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250 demonstrieren gegen Pause bei der Inklusion

Protest am Kröpcke 250 demonstrieren gegen Pause bei der Inklusion

Eine Atempause bei der Inklusion verspricht die CDU im Landtagswahlkampf. Dagegen protestierte am Mittwoch auf dem Kröpcke ein Bündnis von Sozialverband Deutschland (SoVD) und dem Forum Artikel 30: Die gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern dürfe nicht ausgesetzt und schon gar nicht zurückgedreht werden, forderten die Redner.

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Wahlkampf für die SPD? Vertreter SoVD und Forum Artikel 30 demonstrieren gegen eine Pause bei der Inklusion.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. „Wir sind strikt dagegen, dass die Umsetzung dieses Menschenrechts verlangsamt oder gar infrage gestellt wird“, sagte der stellvertretende SoVD-Landeschef Bernhard Sackarendt vor rund 250 Teilnehmern der Demo. Forumsgründer Karl Finke forderte zudem eine Reform des Wahlrechts: „80 000 in Deutschland dürfen nicht wählen, weil sie eine Behinderung haben. Das müssen wir ändern.“

Die CDU reagierte verschnupft auf die Demo: Die Verbände würden hier Wahlkampf für die SPD machen und dabei auch nicht vor Falschaussagen zurückschrecken, ärgerte sich CDU-Sozialexperte Max Matthiesen. „Ich weiß nicht, wie oft wir es noch sagen müssen, damit es auch der letzte Verbandsfunktionär versteht. Die CDU steht unmissverständlich zur Durchsetzung der Inklusion in allen Bereichen der Gesellschaft.“ Allerdings dürfe man nicht die Augen davor verschließen, dass die Inklusion an niedersächsischen Schulen unter Rot-Grün chaotisch verlaufen sei.

250 Menschen sind am Mittwoch auf die Straße zu gehen, um gegen ein Versprechen der CDU im Landtagswahlkampf zu demonstrieren. Sie fordern, dass die gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern nicht ausgesetzt und schon gar nicht zurückgedreht werden dürfe.

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„Die Inklusion ist nicht optimal gestartet“, hatte auch Sackarendt bei einer vorangegangenen Pressekonferenz eingeräumt. Es sei aber falsch, eine Pause zu machen. Statt dessen sollten die Ressourcen besser eingesetzt und die parallelen Förderschulsysteme aufgelöst werden. Die Inklusion sei ein Menschenrecht, dessen Umsetzung der Bundestag beschlossen habe.

Von Bärbel Hilbig und Heiko Randermann

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