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Aus der Stadt Festessen: Bergfest auf dem Schützenplatz
Hannover Aus der Stadt Festessen: Bergfest auf dem Schützenplatz
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00:28 10.07.2015
Von Rüdiger Meise
Festessen im Festzelt Marris: Ulrike Marris und Willi Gramann mit den vier Bruchmeistern. Quelle: Thomas
Hannover

Mit guter Laune, viel Klamauk und jeder Menge Spanferkel haben die Schützen gestern ihre Königsproklamation gefeiert. Hannovers neue Majestät ist ein erfahrener Monarch: Der 76-jährige Horst Lange von den Bürgerschützen der Nördlichen Stadtteile trug bereits 1994 den Titel des Stadtkönigs. Überraschung: Jugendkönig Philipp Latzel (SG Ricklingen) und der Jungschütze, der den besten Einzeltreffer landete – Axel Ribinski von der SG Laatzen – glänzten mit Abwesenheit. Sie sind auf Klassenfahrt. „Abgründe tun sich auf!“, rief Schützenpräsident Paul-Eric Stolle scherzhaft den 600 Gästen in der Festhalle Marris zu. Die fanden Trost bei 600 Kilogramm Spanferkel und reichlich Bier.

In seiner „Halbzeitbilanz“ des Schützenfestes sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok, es müsse sich nichts ändern in der zweiten Hälfte des Fests. „Wir haben das Spiel schon gewonnen, können nur in der zweiten Halbzeit das Ergebnis noch ausbauen.“ Gut 500 000 Menschen hätten bislang den Schützenplatz besucht.

600 Gäste lassen sich beim Festessen in der Festhalle Marris Spanferkel schmecken. Mit guter Laune, viel Klamauk und jeder Menge Spanferkel haben die Schützen dabei auch ihre Königsproklamation gefeiert.

Schützenpräsident Stolle dankte allen Helfern, die am Sonntag die Teilnehmer des Schützenausmarschs mit Getränken versorgt haben. Während des Umzugs hatte Schostok das Fest mit dem Karneval in Rio verglichen – gestern legte er noch einen drauf: „Ich habe untertrieben! Hannover hat heute 31 Grad, Rio nur 25!“ Die Niedersachsen hätten sich beim Fest nicht nur als sturmerprobt, sondern auch als sonnentauglich erwiesen.

Lacher erntete Schostok, weil er für Stolle Lotto gespielt hatte. Denn dieser hatte beim Fest im Scherz auf einen Lottoschein geschossen. Der OB tippte die Zahlen, die Stolle getroffen hatte – und überreichte ihm den Schein.

Als Stadtkönigin proklamierte Stolle Annette Schiller von der SG Vahrenwald, den erstmals verteilten „Stern“ für den besten Schuss aller Frauen bekam Roswitha Schmidt vom VfF Hannover. Dann wurde ein leichtes Sommeressen gereicht: Spanferkel mit Kraut. „Gewicht hat man nie über, sondern stets voraus“, rief Moderator Matthias Brodowy den hungrigen Schützen zu. Dies sei „eine Weisheit des griechischen Philosophen Adipositas“.

Karussells, Zuckerwatte und Entenangeln auf dem Familientag: Heute wird der Schützenplatz besonders früh voll: Ab 14 Uhr laden die Schausteller und Gastronomen zum Familientag ein. An allen Geschäften gibt es Rabatte von bis zu 50 Prozent. Für jüngere Kinder eignet sich das Riesenrad Roue Parisenne, der Mäusezirkus, oder das klassische Entenangeln. Außerdem gibt es mehrere Kinderkarussels und ein Trampolin. Älteren Kindern dürfte der Musik-Express Spaß machen, die Go-Kart-Bahn oder das Huferl, in dem man sein Gleichgewicht in einer sich drehenden Trommel halten muss.

Der König im Interview: „Das hat nichts mit Glück zu tun“

Stadt-Schützenkönig Horst Lange von den Bürgerschützen des nördlichen Stadtteils. Quelle: Thomas

Euer Majestät, wie fühlt es sich an, König zu sein?

Ach, das kenne ich doch schon. Ich war bereits vor 21 Jahren Hannovers Schützenkönig, da war ich aufgeregter. Allerdings bin ich stolz darauf, das zweimal geschafft zu haben. Andere versuchen das ein Leben lang vergeblich!

Wie teuer kommt Sie die Königswürde? Bestimmt müssen Sie viele Runden ausgeben ...

Das hält sich in Grenzen. Ich frag’ mal meine Frau, wie viel ich ausgeben darf. (Lange fragt seine Frau). Sie meint, das würde doch teuer – vielleicht vierstellig.

Bekommen Sie nun eine Schützenscheibe, die Sie sich an den Giebel nageln?

Nein, so was macht man in der Stadt nicht. Viele wohnen ja in Wohnungen. Ich bekomme einen Orden. Obwohl ich Platz hätte für eine Scheibe – ich wohne in Isernhagen in einem Haus mit Giebel. Schade, dass da keine Scheibe hängt. 

Hat es eigentlich mit Glück zu tun, den Königstreffer zu landen?

Nein! Geschossen werden vier Schuss auf 100 Meter, vier Schuss auf 50 Meter und fünf Schuss auf zehn Meter mit dem Luftgewehr. Das beste Gesamtergebnis zählt. Das hat nichts mit Glück zu tun.

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