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Aus der Stadt 3000 Besucher kommen zur Weinmesse ins HCC
Hannover Aus der Stadt 3000 Besucher kommen zur Weinmesse ins HCC
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00:15 20.01.2016
Von Andreas Schinkel
„Schmeckt oder schmeckt nicht“: Winzer Wolfgang Pfaffmann ist kein Freund blumiger Worte - wohl aber des aktuellen Jahrgangs. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Ist der Wein von samtweicher Eleganz oder fruchtiger Finesse - Wolfgang Pfaffmann zuckt die Achseln. Der Winzer ist kein Freund blumiger Worte. „Bei mir gibt es nur: Schmeckt oder schmeckt nicht“, sagt der Pfälzer grinsend. Und der Burgunder Jahrgang 2015, da ist er sich ganz sicher, der schmeckt. Ein Loblied auf diesen Jahrgang deutscher Weine singen alle Standbetreiber der Weinmesse im Hannover Congress Centrum (HCC). „Wer sich beklagt, dem müsste der Backenzahn gezogen werden“, sagt Steffen Enk, Winzer in der vierten Generation. 2015 habe fast alles gestimmt: Sonneneinstrahlung, Trockenheit, Temperatur. „Die Kunden bekommen ein wahres Geschenk“, sagt Enk. Von seinem Weingut an der Nahe gehe jede zweite Flasche nach Hannover. „Die Stadt ist unsere zweite Heimat“, sagt Enk, der auch beim Weinfest auf dem Opernplatz vertreten ist.

Rund 3000 Besucher hat die Wein-Hannover am Wochenende in die Glashalle des HCC gelockt, zumeist „Endverbraucher“, also private Weinliebhaber. Zum vierten Mal präsentierten überwiegend deutsche Winzer ihre Produkte. In den Jahren zuvor versammelten sich die Weinfreunde im Maritim Hotel am Friedrichswall. Da die Hotelkette das Gebäude gegenüber dem Rathaus aufgegeben hat, musste die Messe ins HCC ausweichen. „Hier haben wir Platz für noch mehr Aussteller“, sagt Veranstalter Vincenz Weber.

Winzerin Sybille Zink gefällt es in der Glashalle deutlich besser als im Maritim mit seinem altmodischen Interieur. Die Familie Zink baut seit Generationen Wein in Rheinhessen an. „Zuvor waren wir Hufschmiede, daher tragen unsere Etiketten die Symbole Hufeisen, Amboss und Hammer“, erklärt die Winzerin. Mit den Schmiedewerkzeugen kennzeichnet Zink verschiedene Preiskategorien. Die Hammer-Weine, das ist leicht zu merken, sind die teuersten (ab 9 Euro).

„Zink-Weine könnten zu unseren neuen Lieblingstropfen werden“, sagt Peter Hauck aus Wunstorf und lässt in seinem Glas den Dalsheimer Hubacker kreisen, ein Name wie ihn sich der Humorist Loriot nicht besser hätte ausdenken können. Tatsächlich sind die Weine aus dem Loriot-Sketch („Klöbener Krötenpfuhl“) inzwischen zu haben. Ein Weingut im Besitz des Deutschen Roten Kreuzes vertreibt diese für einen guten Zweck.

Mit solchen Namen kann Winzer Pfaffmann nicht aufwarten, dafür erklären sich seine Etiketten von selbst. Der „Grauburgunder vom Ton“ stammt aus Trauben, die auf tonhaltigem Boden wachsen. „Der ist etwas weicher im Geschmack“, sagt er. Für jederlei Burgunder kann sich Jürgen Rathmann aus Hannover erwärmen. Er begrüßt den Winzer seines Vertrauens, Steffen Enk, per Handschlag. „Wir geben immer eine Sammelbestellung auf für mehrere Freunde“, sagt er. Da kämen ein paar Hundert Flaschen zusammen.

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