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500 Kinder feiern am Opernplatz

Projekt „Musikalische Grundschule“ 500 Kinder feiern am Opernplatz

Mit Musik geht alles besser: Das haben rund 500 Kinder auf dem Opernplatz bewiesen. Sie feierten den zehnten Geburtstag des Projekts Musikalische Grundschule – und ließen 400 Luftballons steigen. Beim Geburtstagsständchen bekamen die Nachwuchstalente prominente Unterstützung: Jazz-Star Till Brönner gab den Ton an.

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500 Kinder feierten auf dem Opernplatz.

Quelle: Kutter

Hannover. Das müssen die Profis erst mal nachmachen: Nur einen Tag vor dem großen Auftritt hat sich das Impro-Orchester der Fichteschule gegründet - dennoch meistern die Mädchen und Jungen der Klasse 3b ihr Debüt auf der Bühne souverän. Mitten auf dem Opernplatz, vor rund 500 Zuhörern. Die Klänge, die durch die City schallen, sind indes gewöhnungsbedürftig. Die Drittklässler aus Hainholz haben Gerätschaften, die eigentlich eher im Werkunterricht zum Einsatz kommen müssten, zu Instrumenten umfunktioniert. Da wird auf Tonscherben geklopft, mit Nägeln geraschelt oder durch Trichter geblasen. So kann es sich anhören, wenn man an einer „Musikalischen Grundschule“ unterrichtet wird.

Die Fichteschule ist eine von sechs hannoverschen Grundschulen, die sich dem Schulentwicklungsprogramm der Bertelsmann-Stiftung angeschlossen haben. Und sie ist eine von bundesweit 400 Schulen, mit denen die Stiftung gestern das zehnjährige Jubiläum des Projekts auf dem hannoverschen Opernplatz gefeiert hat - akustisch unterstützt von dem bekannten Jazz-Trompeter Till Brönner. Direkt vor Ort waren Schulen aus Hannover, Bad Münder und Niedernwöhren im Schaumburger Land. Zudem beteiligten sich über das Internet rund 200 aller musikbegeisterten Grundschulen am Aktionstag.

Bei dem Aktionstag zu 10 Jahren musikalische Grundschule feiern Kinder vor der Oper in Hannover mit dem Musikland Niedersachsen und Trompeter Till Brönner ein großes Fest.

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Die Hainhölzer Fichteschule wollte bei der Geburtstagsfeier unbedingt dabei sein. „Wir machen seit einem guten Jahr mit, das Programm kommt sehr gut bei den Schülern an“, sagt Schulleiterin Cornelia Heimbucher. „Musik ist auch ein perfektes Mittel, um Sprache zu erlernen“, erklärt die Pädagogin, an deren Schule 95 Prozent der Kinder aus Migrantenfamilien stammen. Ziel des Stiftungsprojekts ist es, Schülern frühzeitig einen besonderen Zugang zur Musik zu ermöglichen - und zwar gleich in mehreren Fächern. So werden zum Beispiel Gedichte gerappt, das Einmaleins wird im Rockrhythmus vorgetragen oder die Funktion einer Flöte erforscht.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Davon überzeugte sich auch die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, die auf dem Opernplatz mitfeierte. Das Programm „Musikalische Grundschule“ werde im kommenden Schuljahr weiter ausgebaut, sagte sie.

Nach den Nachwuchsmusikern durften aber auch noch mal die Profis auf die Bühne. Till Brönner gab mit seiner Trompete den Ton an für einen vielstimmigen Chor: Das Geburtstagslied „Musik den ganzen Tag“ sangen pünktlich um 10.10 Uhr nicht nur die Kinder auf dem Opernplatz, sondern auch alle anderen am Projekt beteiligten Schüler, die über einen Live-Stream im Internet mit den Hannoveranern verbunden waren. Und so erklangen online schließlich mehr als 40 000 Kinderstimmen.

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