Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
40 Millionen Euro für zwei neue Hallenbäder

Misburger und Fössebad 40 Millionen Euro für zwei neue Hallenbäder

Das Misburger Bad und das Fössebad werden neu gebaut. Beide Schwimmhallen sind derart marode, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Rund 40 Millionen Euro lässt sich die Stadt beide Schwimmstätten kosten. Im Mai will die Stadt erste Pläne zu den Neubauten vorlegen.

Voriger Artikel
Immer weniger Paten und Taufen
Nächster Artikel
Diese Kochbücher sind die perfekten Ostergeschenke

Sanierungsfall: Die Bäder werden neu errichtet.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. In anderen Städten werden Bäder aus Kostengründen geschlossen, Hannover will zwei neue Bäder bauen. Das Misburger Bad und das Fössebad in Linden sollen abgerissen und neu errichtet werden. Beide Schwimmhallen sind derart marode, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Rund 40 Millionen Euro lässt sich die Stadt beide Schwimmstätten kosten. Doch das Vorhaben zieht sich hin, weil viele Steine aus dem Weg geräumt werden müssen.

Nach Informationen der HAZ will die Stadtverwaltung im Mai erste Pläne vorlegen. Nach dem politischen Beschluss müssen die Bauvorhaben europaweit ausgeschrieben werden, der Baustart kann also frühestens Anfang kommenden Jahres erfolgen. Aber die Geduld wird belohnt: Nach Informationen der HAZ steht jetzt fest, dass die Hannoveraner im neuen Fössebad ein zweites, öffentlich zugängliches 50-Meter-Schwimmbecken bekommen. Das dürfte auch nötig sein, zumal das Wettkampfbecken im Stadionbad wegen weiterer Sanierungsarbeiten für eineinhalb Jahre schließen muss.

Das Misburger Bad ist seit eineinhalb Jahren gesperrt, weil die Statik des Gebäudes beschädigt ist. Der private Betreiber, die Firma s.a.b., hatte vor neun Jahren bei der Sanierung der Halle tragende Balken durchbohrt. Inzwischen befindet sich das Bad wieder in städtischer Hand. Für Abriss und Neubau stehen aus dem Investitionsprogramm der Stadt 16,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Bauvorhaben könnte sofort begonnen werden.

Öffentlich-private Partnerschaft

Komplizierter ist die Lage beim Fössebad, doch hier bahnen sich Lösungen an. Die Stadt will das Bad in öffentlich-privater Partnerschaft errichten. Das bedeutet, dass ein privater Investor das Bad aus eigenen Mitteln baut und die Stadt für die Immobilie eine Kaufmiete zahlt. Aus rechtlichen Gründen muss die Stadt das Bad selbst führen. Daher wäre sie gezwungen, dem aktuellen Badbetreiber, der Fössebad Betriebsgesellschaft, hinter der der Verein Waspo und der Universitätssportclub stecken, zu kündigen. Das hat für Aufregung im Stadtteil und in der Politik gesorgt. „Ich gehe davon aus, dass die Stadt alle anderen Alternativen geprüft hat“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter.

Im Gespräch ist nun, dass die 36 Fössebad-Mitarbeiter zumindest teilweise von der städtischen Bäderverwaltung übernommen werden. Sie würden weiter in ihrem Bad arbeiten, aber unter der Flagge der Stadt und bezahlt nach dem Tarif im öffentlichen Dienst. „Die Mitarbeiter sollen keine Nachteile haben“, sagt Waspo-Chef Bernd Seidensticker. Er wolle zunächst die offiziellen Pläne der Stadt abwarten, letztlich sollten alle Beteiligten vom Neubau des Fössebads profitieren.

Kein Außenbecken im Fössebad?

Zweifelhaft ist, ob das Freibad auf dem Fössebad-Gelände erhalten bleibt. Offenbar gibt es Überlegungen in Verwaltung und Politik, auf ein Außenbecken zu verzichten. Stattdessen soll die Schwimmhalle so konstruiert werden, dass sie weiträumig geöffnet werden kann. „Ich finde es attraktiv, wenn es im Sommer einen unmittelbaren Zugang zum 50-Meter-Becken gibt“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert.

Klar ist inzwischen auch, dass sich der Musikclub Béi Chéz Heinz im Keller des Fössebads neue Räume suchen muss. Das Kulturdezernat hat allerdings angekündigt, bei der Suche nach einer Lösung behilflich zu sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Bombenverdacht am Seelhorster Kreuz

Bei der Fahrbahnsanierung am Seelhorster Kreuz sind zwei Verdachtspunkte für Weltkriegsbomben entdeckt worden.