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Aus der Stadt 52 Prozent der Fünftklässler gehen zum Gymnasium
Hannover Aus der Stadt 52 Prozent der Fünftklässler gehen zum Gymnasium
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08:01 27.06.2009
Von Bärbel Hilbig
In Hannover gehen im neuen Schuljahr 52 Prozent der Fünftklässler zum Gymnasium. Quelle: Kris Finn
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ie Eltern nehmen – zumindest in der Großstadt – mit ihrem Verhalten das vorweg, was andere Bundesländer bereits eingeführt haben: ein Zwei-Säulen-Modell mit Gymnasium und einer zweiten Schulform, die alle Abschlüsse bietet.

1900 Kinder und damit 52 Prozent des Jahrgangs beginnen am Gymnasium (Vorjahr 53 Prozent). Die Integrierten Gesamtschulen konnten 1100 neuen Fünftklässlern eine Zusage geben. Der Anteil der IGS-Schüler am fünften Jahrgang steigert sich von im Vorjahr 25 auf jetzt 29 Prozent. Möglich wurde das nur, weil mit der Neugründung der IGS Stöcken das Platzangebot ausgeweitet werden konnte. Das Interesse war jedoch noch größer: Rund 250 weitere Kinder hatten sich angemeldet und mussten sich aus Platzmangel auf eine Schule im dreigliedrigen System umorientieren.

Die Realschulen verzeichnen dagegen mit 538 Anmeldungen eine nachlassende Nachfrage. Ihr Anteil sinkt von 18 auf 15 Prozent. Die Hauptschule bleibt mit vier Prozent der Anmeldungen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. In absoluten Zahlen sinkt die Zahl der neuen Hauptschüler allerdings von 167 auf 150 Fünftklässler, da der aktuelle Jahrgang mit rund 3700 Kindern kleiner ist als im Vorjahr. Ob das weitere Schulschließungen nach sich zieht, wollte bei der Stadt gestern niemand beantworten. Bis zum Beginn des Schuljahres wird mit weiteren Anmeldungen gerechnet. Erst dann sollen die Zahlen neu bewertet werden.

Die Eltern nutzen auch dieses Jahr ihre Möglichkeit, die Schulform unabhängig vom Rat der Grundschullehrer selbst zu wählen. 20 Prozent der neuen Gymnasiasten haben eine Realschulempfehlung in der Tasche, 34 Prozent der angehenden Realschüler war der Besuch einer Hauptschule empfohlen worden.

„Die konstant niedrigen Anmeldezahlen an den Hauptschulen bestätigen, dass die Zusammenführung mit den Realschulen die richtige Entscheidung war“, sagte Schuldezernentin Marlis Drevermann. Nur so könne auch weiterhin ein wohnortnahes Hauptschulangebot aufrechterhalten werden.

Die Gymnasien haben im Durchschnitt 32 Kinder pro Klasse aufgenommen. Im fünften Jahrgang können sie mit Genehmigung der Landesschulbehörde auch Klassen mit 33 Schülern bilden. Dennoch mussten Bismarckschule, Goetheschule, Schillerschule, Tellkampfschule und Wilhelm-Raabe-Schule aus Platzmangel insgesamt 130 Kinder ablehnen. Diese Schüler bekamen alle Plätze an anderen Gymnasien, die meisten an den Schulen, die sie bei der Anmeldung an zweiter Stelle genannt hatten.

Oberstufe: Für die Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe haben sich 518 Schüler neu angemeldet. Entgegen Befürchtungen bekamen nach Angaben von Stadt und Landesschulbehörde alle einen Platz. Die Gymnasien nehmen zum August 256 Schüler neu in die zehnte Klasse auf. 36 dieser Schüler hatten sich zunächst an einer IGS angemeldet und mussten aufs Gymnasium ausweichen.

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