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Aus der Stadt Stadtbahn wird aus Kanada nach Hannover transportiert
Hannover Aus der Stadt Stadtbahn wird aus Kanada nach Hannover transportiert
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00:16 18.09.2016
Von Bernd Haase
In vier Wochen soll der Stadtbahnwagen wieder in Hannover sein, wo er zuletzt vor 40 Jahren über den Kröpcke fuhr. Quelle: Üstra
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Hannover/Edmonton

Ein Straßenbahnwagen der Üstra unternimmt gerade eine Reise, die es in dieser Form nicht noch einmal geben wird. Sie führt per Lastwagentransport und Schiff von Edmonton im Westen Kanadas über Baltimore an der US-Amerikanischen Ostküste nach Bremerhaven und schließlich zurück in seine Heimatstadt Hannover, wo er zuletzt vor 40 Jahren war. „Alle haben gedacht, was wir vorhaben, ist unmöglich. Ein Traum wird war“, sagt Fritz Faupel, Vorsitzender des Fördervereins Straßenbahn Hannover.

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Ein Stadtbahnwagen der Üstra auf länger Reise.

Die Rückholaktion kostet die stolze Summe von 75 000 Euro. „Wir finden das toll, haben aber keinen Cent dazubezahlt“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Der Förderverein, der Hannovers Oldtimer-Stadtbahnen pflegt, hat das Geld gesammelt, durch Sonderfahrten eingespielt und bei Sponsoren locker gemacht. Drei Jahre hat es gedauert, bis es zusammen gekommen war. Der Aufwand wurde nicht für ein beliebiges Gefährt getroffen, sondern für eines, das eine entscheidende Rolle in der hannoverschen Nahverkehrsgeschichte spielte. Es war der Prototyp für die Stadtbahn, das damals bundesweit neuartige System aus Straßen- und Untergrundbahn, das 1975 in der Landeshauptstadt als Ersatz für die althergebrachte Straßenbahn eingeführt werden sollte. Vom TW 601, wie der Wagen offiziell heißt, sind nur zwei gebaut worden.

Die Prototypen waren rot-weiß lackiert, weil das die Wappenfarben Hannovers sind. Das Grün, das dann auch zur Unternehmensfarbe der Üstra wurde, hat erst der Designer des späteren TW 6000, Herbert Lindinger, ausgewählt. Die beiden Fahrzeuge rollten Anfang der Siebzigerjahre durch Hannover. Als sie 1975 außer Dienst gingen, wurde eines verschrottet, das andere nach Vancouver verkauft - wo es aber nie zum Einsatz kam. Die Kanadier reichten den TW 601 an den Museumsverein in Edmonton weiter.

2013 nahm der Förderverein mit den Kollegen in Kanada Kontakt auf. Jetzt konnte Faupel nach Edmonton fliegen und den Transportbeginn beobachten. Die Aktion erregte durchaus Aufsehen, drei Fernsehsender berichteten.

In vier Wochen soll der TW 601 in Deutschland ankommen, wo ihn die Straßenbahnfreunde für Sonderfahrten herrichten wollen. Faupel hat dafür zwei Aktenordner mit technischen Unterlagen im Gepäck. Wenn es soweit ist, schließt sich nach vier Jahrzehnten ein Kreis.

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