Rund 50 Studenten haben am Donnerstag im Wissenschaftsministerium in Hannover demonstriert und dort zwei Stunden lang mit Minister Lutz Stratmann (CDU) diskutiert. An der spontanen Aktion beteiligten sich nach Angaben von Teilnehmern Studierende aus Hannover, Hildesheim und Kassel. Stratmann erklärte sich zum Gespräch bereit, nachdem die Studenten mit einem zuständigen Mitarbeiter über bessere Lernbedingungen und die Studiengebühren sprechen wollten. „Ich habe für bestimmte Kritikpunkte Verständnis“, sagte Stratmann anschließend.
Zugleich machte er die Position der Landesregierung zu den Studiengebühren deutlich. Durch die Beiträge sei es etwa gelungen, die Betreuungsquote an den Hochschulen zu verbessern. Stratmann räumte aber erneut ein, dass bei der Umstellung auf die Bachelor-Studiengänge nicht alles optimal gelaufen sei. In der kommenden Woche trifft sich erstmals die Arbeitsgruppe mit Hochschulrektoren und Ministeriumsvertretern, um über Verbesserungen beim Bologna-Prozess zu beraten.
Stratmann sicherte den Studenten zu, vor Weihnachten noch einmal ausführlich zu diskutieren. „Ich werde mich den Protesten auch weiterhin stellen.“
In Hannover und Oldenburg halten Studierende zudem weiter Hörsäle besetzt. Am Mittwoch hatten sich in Wilhelmshaven und Emden Hunderte Studenten an Protestzügen durch die Innenstädte beteiligt.
lni
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