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IGS

250 Plätze fehlen im neuen Schuljahr in Hannover

Von Bärbel Hilbig

Fast 250 Kinder, die im August von der Grundschule auf eine Integrierte Gesamtschule wechseln wollten, werden bei der Platzvergabe leer ausgehen. Die Stadt weitet das Angebot zwar seit vergangenem Jahr stufenweise aus – doch mit der Zahl der Plätze steigt auch die Nachfrage weiter an.
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Schüler der IGS Roderbruch

© Martin Steiner

1350 Familien haben ihre Kinder in der fünften Klasse einer IGS angemeldet. Doch die sieben Gesamtschulen können stadtweit gemeinsam maximal 1100 Fünftklässler unterrichten. Darin sind bis zu 150 neue Plätze an der IGS Stöcken bereits enthalten, in der ab August Unterricht erteilt wird. Im vergangenen Jahr hatten sich rund 300 Familien vergeblich um einen Platz an einer IGS bemüht.

Die Stadt hatte 2008 drei zusätzliche Klassen pro Jahrgang an der IGS Kronsberg eingerichtet. Nach der IGS Stöcken in diesem Jahr soll im August 2010 zusätzlich die IGS Badenstedt mit weiteren 150 Plätzen pro Jahrgang mit ihrer Arbeit beginnen. Bleiben die Anmeldezahlen stabil, würde auch das noch nicht reichen.

„Der Anteil der Kinder mit Gym-
nasialempfehlung, die bei uns angemeldet werden, steigt weiter“, sagt Bernd Steinkamp, Leiter der IGS Roderbruch. Die Pläne der Landesregierung zur Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren an der IGS haben die Eltern offenbar nicht abgeschreckt. Steinkamp interpretiert die neuen Ankündigungen der Regierung als „Etappensieg“ der Gesamtschulen.

Die IGS Roderbruch konnte sogar einen Anmelderekord verzeichnen. 330 Anfragen standen 180 Plätzen im fünften Jahrgang gegenüber. „Das hatten wir noch nie“, sagt Steinkamp. Der Schulleiter führt die hohe Nachfrage auf das gute Zeugnis zurück, das die Schulinspektion der IGS Roderbruch ausgestellt hatte. Unter den neuen Fünftklässlern, die nicht aus der eigenen Grundschule kommen, haben 30 Prozent eine Empfehlung fürs Gymnasium.

Die IGS List kann diesen Anteil von Gymnasialkindern sogar noch toppen. Die Schule nimmt zum August je 45 Prozent Kinder mit Gymnasial- oder Realschulempfehlung auf. Zehn Prozent der Fünftklässler starten an der IGS List mit einer Hauptschulempfehlung. „Die Verteilung hört sich ungewöhnlich an. Aber das liegt an unserem Einzugsgebiet“, sagt Schulleiter Oswald Nachtwey. Der Schulbezirk der IGS List ist auf die Kinder aus den Grundschulen Mengendamm und Comeniusschule beschränkt. Und dort haben dieses Jahr 64 Prozent der Viertklässler eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen.

Bei der IGS List gingen dieses Jahr 176 Anmeldungen ein, die Schule hat aber nur Platz für 120 Fünftklässler. 105 der neuen Schüler kommen aus dem kleinen Schulbezirk oder haben bereits Geschwister an der Schule. Die IGS Mühlenberg bekam rund 280 Anmeldungen für 240 Plätze. Bei der IGS Linden bewarben sich gut 210 Kinder, die Schule bietet maximal 170 Plätze für Fünftklässler.

Eltern, deren Kinder an diesen Schulen leer ausgegangen sind, melden sie jetzt zum Teil an den drei Gesamtschulen an, die im ersten Durchgang nicht alle Plätze belegt haben. An der neuen IGS Stöcken zum Beispiel gab es im ersten Anlauf noch nicht genügend Anmeldungen für alle 150 Plätze. „Das wird sich noch zurechtruckeln. Wir gehen davon aus, dass wir mit fünf Klassen im fünften Jahrgang starten“, sagt Schulleiter Werner Schlüter. Mit der Landesschulbehörde ist vereinbart, dafür ausreichend Lehrer einzuplanen. Auch an der IGS Kronsberg und der IGS Vahrenheide sind noch Plätze frei.

An der IGS Langenhagen meldeten sich 327 Kinder auf 180 Plätze an. So hoch waren die Anmeldezahlen seit 1980 nicht mehr. Und das, obwohl dieses Mal kaum Anmeldungen aus der Wedemark kamen, wo die IGS Wedemark neu startet.

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  • @Michael Bernd O. – 10.06.09
    Entschuldigung, da ist durch einen Tippfehler ein Missverständnis entstanden; es sollte anstatt "wenn" natürlich "wen" heissen. Will sagen, ich werde wählen gehen, aber nicht für die, die das politisch zu verantworten haben.
  • @ Bernd Klocke Michael – 10.06.09
    Und was bringt es dann nicht wählen zu gehen und die Entscheidung anderen, ggf. andersdenkenden zu überlassen?
    -
    Um hier etwas zu ändern hilft nur der Druck von der Straße und von den Verbänden, in Verbindung mit den kommenden Wahlen. Aber nicht eine Wahlverweigerung.
  • Alles Lüge und Unfähigkeit... Bernd Klocke – 10.06.09
    Weder Kommune Hannover noch Land Niedersachsen sind in der Lage, dem Elternwillen Rechnung zu tragen. Ich weiss, wenn ich bei der nächsten Landtags-/bzw. Kommunalwahl nicht wählen werde.
  • IGS Schlirra – 10.06.09
    Allerdings reicht hier nicht nur ein gutes Zeugnis, sondern eine gute Sozialkompetenz. Bei Klassenstärken zw. 25 und 30 Schülern sollte das Kind wirklich stressresistent sein. Positiv ist das keine Hausaufgaben gemacht werden müssen im Anschluss danach und das ganzheitliche Unterrichtsangebot. (wenig bis kein Ausfall)
    Habe 2 Kinder in der IGS Kronsberg und bin mit der Leitung sehr zufrieden!
  • igs in niedersachsen elfie – 10.06.09
    die eltern, die ihre kinder auf eine igs schicken möchten, sollten noch deutlicher ihren willen zum ausdruck bringen, denn die landes cdu wehrt sich gegen die igs als schulform.
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