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Aus der Stadt 6. Januar: Größte Bombenräumung Hannovers geplant
Hannover Aus der Stadt 6. Januar: Größte Bombenräumung Hannovers geplant
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11:27 15.12.2012
Von Tobias Morchner
Am 6. Januar werden etwa 27.000 Menschen aus Vahrenheide, Bothfeld und Sahlkamp ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Quelle: dpa
Hannover

Im Norden Hannovers steht Anfang Januar die aufwendigste Bombenräumung der Stadtgeschichte an. 27000 Menschen aus den Stadtteilen Vahrenheide, Bothfeld und Sahlkamp müssen am 6. Januar, einem Sonntag, ihre Wohnungen um 9 Uhr verlassen. In dem dann evakuierten Gebiet liegen nach Auskunft der Feuerwehr möglicherweise mehrere gefährliche Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

„Bislang handelt es sich lediglich um mehrere Verdachtspunkte. Am 6. Januar soll dann von Spezialisten überprüft werden, ob sich der Verdacht bestätigt oder nicht“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. Nach Informationen der HAZ handelt es sich um insgesamt drei Verdachtspunkte. Bisherigen Planungen zufolge soll der Großeinsatz am späten Sonntagnachmittag beendet sein.

Die genaue Dauer der Maßnahme ist nicht vorauszusehen. Denn sollten sich an den drei Stellen tatsächlich auch drei nicht detonierte Sprengkörper befinden, übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Kommando. Die Entschärfer müssen dann je nach Zustand und Größe der Bombe und des Zünders entscheiden, ob der Sprengsatz an Ort und Stelle entschärft werden kann, ein Abtransport möglich ist oder ob eine kontrollierte Sprengung vor Ort vorgenommen werden muss. Müssen tatsächlich alle drei Fliegerbomben von den Kampfmittelbeseitigern gezündet werden, kann sich das Ende der Aktion deutlich nach hinten verschieben.

Der Evakuierungsradius während der Bombenräumung

Die Feuerwehr ist auch auf ein solches Szenario vorbereitet. Insgesamt werden am 6. Januar rund 1000 Einsatzkräfte für einen reibungslosen Ablauf der Kampfmittelbeseitigung sorgen. Am  Sonnabend werden Helfer in den betroffenen Vierteln unterwegs sein, um Handzettel mit allen Informationen zu der Bombenräumung in verschiedenen Sprachen zu verteilen. Von der Evakuierung sind nicht nur zahlreiche Privathaushalte, sondern auch zwei Alten- und Pflegeheime betroffen - eines befindet sich in der Dunantstraße. Bei dem anderen handelt es sich um das Katharina-von-Bora-Haus. „Wir werden wahrscheinlich rund 200 Personen aus diesen Einrichtungen verlegen müssen“, berichtet Feuerwehrsprecher Hintz. Den Menschen aus dem evakuierten Gebiet, die nicht bei Freunden und Verwandten unterkommen können, steht die Käthe-Kollwitz-Schule in der Podbielskistraße als Unterkunft zur Verfügung. Dort werden sie verpflegt und wenn nötig auch seelsorgerisch betreut. Für die Betroffenen ist an den beiden Tagen vor der Kampfmittelbeseitigung ein Bürgertelefon unter der Nummer (0800) 7313131 erreichbar. Zwischen 10 und 16 Uhr können dann weitere Fragen geklärt werden.

Von den umfangreichen Sperrungen ausgeschlossen sind die gesamte Vahrenwalder Straße, die Autobahn 2 sowie der Flughafen. Auch die Schifffahrt auf dem Mittellandkanal kann trotz der geplanten Bombenentschärfungen uneingeschränkt fortgesetzt werden.

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