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500 Fußballfans randalieren im Hauptbahnhof Hannover

Ausschreitungen 500 Fußballfans randalieren im Hauptbahnhof Hannover

Zum wiederholten Mal in dieser Saison haben sogenannte Fans von Hannover 96 durch negative Schlagzeilen von sich reden gemacht: Am Sonnabend gegen 21 Uhr traf eine Gruppe von rund 500 Personen, die das Team der „Roten“ beim Auswärtsspiel in Hamburg begleitet hatten, in Uelzen mit Anhängern des Fußballclubs St. Pauli zusammen, die auf der Rückreise nach Norden waren.

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Die Polizei nahm die Randalierer am Hauptbahnhof Hannover in Empfang.

Quelle: Christian Elsner (Archivbild)

Die 96er sollen nach Polizeiangaben die Paulianer zunächst beschimpft und verbal provoziert haben. Anschließend versuchten hannoversche Fans immer wieder, die Gleise zu überqueren, um auf die Hamburger loszugehen. Die Polizei trennte die beiden Gruppen, die seit Jahren ein feindschaftliches Verhältnis zueinander pflegen. Dabei setzten die Beamten auch Schlagstöcke ein. Wegen der Auseinandersetzungen musste der Bahnhof Uelzen rund eine halbe Stunde gesperrt werden. 23 Züge waren davon betroffen.

Damit nicht genug. Nachdem die 500 Fans aus Hannover um kurz vor 22 Uhr ihre Fahrt mit einem ICE ab Uelzen fortgesetzt hatten, randalierten sie in dem Schnellzug. Bei der Ankunft im hannoverschen Hauptbahnhof zündeten sie Feuerwerkskörper und rissen Sitzkissen in den Waggons heraus, die sie anschließend auf den Bahnsteig warfen. Die Polizei nahm die Chaoten in Empfang und notierte die Personalien von einigen der Beteiligten. Gegen sie wird wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruchs und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Frank Watermann, der Fanbeauftragte von 96, wollte sich am Sonntag zu der Eskalation der Gewalt durch die Anhänger des Teams um Trainer Mirko Slomka nicht äußern. Die Polizei hat bereits reagiert und vier Rädelsführern der Ultras ein Aufenthaltsverbot bei Heimspielen rund um die AWD-Arena erteilt.

Es ist noch nicht lange her, dass Anhänger der Roten Krawalle angezettelt hatten. Vor einer Woche, nach dem Heimspiel gegen Mainz, versammelten sich 20 Mitglieder der hannoverschen Ultra-Szene in einer Kneipe in der Kramerstraße. Als die Hooligans aufgefordert wurden, das Lokal zu verlassen, weigerten sie sich. Es kam zur Prügelei mit der Polizei. Ende Februar hatten schwarz gekleidete und zum Teil vermummte 96-Fans in der Pause der Auswärtspartie beim FC St. Pauli ein bengalisches Feuer gezündet. Als Ordner in den Fanblock vordrangen, wurden sie mit Fäusten und Fahnenstangen attackiert. Nur knapp vier Wochen zuvor war es in der hannoverschen Altstadt zu einer Schlägerei zwischen 96ern und Fans des VfL Wolfsburg gekommen.

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