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3500 neue Wohnungen für den Kronsberg

Starke Bedenken 3500 neue Wohnungen für den Kronsberg

Ist die Bebauung nicht vielleicht doch etwas zu massiv, zu dicht, zu groß? Insbesondere an den Rändern des Neubaugebiets Kronsberg-Süd? Am Dienstag wurden beim Abschluss des dreiteiligen Bürgerdiskurses zur geplanten Kronsberg-Erweiterung erstmals starke Bedenken laut – doch auch wenn sie Applaus ernteten, blieben es eher Fragestellungen als Kritikpunkte.

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Landschaftsparks im Wohnquartier: So ähnlich könnte der Stadtteil Kronsberg-Süd einmal aus der Vogelperspektive (Blick von Südosten) aussehen.

Quelle: Repro: Schaarschmidt

Hannover. 3500 neue Wohnungen soll Kronsberg-Süd beherbergen. Zunächst war in der Versammlung mehrfach von 10 000 Bewohnern die Rede, Stadtbaurat Uwe Bodemann korrigierte das später auf „eher 7000 bis 8000“. Genaue Zahlen gibt es noch nicht. Zum Vergleich: Bisher leben am Kronsberg in 2750 Wohnungen und 400 Stadthäusern mehr als 7000 Menschen.

Gemeinsam mit den Planungsbüros Astoc aus Köln (Städtebau), West 8 aus Rotterdam (Landschaftsplanung) sowie SHP aus Hannover (Verkehrsplanung) haben städtische Planer in Dialogrunden mit Bürgern und Fachleute ein neues Konzept für Kronsberg-Süd erarbeitet. Markantes Merkmal: Anders als beim eher geschlossenen Konzept der ersten Kronsberg-Bebauung soll sich beim neuen Bauabschnitt der Kronsberger Landschaftspark von Osten her gewissermaßen in die Bebauung hineinschieben. Drei Wohnquartiere und an der Endhaltestelle Expo-Ost ein Büro- und Geschäftsquartier sollen so entstehen. Bei Bauhöhen und -mischung aber verfolgen die Planer jetzt ein anderes Konzept. Die Reihenhäuser sind nicht mehr separiert, sondern in Wohnblöcken mit Mehrfamilienhäusern gemischt. „Da kann ja jeder aufs Grundstück gucken“, war eine Anmerkung im Bürgerdialog. Und bei den Bauhöhen sollen jetzt besonders die Ränder an der Stadtbahn (wegen Lärmschutz) und am Landschaftspark (wegen der schönen Aussicht) betont werden: Überall dort ist fünfgeschossig geplant.

„Sie planen offenbar eine erhebliche Verdichtung, was ich nicht für sonderlich gelungen halte“, sagte ein Besucher und erntete Applaus. Aber Applaus gab es auch für die Ausführungen von Baurat Bodemann und West-8-Planer Christoph Elsässer, dass man sich mit den neuen Bauformen daran orientiere, wie inzwischen überall in anspruchsvollen Neubaugebieten geplant werde.

„Es ist uns gemeinsam mit den Partnern und der Öffentlichkeit gelungen, einen zukunftsweisenden Entwurf auf den Weg zu bringen, der dem Bedarf mehr als gerecht wird“, zeigte sich Stadtbaurat Bodemann zufrieden. Heute wird das Konzept im Bauausschuss des Rates diskutiert (Rathaus, 15 Uhr), noch im Sommer sollen die Pläne öffentlich ausliegen. Geht es nach der Stadt, dann ist die Planung Anfang 2018 abgeschlossen, danach sollen zügig die Neubauten entstehen.

Auf vielfachen Wunsch während der Bürgergespräche ist jetzt die Verlängerung der Straße Kattenbrookstrift bis zur Lissabonner Allee vorgesehen, die Route bildet die Haupterschließungsachse im Wohngebiet. Die bestehende Fahrradstraße durch das bisherige Kronsberg-Wohngebiet wird nach Süden verlängert. Die drei- bis vierzügige Grundschule soll nicht am Rand des Gebiets, sondern möglichst zentral errichtet werden. Sechs Standorte für Kindertagesstätten sind vorgesehen, davon ein Familienzentrum. Und, besonders charmant: Der dritte Aussichtshügel, schon lange geplant aber nie realisiert, könnte jetzt endlich Wirklichkeit werden, ebenso wie eine Ausflugsgastronomie am Rande des Landschaftsparks.

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