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32 Unfälle wegen Blitzeis in Hannover

Glatte Straßen in der Nacht 32 Unfälle wegen Blitzeis in Hannover

Rund 32 Unfälle gab es in der Nacht von Freitag auf Sonnabend in Hannover und Region: Wegen gefährlicher Eisglätte hatte der Deutsche Wetterdienst am Freitag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Ein Verkehrschaos wegen Blitzeis ist aber ausgeblieben.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Hannover. Auf glatten Straßen hat es in Niedersachsen in der Nacht zum Sonnabend mehrere Verkehrsunfälle gegeben. Dabei sind zwei Menschen in Hannover und vier Menschen bei Ankum (Landkreis Osnabrück) leicht verletzt worden, sagten Polizeisprecher am Morgen. Ein Verkehrschaos wegen Blitzeis sei aber zunächst ausgeblieben. In Hannover sei es zu rund 32 Unfällen gekommen, davon 14 auf der Autobahn 2. In Bremen und in Braunschweig verursachte die Glätte jeweils rund 15 Unfälle, sagten die Polizeisprecher. Die Hauptstraßen in den Städten seien geräumt und gestreut, auf den Nebenstraßen sei es jedoch spiegelglatt.  

Trotz Entwarnung: Straßen sind noch immer glatt

Die Glatteiswarnung des Deutschen Wetterdienstes für die Region wurde am Sonnabendfrüh gegen 6.35 Uhr zwar aufgehoben, jedoch ist noch immer Vorsicht geboten, denn vor allem in der Region Hannover sind die Straßen noch gefährlich glatt, wie hier in Marienwerder:

Eisglatte Straße in Marienwerder am Sonnabendvormittag.

Eisglatte Straße in Marienwerder am Sonnabendvormittag.

Quelle: Stefan Bürgel

Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg kündigt an: Am Sonnabend werde es zunächst trocken sein, es könne aber auch zu Sprühregen kommen, der erneut für Glatteis sorge.

Das Entsorgungsunternehmen aha reagiert auf die Wetterwarnung: Alle Mitarbeiter waren im Einsatz, 60 große sowie 40 kleine Streu- und Räumfahrzeugen standen zur Verfügung. aha weist noch einmal darauf, dass Streuen von Salz nur auf Treppen und Rampen erlaubt ist. Sand und Split sind erlaubt, 1000 Streugutkisten stehen dafür im Stadtgebiet zur Verfügung.

Jahrestiefstwerte in Niedersachsen gemessen

In der Nacht zum Freitag war es noch knackig kalt: So wurde in Helmstedt mit minus 19,7 Grad die bisher tiefste Temperatur in Niedersachsen in diesem Jahr gemessen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag in Hamburg. In Neustadt am Kulm in der Oberpfalz -20,4 Grad. Tagsüber nähert sich nun vom Westen her ein atlantischer Tiefausläufer. Damit steigen die Temperaturen auf um die null Grad oder gar ins Plus. Der Boden aber ist weiter gefroren.

„Wenn Niederschlag kommt, regnet es, statt zu schneien. Und der Regen fällt dann auf den gefrorenen Boden - so entsteht Blitzeis“, erklärte Simon Trippler vom DWD. Die Gefahrengrenze verschiebt sich im Laufe der Nacht von Westen nach Osten.

Straßenglätte bei Eis und Schnee

Die Verbindung von Frost und Feuchtigkeit kann Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Winterwetter-Phänomene, die Gefahren bergen:

Glatteis wird durch Regen oder Sprühregen hervorgerufen, der auf gefrorenen Erdboden trifft und sofort vereist. 

Eisglätte entsteht, wenn Schmelzwasser und Pfützen gefrieren. Sie kommt oft überraschend, denn unmittelbar vorher muss kein Niederschlag gefallen sein. 

Blitzeis bildet sich, wenn Schneekristalle auf dem Weg zur Erde in wärmeren Luftschichten zu Regen werden und später auf Frostboden fallen. Dort bilden die Tropfen in Sekundenschnelle eine Eisschicht. 

Eisregen ist ein überwiegend aus Eiskörnern bestehender Niederschlag. Auch gefrierender Regen, der den Boden beim Auftreffen sofort mit einem Eispanzer überzieht, wird als Eisregen bezeichnet.  

Schnee macht Straßen rutschig, wenn er festgefahren auf dem Asphalt liegt. Auch geschmolzener Schnee kann Glätte verursachen, wenn er auf der Straße wieder anfriert. 

Reif setzt sich auf der Erde ab und gefriert, wenn bei trockenem Wetter die Temperatur der feuchten unteren Luftschichten unter null Grad sinkt. Durch Reifendruck gepresst, verflüssigt er sich kurz, um erneut zu gefrieren und für gefährliche Glätte zu sorgen.

dpa/sbü/mhu

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