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Ledeburg

50.000 Euro Schaden: Staubteufel fegt Dach von Lagerhalle

Ein plötzlich auftretender heftiger Windstoß hat am Dienstag in Hannover-Ledeburg einen Schaden von 50.000 Euro angerichtet. Das sehr seltene Wetterphänomen, das von Meteorologen als Staubteufel bezeichnet wird, riss ein etwa 40 Quadratmeter großes Loch in das Wellasbestdach der Halle im Eilersweg.

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Zu Boden fallende Steine und Holzbalken trafen mehrere Autos und einige angrenzende Gebäude und richteten einen Schaden von rund 50 000 Euro an.

Zu Boden fallende Steine und Holzbalken trafen mehrere Autos und einige angrenzende Gebäude und richteten einen Schaden von rund 50 000 Euro an.

© Christian Elsner

Ein Staubteufel hat am Dienstag in Ledeburg das Dach einer Lagerhalle beschädigt. Zu Boden fallende Steine und Holzbalken trafen mehrere Autos und einige angrenzende Gebäude und richteten einen Schaden von rund 50 000 Euro an. Menschen wurden nicht verletzt. Der 33-jährige Ismet Akkurt wurde Zeuge des Vorfalls. Er hielt sich gerade auf dem Parkplatz vor der Halle auf, als das Dach durch den Wind plötzlich angehoben wurde und die Trümmer im nächsten Moment auf den Parkplatz krachten: „Es sah aus wie ein kleiner Wirbelsturm, wie ein Tornado.“

Innerhalb von Sekunden sei der Wirbelwind über das Dach gefegt und dann genau so schnell, wie er entstanden war, auch wieder verschwunden. „Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn zu dem Zeitpunkt mehr Leute auf dem Parkplatz gewesen wären“, sagt der junge Mann. Im Nachbargebäude bereitete die Familie des 33-Jährigen eine große Hochzeitsfeier für den Sonnabend vor.

Auch für den Meteorologen Karsten Brandt ist das, was sich gestern in Hannover ereignet hat, ein äußerst seltenes Phänomen. „So ein Staubteufel verläuft in 99 Prozent der Fälle harmlos“, sagt er. Ein solcher Wirbel entstehe, wenn durch direkte Sonneneinstrahlung der Boden sehr stark aufgeheizt werde und diese Wärme sich anschließend in den Luft- und Staubpartikel darüber bündele. „Sie steigen dann auf, beginnen sich zu drehen. Nur in ganz seltenen Fällen erreiche ein solcher Wirbel die Dynamik um meterhoch aufzusteigen und Schäden zu verursachen. Nach Brandts Berechnungen wütete der Staubteufel von Ledeburg insgesamt zwei Minuten. „Mit einem Tornado hatte das nichts zu tun, das gab die Wetterlage mit Hochdruckgebiet und Kumuluswolken gar nicht her“, erklärt er.

tm


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