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Aus der Stadt 50 neue Wohnungen am Maschsee
Hannover Aus der Stadt 50 neue Wohnungen am Maschsee
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07:09 15.08.2012
Von Bernd Haase
Platz für noblen Wohnraum in Toplage: Die alten Bürohäuser der Arbeitsagentur am Altenbekener Damm sollen bis Ende 2013 verschwinden. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Wir werden dort Wohnungen im gehobenen Preissegment bauen“, sagt Geschäftsführer Lorenz Hansen.

Auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück stehen derzeit noch drei siebengeschossige Bauten. Errichtet wurden sie in den sechziger Jahren vom damaligen Landesarbeitsamt für Niedersachsen und Bremen, das heute Regionaldirektion heißt. Mittlerweile sind die Betonklötze zu sehr in die Jahre gekommen. „Die Fassade genügt modernen Wärmeschutzanforderungen nicht, der Beton löst sich auf“, sagt Michael Köster, Sprecher der Regionaldirektion. Wegen des hohen Sanierungsbedarfs habe man sich entschlossen, Grundstück und Gebäude zu verkaufen. Der Preis soll bei 5,8 Millionen Euro liegen; Gundlach als Käufer machte dazu allerdings keine Angaben.

Laut Hansen hat das Wohnungsbauunternehmen zunächst sogar geprüft, ob die Gebäude erhalten werden können. „Es geht aber nicht, wir müssen dort tabula rasa machen“, sagt der Geschäftsführer. Anstelle der vorhandenen Gebäude plant das Unternehmen am Altenbekener Damm rund 50 Wohnungen, die es zum Teil in den eigenen Bestand übernehmen und vermieten, zum Teil aber auch verkaufen will. Wie die künftige Bebauung aussehen wird, steht noch nicht fest. „Für ein Grundstück in dieser Lage werden wir in Absprache mit der Stadt einen Architektenwettbewerb ausschreiben“, kündigt Hansen an. Die Architektur der neuen Bauten solle sich in die Umgebung einfügen. Die wird in diesem Teil der Südstadt durch drei- bis fünfgeschossige Wohnhäuser sowie durch mehrere Schulen geprägt. Auf der anderen Seite des Altenbekener Damms liegen Ludwig-Windhorst-Schule, Tellkampf-Schule und Franz-Mersi-Schule. Auch an die Bismarckschule grenzt das Grundstück.

Fest steht, dass wegen der exklusiven Lage des Baugrundstücks dort keine preisgünstigen Wohnungen entstehen können, an denen in Hannover derzeit Mangel herrscht. „Ohne staatliche Förderung können wir in diesem Segment ohnehin nicht kostendeckend bauen“, sagt Hansen.

Die Regionaldirektion mit ihren 180 Mitarbeitern will nach Aussage Kösters nicht neu bauen, sondern im Stadtgebiet Hannovers neue Büros anmieten. Die benötigte Fläche liege bei etwa 5400 Quadratmetern. Bevorzugt werde ein Standort mit guter Erreichbarkeit durch den öffentlichen Nahverkehr.

Mitte kommenden Jahres will die Regionaldirektion die Gebäude am Altenbekener Damm verlassen. Der Zeitplan von Gundlach sieht vor, unmittelbar danach mit dem Abriss und Anfang 2014 mit den Arbeiten für die neuen Wohnungen zu beginnen. Mitzureden bei der Angelegenheit hat auch der Rat der Stadt. Der muss für das Gelände in Maschseenähe noch Baurecht schaffen.

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