haben sich von der Einsatzzentrale an der IGS Vahrenheide wieder auf den Weg in Richtung Sammelunterkunft gemacht. Sie werden dann wieder gebraucht, wenn der Rücktransport der körperlich eingeschränkten Menschen in ihre Wohnnungen beginnt. Auch die Polizeifahrzeuge sind wieder unterwegs – sie sind für die Regelung des Verkehrs nach Freigabe des Evakuierungsbereichs zuständig.

+++ 22.54 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Die Sicherheit des Evakuierungsgebiets ist gegeben. Das vermeldet soeben die Einsatzleitung der Feuerwehr. Die Entschärfung der Bombe kann beginnen.

+++ 22.53 Uhr: Der Einsatzwagen der Kampfmittelbeseitiger hat sich mittlerweile von der Einsatzzentrale an der IGS Vahrenheide auf den Weg zur Fundstelle der Bombe gemacht.

+++ 22.48 Uhr: Während die Einsatzkräfte die letzten Kontrollen durchführen, hier noch einmal ein Blick in die Sammelunterkunft der Sporthalle der Leibnizschule. Dass sich die Betroffenen den Abend trotz aller Aufregung nicht vermiesen lassen, ist deutlich zu erkennen (Foto: Dillenberg).

+++ 22.43 Uhr: Sollten sich die Bomben-Experten in Kürze an die Arbeit an dem Blindgänger machen, steht ihnen eine schwierige Entscheidung bevor: Entschärfen oder nicht? Die Antwort richtet sich nach dem Zustand der Fliegerbombe. Manche dieser Bomben wurden beim Aufprall oder im Laufe der Jahrzehnte so stark beschädigt, dass eine Entschärfung für die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KPD) zu gefährlich wäre. Dann muss "kontrolliert gesprengt" werden, wie es im Fachjargon heißt. Die Vorbereitungen dafür würden erneut einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber noch stehen die Chancen gut, dass es in Kürze gute Nachrichten für die Anwohner zu vermelden gibt.

+++ 22.30 Uhr: Erste Vollzugsmeldung: Die Evakuierung ist offiziell beendet. Nun wird ein letzter Kontrollflug mit einem mit Wärmebildkamera ausgestatteten Hubschrauber durchgeführt, anschließend müssen noch die Einsatzkräfte selbst das Gebiet verlassen. Dann kann offiziell vermeldet werden, dass die "Sicherheit gegeben" ist – woraufhin die Kampfmittelbeseitiger ihre Arbeit an dem Blindgänger beginnen können.

+++ 22.16 Uhr: Um kurz nach 22 Uhr vermeldet die Feuerwehr eine erfolgreiche Räumung von 90 Prozent des Evakuierungsgebiets.

+++ 22.00 Uhr: Die Evakuierung scheint dem Ende entgegenzugehen: Die Feuerwehr vermeldet, dass bereits 80 Prozent des Gebiets erfolgreich geräumt worden sind – und bezieht sich dabei auf Zahlen von 21 Uhr. Allerdings: Erfahrungsgemäß zieht sich vor allem die Evakuierung der letzten verbleibenden Gebiete in die Länge. Denn dann müssen die Helfer mitunter von Haus zu Haus gehen, und Räumungsverweigerer in persönlicher Ansprache zum Verlassen ihrer Wohnung zu bewegen. 

+++ 21.59 Uhr: Noch einmal aktuelle Zahlen der Feuerwehr, die bei der Evakuierung das Kommando übernommen hat: In der Betreuungsstelle sind rund 600 Personen eingetroffen. Rund 780 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Polizei, Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst sind im Einsatz. Die Anzahl der Anrufe beim Bürgertelefon hat sich auf 2450 erhöht.

+++ 21.51 Uhr: Noch fahren die Stadtbahnen in dem betroffenen Gebiet – aber nur, um Menschen von dort wegzubringen. Aussteigen darf niemand mehr. Wenn die Feuerwehr den Kampfmittelbeseitigungs-Experten später grünes Licht gibt, stehen auch die Bahnen vorläufig still.

+++ 21.38 Uhr: Auf den Straßen in der List herrscht weitgehend Leere. Lediglich an der Stadtbahnhaltestelle Büttnerstraße wartet noch eine kleine Gruppe junger Leute auf eine Bahn, die sie einsammelt und aus dem Evakuierungsbereich bringt (Foto: Dillenberg).

+++ 21.30 Uhr: Die Evakuierung schreitet weiter voran: Nach Angaben der Feuerwehr läuft alles nach Plan. Auf eine Schätzung zum Beginn der Entschärfung will sie sich jedoch noch nicht festlegen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es gerade am Ende einer Evakuierung noch zu Verzögerungen kommen kann, wenn Einzelne ihre Wohnung nicht freiwillig verlassen wollen. Indes haben die Einsatzkräfte der Landeshauptstadt auch schon größere Evakuierungen bewältigt: So mussten etwa vor beinahe exakt einem Jahr (20. September 2013) ebenfalls im Bezirk Vahrenwald-List 14.500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Januar 2013 waren es bei einem Fund in Vahrenheide/Sahlkamp sogar 25.000 Menschen.

Bei Ausschachtungsarbeiten am Nordring in Hannover-List haben Bauarbeiter eine Fliegerbombe entdeckt. Es soll sich dabei um einen 250 Kilogramm schwere US-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. 10.000 Hannoveraner werden evakuiert.

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+++ 21.15 Uhr: Auf die Hilfe von Bekannten oder Familienmitgliedern sind manche ältere Betroffene angewiesen. Dazu gehört etwa Waltraut Hendel, die erst durch den Anruf ihrer Kinder von der Evakuierung erfahren hat. "Ich bin altbacken und habe keine Internet und kein Handy", sagt die ältere Dame.

+++ 21.00 Uhr: In der Sammelstelle haben sich inzwischen knapp 400 Menschen eingefunden. Die Stimmung ist überraschenderweise bei den meisten sehr gelassen: Viele haben sich auf dem Hof der Leibnizschule in Gruppen zusammengefunden und diskutieren angeregt über die Ereignisse des Abends. Neuankömmlinge tragen zuerst ihren Namen an der Registrierungsstelle der Malteser am Eingang der Schule in Listen ein – unter anderem dazu, dass neu eintreffenden Personen Auskunft über die Anwesenheit von Familienmitgliedern gegeben werden kann.  

+++ 20.56 Uhr: In der bereits erwähnten Autolackiererei indes müssen die Polizeibeamten unverrichteter Dinge wieder abrücken: Trotz mehrmaligen Klingelns und vergeblichen Spähens durch kleine Löcher in der Eingangstür (siehe Foto) hat niemand aufgemacht. Ob der Besitzer seine Hunde, die zu hören waren, dort alleine zurückgelassen hat, wird wohl unbeantwortet bleiben. "Außer Klingeln können wir in solchen Fällen nichts tun", berichtet Polizeihauptkommissar Bernward Schepers (Foto: Dillenberg).

   

+++ 20.52 Uhr: Im Einsatz sind mehr als 700 Helfer, darunter Polizisten, Feuerwehrleute, Johanniter und andere fließige, teilweise ehrenamtliche Kräfte. Der Aufwand trägt Früchte: Wie die Feuerwehr berichtet, wurden bereits 88 Krankentransporte durchgeführt.

+++ 20.49 Uhr: Mit Lautsprecherdurchsagen werden die verbliebenen Einwohner zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Zudem gibt es Infos, an wen man sich bei Problemen wenden kann. Offenbar hat man Sorge, dass sich so Mancher scheut, ein Shuttle zu ordern oder die Info-Hotline zu wählen: Die Einsatzkräfte betonen besonders, dass beide Angebote kostenlos in Anspruch genommen werden können (Video: Kießler).

+++ 20.41 Uhr: Gute Nachrichten für alle Betroffenen: Die Evakuierung schreitet offenbar voran. Die Feuerwehr geht davon aus, dass bereits die Hälfte des Gebiets geräumt wurde.

+++ 20.35 Uhr: Neue Informationen zum Fundort der Bombe: Auf dem Grundstück errichtet das hannoversche Bauunternehmen Gundlach derzeit etwa 60 Wohnungen in modernen Mehrfamilienhäusern. Das Gebiet ist wegen seiner Lage in der Nähe von Mittellandkanal und Yachthafen begehrt. In der benachbarten Werftstraße hat die Ärzteversorgung vor wenigen Jahren attraktive Wohnhäuser errichtet. Zudem befindet sich dort das „Bürocenter am Yachthafen“, in dem zahlreiche Betriebe mit Blick aufs Wasser wirtschaften (med; Foto: von Ditfurth).

+++ 20.26 Uhr: Die Evakuierung schreitet voran: Ein Mitarbeiter des Männerwohnheims an der Büttnerstraße berichtet, dass alle Bewohner der Einrichtung das Gelände verlassen hätten. Unterdessen hat eine Gruppe Polizeibeamter in unmittelbarer Nähe ein Problem ausgemacht: Während einer Kontrollrunde im Gewerbegebiet an der Büttnerstraße ist aus dem Gebäude einer Autolackiererei Hundegebell zu hören. Doch trotz mehrmaligen Klingelns öffnet niemand die Tür.

+++ 20.16 Uhr: Für die Beamten der Zentralen Polizeidirektion Hannover (ZPD) ist der Bombenfund Fluch und Segen zugleich: Einerseits müssen auch die Technik-Experten der Nachtschicht ihre Räume verlassen - andererseit haben es die an der Evakuierung beteiligten Einsatzkräfte nicht weit zu ihrem heutigen Arbeitsort – die Bombe wurde auf einem Baugrundstück direkt gegenüber der ZPD entdeckt.

+++ 20.01 Uhr: Die Einsatzzentrale der Rettungskräfte an der IGS Vahrenheide wird zum Publikumsmagneten: Zahlreiche Spaziergänger beobachten interessiert das Geschehen auf dem Platz. Dort stehen dutzende Feuerwehrfahrzeuge, und emsige Einsatzkräfte arbeiten im Scheinwerferlicht und zum Brummen der Generatoren an der Organisation der großen Evakuierung (Foto: Dillenberg)

 

+++ 19.56 Uhr: KORREKTUR : Entgegen erster Informationen wird die "Seniorenresidenz Vahrenwald" an der Vahrenwalder Straße 111 NICHT geräumt. Offenbar hat es in der Kommunikationskette eine Verwechslung der Adresse gegeben. Betroffen ist ein anderes Seniorenwohnheim, das die Adresse Vahrenwalder Straße 219 A trägt. Die 32 Bewohner dieser Einrichtung werden mit Hilfe der Johanniter in die Sammelunterkunft der Leibnizschule gebracht.

+++ 19.45 Uhr: So langsam dürften sich auch in der Zentralen Polizeidirektion die letzten verbliebenen Mitarbeiter auf den Weg machen: Dort müssen die Techniker ihre Plätze räumen, die für die Steuerung der IT-Systeme der Polizei in Niedersachsen zuständig sind. Bürger müssen sich jedoch keine Sorge machen, denn auch an diesem Abend arbeiten die Ordnungshüter nicht rein analog: Die Digital-Experten setzen ihre Arbeit in Räumen der Kollegen der Polizeidirektion Hannover an der Waterloostraße fort.

+++ 19.35 Uhr: Die Telefone glühen: Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Clemens Hoppe haben bereits 2000 Betroffene beim Bürgertelefon (erreichbar unter der Nummer  0800 /  7 31 31 31 ) angerufen, um sich über Details der Evakuierung zu informieren.

+++ 19.34 Uhr: Rund eine halbe Stunde nach Beginn der Evakuierung machen sich auch die Sanitäter an die Arbeit: Die zahlreichen an der IGS Vahrenheide stationierten Rettungswagen rollen vom Hof, um Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen abzuholen. Sollten noch Menschen Probleme haben, ihre Wohnung zu verlassen: Unter der Telefonnummer  19222 können gehbehinderte Personen einen Krankentransport anfordern (Foto: Dillenberg).

+++ 19.30 Uhr: Die Evakuierung bringt nicht nur für die Menschen, die dort leben, Einschränkungen mit sich: Seit kurz nach 19 Uhr dürfen Busse und Bahnen in dem Gebiet nicht mehr verlassen werden, nur das Zusteigen ist erlaubt. Wenn die Evakuierung beendet ist und die Experten mit der Entschärfung des 250-Kilo-Blindgängers beginnen, wird der Fahrbetrieb in dem gesamten Bereich komplett stillgelegt. Weitere Details dazu lesen Sie hier.

+++ 19.20 Uhr: In der IGS Vahrenheide haben die Johanniter vorgesorgt: Die Schulmensa wurde kurzerhand zur Kantine für die beteiligten Rettungskräfte umfunktioniert. Die ersten Polizisten stärken sich dort gerade für einen stressigen Abend.

+++ 19.15 Uhr: Um 20 Uhr soll es eine Lagebesprechung der Feuerwehr, Polizei und der weiteren beteiligten Stellen gegen. Nach HAZ-Informationen werden danach belastbare Zahlen genannt: Sind Seniorenheime oder andere Einrichtungen mit beeinträchtigten Menschen betroffen? Wieviele Liegendtransporte müssen die Johanniter und andere Sanitätsdienste bewältigen? Von solchen Fragen hängt auch ab, wielange die Evakuierung dauern wird – und wann die Betroffenen in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen.

+++ 19.09 Uhr: Die Einsatzkräfte haben an der IGS Vahrenheide ihre Zentrale aufgebaut. Von hier aus soll die gesamte Evakuierung koordiniert werden (Foto: Kießler).

+++ 19.06 Uhr: Zehn Tage nach der Bombenräumung in Seelze stehen erneut tausende Hannoveraner vor einem unruhigen Abend - und womöglich auch vor einer langen Nacht. Die Einsatzkräft indes gehen den Abend konzentriert aber gelassen an: Für die meisten ist es nicht die erste Evakuierung wegen einer Weltkriegsbombe.

+++ 19. 05 Uhr: Die Evakuierung hat begonnen: 10.000 Menschen in der List und in Vahrenwald müssen ihre Wohnungen verlassen. Bauarbeiter hatten am Donnerstagvormittag am Nordring eine 250-Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der in einer Baugrube am Nordring gefundene US-Blindgänger soll  noch heute entschärft werden.

Das Evakuierungsgebiet:

jki/mic

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