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50.000 Schlesier in Hannover erwartet

Deutschlandtreffen 50.000 Schlesier in Hannover erwartet

Das Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien findet in diesem Jahr in Hannover statt. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 50.000 Teilnehmern am Sonnabend und Sonntag auf dem Messegelände.

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In Hirschberger Tracht: Klaus Paetz ist Kulturbotschafter in eigener Sache

Quelle: Insa Catherine Hagemann

Hannover. Noch ist Klaus Paetz der einzige Trachtenträger. Mit fein gewebter Weste und Kniebundhose steht der 71-Jährige aus Wiesbaden vor dem Tor der Marktkirche und verteilt Werbematerial für das Großereignis, bei dem er am Wochenende dabei sein wird. Das Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien geht in diesem Jahr in Hannover über die Bühne – die Organisatoren rechnen mit bis zu 50.000 Teilnehmern am Sonnabend und Sonntag auf dem Messegelände. Und dann werden auch die Trachtenträger nicht mehr zu übersehen sein: Im „Schlesischen Dorf“ in der Halle 2 zeigen sich die Traditionsbewussten in ihrer speziellen Garderobe.

Die rund 250 Gäste, die am Freitagabend zum ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in die Marktkirche gekommen waren, hatten sich – passend zum nasskalten Wetter – ganz alltagstauglich mit Mänteln und Schirmen ausstaffiert. Die Besucher, aus ganz Deutschland, Polen und Tschechien angereist, wurden von Superintendent Thomas Höflich in der „schlesischen Stadt Hannover“ begrüßt. Der Stellvertreter des Stadtsuperintendenten Hans-Martin Heinemann erklärte sogleich, was er damit meinte. Viele Menschen aus den früheren schlesischen Gebieten seien hier heimisch geworden, sagte Höflich. Sie hätten „Brücken der Versöhnung und des Verständnisses“ geschlagen. Von der „Sehnsucht nach Heimat“ sprach Landesbischof Ralf Meister in seiner zentralen Predigt – und er machte deutlich, dass dieser Begriff jenseits aller territorialen Grenzen vor allem tiefe emotionale Wurzeln hat. Die Landsmannschaft war am Altar durch den emeritierten Pfarrer Christian-Erdmann Schott aus Mainz vertreten, der Vorsitzender der Gemeinschaft evangelischer Schlesier ist. Er sagte, das zweitägige Treffen auf dem Messegelände solle die Angehörigen der Landsmannschaft „durch Gespräche und Begegnungen auf ihrem weiteren Weg stärken, unabhängig davon, wo wir leben“.

Am Sonnabend wird der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Rudi Pawelka, zu den Teilnehmern des Deutschlandtreffens unter dem Motto „Für Schlesiens Zukunft!“ sprechen. Auch Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil stehen auf der Liste der Redner in der Münchener Halle. Tags darauf bei der politischen Hauptkundgebung erwarten die Organisatoren Ministerpräsident David McAllister am Mikrofon, dieses Mal in der Halle 3.

Wenn möglich, werden Klaus Paetz und seine Mitstreiter in Trachten ihr „Schlesisches Dorf“ dann vorübergehend verlassen – um zu hören, was der Landesvater den Schlesiern zu sagen hat.

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