Die Studentenproteste in Hannover spitzen sich zu: Rund 600 Studenten der Leibniz Universität haben am Mittwoch nach einer Versammlung den zentralen Hörsaal, das Audimax, im Uni-Hauptgebäude am Welfengarten besetzt.
Arme hoch: Die Studenten stimmen für die Besetzung des Audimax.
Damit wollen sie für besserere Bildungsbedingungen demonstrieren. Bis wann die Blockade andauern soll, ließen die Besetzer offen. Am späten Abend hielten sich noch etwa 300 Studenten dort auf, um mit Schlafsäcken die Nacht im Hochschulgebäude zu verbringen. Das Uni-Präsidium ließ sie gewähren.
In zahlreichen anderen deutschen Städten halten Studenten bereits seit Tagen Hörsäle in Hochschulen besetzt. „In Hannover fehlte bisher noch der letzte Anstoß“, sagte Matthias Clausen von der Studentenvertretung AStA. Den gab es gestern bei der Vollversammlung, die die gesamte Studentenschaft der Leibniz-Uni repräsentiert. Auf Antrag einer Studentengruppe stimmten die Anwesenden mit großer Mehrheit für die Besetzung. Im Audimax war die Stimmung kämpferisch. „Auf fehlende demokratische Mitbestimmung, Verschlechterung der sozialen Lage der Studierenden und die Verschulung des Studiums sind Protest und Widerstand die einzige Antwort“, erklärte AStA-Referent Sebastian Bitterlich. „Unis besetzt halten“, war auf einem Plakat zu lesen.
Im Vorfeld der Versammlung hatte Uni-Präsident Prof. Erich Barke Verständnis für die Kritik der Studenten geäußert, die sich unter anderem gegen die neuen Bachelor- und Masterstudiengängen richtet. Barke hatte Gesprächsbereitschaft signalisiert und angeboten, bei der Veranstaltung mit den Studenten zu diskutieren. Doch die lehnten seinen Besuch im Audimax ab. „Das ist eine Pseudo-Legitimation“, rief ein Student aus dem Plenum. An dem von Bund und Ländern beschlossenen Bachelor- und Mastersystem könne der Uni-Präsident ohnehin nichts ändern.
Unklar blieb, ob die Studenten in den kommenden Tagen noch weitere Hörsäle oder andere Uni-Gebäude besetzen werden. Am Mittwoch blieb die Aktion auf das Audimax beschränkt. Die protestierenden Studenten hatten aber auch bereits reguläre Lehrveranstaltungen in anderen Hörsälen besucht, um die Kommilitonen auf die Besetzung aufmerksam zu machen. Bis zum späten Abend bildeten sie verschiedene Arbeitsgruppen, um das weitere Vorgehen zu planen.
Von Julia Kaune und Juliane Sellner
Kommentare
@Rattenschwanz raffael.delapenja – 23.11.09
"Die verfilzten Machenschaften der Politik auf Landes- und Bundesebene sind inzwischen nur noch zu zerbrechen, wenn die alltägliche Ordnung gestört wird - die Störung des Unibetriebes ist ein Teil davon."Da kann ich Dir nur herzhaft zustimmen.
Ich würde es sogar noch viel deutlicher formulieren:
Ein System, daß von kriminellen Psychopathen und Polithuren beherrscht wird, in dem Nahrungsmittel für Milliarden vernichtet werden um die Preise hochzuhalten, während 1Milliarde Menschen hungert und 20.000 Menschen täglich verhungern, die meisten davon Kinder, ein solches System gehört radikal beseitigt.
Wir können die Welt verändern.
Yes we will! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Protest ralph.w – 23.11.09
Und Dich gleich mit verhaften.Wegen Verbreitung virenverseuchter Software. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
68 kommt nicht wieder ralph.w – 23.11.09
Einen derart dummen Kommentar habe ich schon ewig nicht zu lesen bekommen.Meint der versehrte Schreiber vielleicht, daß sich durch brav-biederen Protest irgendetwas am System verändern lässt?
Es sollte inzwischen doch klar sein, daß das System am Wohlergehen des Einzelnen in keiner Weise interessiert ist. Es ist lediglich an der Funktionalität seiner eigenen Zielsetzungen interessiert.
Dreimal darfst Du raten, welche Ziele dies im Kapitalismus wohl sind.
Wake up . Stand up for your rights.
Aber wahrscheinlich hast Du dazu nicht den Mumm. Haben Deine Eltern eventuell ein hohes Einkommen?
Wenn Du weiter derart vernagelt darauf bestehst, in Deinem Gefängnis
die Wände zu tapeziern und "erlaubten Protest zu praktizieren", sehe ich schwarz für Dich. Leider hat Deine Geisteshaltung auch Auswirkungen auf die Menschen, die ihre Wege mit Herz begehen und nicht im Wach-Koma.
Habe den Verdacht, daß Du schon mumifiziert bist und nur zu faul zum Umfallen.
Einen guten Abend wünsch ich noch.
ralph.wliwki
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Organisatoren AutorIN – 21.11.09
Warum verlässt du den Protest, weil die Organisatoren deiner Meinung nach unfähig sind? Wer sind denn die Organisatoren? Genau, all die die daran teilnehmen un dmitgestalten wollen. Warum wird immer alles als fertig erwartet, dann bewertet und wennn es nicht nach den eigenen Vorstellungen läuft, kritisiert. Warum setzt du dich nicht für deine Interessen ein und bringst Kompetenz in den Streik?Ich sehe schon , dass am Ende wieder steht, die Linken sind über geblieben und so weiter, ja aber warum? Genau in der Phase des Protestes wo es anstrengend wird, wo sich immer wieder selbst neu einzubringen ist. Demokratie ist anstrengend, aber ich bin schockiert wieviele einfach weglaufen, statt eine Opposition zu bilden und zu organisieren. Das ist vielleicht auch ein Zeichen an die Politik.... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
68 kommt nicht wieder leser – 21.11.09
68 kommt nicht wieder js.b – 21.11.09Die sogenannten Studentenproteste sind in meinen Augen bislang ein einziger Witz. Zu gerne würden viele Studenten offenbar ein 1968-Revival veranstalten - da wird nicht demonstriert, nein, sondern natürlich BESETZT. Welch ein kreativer Protest. Und Assoziationen mit linksautonomer Hausbesetzer-Romantik sind sicher reiner Zufall.
1968 kommt nicht wieder. Wer demonstrieren will, möge das gerne tun, allerdings bitte im Rahmen der geltenden Spielregeln. Dann muss man auch keine polizeilichen Räumungen und Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs fürchten. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
ferhat ataman verlässt den bildungsstreik in hannover wegen inkompetenz der organisatoren Ferhat Ataman – 20.11.09
Kommentar wurde von haz.de gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenTolle Idee nos – 19.11.09
"Findest du Faschismus legitim?Sollen bestimmte Bevölkerungsgruppen benachteiligt werden?
Bist du dir im klaren darüber, wie viel Leid sowohl menschliche als auch nicht-menschliche Tiere durch Fleischindustrie und ähnliches erfahren und welche globalen Folgen dies hat?
Empfindest du kinderfeindliche Umstände als erstrebenswert oder förderlich für die Gesellschaft?
Müssen umweltpolitische Inhalte und -Bildung nicht verstärkt Platz besonders im Studium finden?"
Was hat das alle smit den Studiegebühren zu tun.
Daran liegts doch vor allem das euch viele Studenten nicht unterstützen.
Viele sind gegen Studien gebühren aba müssen wir gleich die ganze Welt verändern??
Ihr sucht doch nur wieder irgendne Plattform und habt doch Spaß daran und wir müssen mit 500 Man innen viel zu kleinen Hörsaal oder die Vorlesungen fallen ganz aus.Tolle Idee meine wär kettet euch an den Landtag da findet ihr dann auch gesprächspartner für Nein Danke Atomkraft usw.
und was bitte sind menschliche und nichtmenschliche Tiere....:D
naja 1..2..Polizei und CIAO CIAO
ihr mit euer Freiheit und Demokratie wenn wir heut morgen abgestimmt hätten hättet ihr gehn müssen......... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
oha Schmalspurdenker – 19.11.09
Da hat der "Student" aber ne ganz schön kurze Leitung bewiesen, danke für deinen konstruktiven Beitrag. Scheinst ja auch eher der Malocher-Typ zu sein.Werd mit der Einstellung lieber Vorsitzender im Dackelverein oder Dauerkläger wegen zu hohen Hecken und Fremdlaub im Garten. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Protest Student – 19.11.09
Vielen Dank, vielen Dank, dass ihr den AudiMax besetzt, deshalb unsere Vorlesungen in viel zu kleinen Räumen stattfinden und dadurch die Lehre noch schlechter wird. Sollte sie nicht besser werden?Außerdem haben wir eure ach so hohe Arbeitsbelastung durch den Bachelor schon seit Jahren und schaffen es trotzdem noch nebenher zu Arbeiten und grob in der Regelstudienzeit zu bleiben.
Meine Meinung: Sollte das AudiMax nicht umgehend freiwillig verlassen werden, bitte Polizei holen und räumen lassen.
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Finanzierung Nordstädter – 19.11.09
"Zudem erhält man für die Studiengebühren eine Universitätsausbildung mit der man später mehr Geld verdient als andere, warum soll man dafür nicht auch ein bisschen zahlen??"Ansatzweise gebe ich dir bei diesem Kommentar recht aber heißt das dann umgekehrt wenn ich nicht für meine Universitätsausbildung zahlen kann darf ich auch nicht studieren/später mehr verdienen als andere?
Als Student hat man schon zu früheren Zeiten nicht gerade rosig gelebt, musste nebenbei jobben etc. um sich irgendwie das Studium zu finanzieren. Mit Einführung der Studiengebühren ist die finanzielle Belastung noch gestiegen. Durch Einführung der Bachelor-/Masterstudiengänge und des Creditpointsystems mit Anwesenheitspflichten etc. wird verhindert das Studenten irgendwie neben ihrem Studium Geld verdienen können. Jobben sie doch nebenbei schaffen sie ihr Studium meist nicht in der Regelstudienzeit, das heißt Strafgebühren und noch höhere Kosten.
Entweder die Studiengebühren werden abgeschafft um so die Studenten zu entlasten, oder es wird ein vernünftiges System zur Finanzierung geschaffen (und damit mein ich bestimmt nicht irgendwelche Bankkredite die später noch mit Zinsen zurück gezahlt werden müssen), oder es wird ein System geschaffen in dem die Studenten flexiblere Zeiten zum studieren haben damit es möglich ist nebenbei zu jobben.
Am meisten stört mich an dieser ganzen Bildungsreform eigentlich das sie von Leuten beschlossen wird die selber für ihr Abi noch 13 Jahre Zeit hatten (bei weit weniger Lernstoff), die selber noch kostenlos studiert haben und das teilweise wahrscheinlich länger als die Regelstudienzeit. Und jetzt meinen sie ein Abi sei ja wohl auch in 12 Jahren zu schaffen (wieso eigentlich? Haben wir zu wenig Bewerber auf dem Arbeitsmarkt?), wer eine gute Ausbildung will muss sie auch bezahlen, jeder der sein Studium nicht in der Regelstudienzeit schafft muss bestraft werden etc.
Nun wurde jaschon signalisiert man wolle den BaFög Satz erhöhen. Toll! Wieso nicht einfach die Studiengebühren senken/abschaffen? Kommt doch aufs gleiche raus. BaFög kriegt sowieso kaum jemand, ist jedesmal eine totale Behördentortur bei der Beantragung und zurückzahlen muss man einen Großteil auch noch. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Die Inkompetenz der Bildungsministerin tut schon weh! Alex – 19.11.09
Das Engagement der Studenten ist großartig. Endlich sagt jemand seine Meinung und tut diese auch noch kund. Ich hoffe, dass die Studenten Ihre Ziele erreichen und die "Inkompetenz-Ministerin für Bildung" Frau Annette Schavan endlich merkt, dass sie für diesen Job so überhaupt gar nicht geeignet ist und die Konsequenzen zieht: RÜCKTRITT!!! Was hat diese Frau schon erreicht??? Es ist doch echt zum Verrückt werden, dass diese Frau überhaupt noch einmal ins Kabinett aufgenommen wurde und Angela Merkel einfach nicht bei der Kabinettszusammenstellung das Beliebtheistranking zu Rate gezogen hat.Viel Erfolg für die Studenten, sodass nachfolgende Studentengenerationen (mich eingenommen) gerechte Studiumsvorraussetzungen hier in Deutschland vorfinden und Bildung endlich kein Luxus mehr ist. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Parteien Student87 – 19.11.09
Da kann ich nur zustimmen,die Grünen waren mal revolutionär neu, heute sind Sie nur noch eine unter vielen etablierten Parteien.
Die SPD war mal die selbstbewusste Stimme der Arbeiter; Was ist sie heute?
Hm... weiss ich auch nicht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Audimax Solidarisierer – 19.11.09
Mein Studium ist schon lange her. Finanziell hat es sich nicht gelohnt, hat aber viel Spaß und Wissen gebracht in den 70ern.Ich wünsche den protestierenden StudentInnen von heute einen langen Atem, Mut, und viel Erfolg.
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt, hieß es in der Zeitung "links" einmal. Unterstützt wurde die Zeitung von Prof.em.Dr. Oskar Negt, der dann später Gerhard Schröder beim Sozialabbau unterstützte.
Die heutigen StudentInnen sollten sich also nur auf sich selber verlassen. Sie sollten also keinesfalls auf SPD und Grüne bauen. Diese würden sie nur verraten. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Alternative czekolada – 19.11.09
"...ich tendiere eher zu einem disziplinierten, mutigen Kritisieren."Heisst in deinem Falle KONKRET?
In dem Punkt, dass die Jugend zu träge ist, stimme ich dir teilweise wirklich sogar zu, ebenso bei der Ansicht, dass ein Umdenken notwendig ist. Schließlich freut sich die Politik über Menschen, die einfach alles hinnehmen und ertragen. Was gibt es gemütlicheres?
Aber gerade deswegen finde ich es wichtig durch Aktionen wie diese auf Missstände aufmerksam zu machen.
Und was die Studiengebühren betrifft: In vielen Ländern, die von Deutschen oft ihrer sehr gut ausgestatteten Schulen/Unis wegen beneidet werden, verlangen Studiengebühren. Irgendwo muss das Geld ja herkommen für gutes Arbeitsmaterial. Aber sowohl eine Angleichung, als auch eine konkretere Einsetzung FÜR die Studenten, halte ich für sinnvoll.
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Alternative Student87 – 19.11.09
Nun, ich möchte meine Sichtweise der Dinge hier nicht absolut detailliert "zur Schau stellen" aber ich tendiere eher zu einem disziplinierten, mutigen Kritisieren.Diszipliniert in der Art und Weise, dass man sich bitte erst einmal organiesiert und dann auch bitte seine Aufgabe gewissenhaft verfolgt.
(Zitat:"Der Arbeitskreis XYZ ist kurz vor dem Personalbedingten zusammenbrechen,...bitte,wer meldet sich freiwillig??..und bitte!..bitte wer denn nun???...)
Außerdem sollte man Ziele setzen; Antifa, Gleichberechtigung usw. sind auch wichtig, aber bitte alles zu seiner Zeit und nicht alles zusammen. Kannst du dir vorstellen wie es einen "normalo Studenten" abschreckt, wenn dem gerade in ihm augekeimten Verständnis für soziale Ungerechtigkeiten sofort der scharfe Wind einer flammenden Rede über z.B. die Klassenkampftheorie entgegenweht?
Wenn man etwas ändern will sollte man sich außerdem nicht einfach ein Palästinensertuch umhängen und alle Handgesten nachäffen welche die ersten Reihen im Audimax vorgeben, nein, man muss kreativ sein und auch mal um die Ecke denken können.
Um es etwas zugespitzt zu formulieren: Auch jemand im schwarzen Anzug mit bravem Haarschnitt kann revolutionär und kreativ denken, man muss also nicht dem Che-Klichee entsprechen, denn wer das glaubt denkt nicht kreativ sondern konservativ.
Und ich habe schon viel unternommen und auch schon mehrere Leute für meine Ansichten begeistern können, aber um etwas zu erreichen muss man die Masse der Menschen hinter sich haben und genau das scheitert heute and der Trägheit der Jugend.(Stichwort Mut: Einmal selbst aufstehen und seine Meinung kundtun, den Mut haben auch revolutionäre und neuartige Vorstellungsweisen zu äußern).
Deutschland und der "deutsche Geist" ist nunmal etwas träge und geprägt von der Angst aufzufallen.
Umso mehr brauchen die Jungen Leute eine Art "Starthilfe" zum kreativen Denken, diese Starthilfe ist eine Geisteshaltung welche fragender Natur und offen für Neues ist!
Die Trägheit ist heutzutage das Problem. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Konzentration auf das wesentliche Ich – 19.11.09
Wenn Veganer etc. mitprotestieren ist das schön, wurde aber doch wohl zu Recht in keiner Pressemitteilung erwähnt.Sich dann an ihrer Anwesenheit und gelegentlichen themenfernen Äußerungen zu stören klingt für mich eher nach schwachen Rechtfertigungsgründen seinen eigenen Hintern nicht hochzukriegen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@ "Rattenschwanz" - – 19.11.09
Wenn nicht mit Besetzungen, wie soll denn sonst in diesem desolaten System eine Änderung eintreten? Durch Latschdemos? Durch Wahlen? Bitterböse Briefe?Durch immer mehr Besetzungen Europaweit wird derzeit ein steigender Druck ausgeübt, der nicht überhört werden kann bzw. sollte.
Die verfilzten Machenschaften der Politik auf Landes- und Bundesebene sind inzwischen nur noch zu zerbrechen, wenn die alltägliche Ordnung gestört wird - die Störung des Unibetriebes ist ein Teil davon. Die Regierung und auch die Gesellschaft sind derzeit gezwungen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, da es sehr präsent ist - denkst du, das wäre mit einer Petition an die Landes- oder Bundesregierung je erreicht worden?
Und warum sollten sich die Proteste Einseitigkeit vorwerfen lassen?
Was ist denn falsch am "Antifa-Gleichberchtigungs-Veganer-Kinderfeundlichkeits-Weltklima-Rattenschwanz"?
Findest du Faschismus legitim?
Sollen bestimmte Bevölkerungsgruppen benachteiligt werden?
Bist du dir im klaren darüber, wie viel Leid sowohl menschliche als auch nicht-menschliche Tiere durch Fleischindustrie und ähnliches erfahren und welche globalen Folgen dies hat?
Empfindest du kinderfeindliche Umstände als erstrebenswert oder förderlich für die Gesellschaft?
Müssen umweltpolitische Inhalte und -Bildung nicht verstärkt Platz besonders im Studium finden?
Dieser "Rattenschwanz" zeigt, dass es nicht "nur" um Bildung geht. Es geht um faire Lebensbedingungen für alle, Bildung ist ein Teil davon. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Protest Niemand – 19.11.09
Überlegt euch mal wirklich wem ihr schadet nur den Erstsemstern, die in diesem Raum Vorlesungen haben und es sich auch nich leisten können einen Haufen Vorlesungen zu verpassen(Kurzklausuren etc.)Zudem solltet ihr mal über eure Gkaubwürdigkeit nachdenken. Meint ihr ihr werdet ernst genommen wenn die Hälfte ohne Schuhe im Audimax rumhängt. Dann sind noch Leute dabei die überhaupt nix mit der Sache zu tun haben. Ich erinnere nur an heut morgen wo eine älterer Mann (ohne Schuhe !!) irgendwelchen Quatsch erzählte unter anderem rief "Wo sind die Panzer" des weiteren euer neuer Sprecher (entweder Langzeitstudent der nun Angst hat das ihm durch die Studiengebühren die finanziellen Mittel für sein Lotterleben ausgehen oder gar kein Student) oder was auch immer der sich auf keinerlei Art und Weise auf eine Diskussion einließ. Und nur schrie "wer nicht mit macht soll gehen" ehrlich toller Protest!!
Ihr könnt mit euern 300 Leuten von denen ja nicht mal alle Studenten sind doch nicht für alle 21000 Studenten in Hannover sprechen.
Ich denke keinem Studenten gefallen die Studiengebühren aber man meint ihr so könnt ihr was ändern????
Die Uni muss die Studiengebühren nehmen. Zudem erhält man für die Studiengebühren eine Universitätsausbildung mit der man später mehr Geld verdient als andere, warum soll man dafür nicht auch ein bisschen zahlen??Man kann nicht erwarten das man alles gechenkt bekommt. In vielen anderen ändern sind die Studiengebühren um einiges höher.
Und was erreicht ihr mit euerm Protest ihr verhindert das wir unsere Vorlesungen hören können, für die wir ja schliehlich auch bezahlen.
Ich kann den Protest ja verstehen aber nicht so da ihr damit anderen nur schadet, zumal so wie es bei mehrern aussieht nicht nur um die Studienbühren geht sondern um alles mögliche von der Abschaffung der Bundeswehr über Ende der KKW's bis hin zur Abschaffung des Kapitalismus.
.....Wenn wollt ihr denn damit erreichen...wer soll das den so ernst nehmen???
Besetzt doch den Landtag da stört ihr die die es auch verbockt haben und könnt gleichzeitig auch gegen kernkraft und Kapitalismus demonstrieren. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@student87 student85 – 19.11.09
Sehe ich nicht so.Ich bin selbst mit im AMax dabei. Kriege hier mein Wurstbrötchen und mich wollte auch noch nieman überreden der Antifa beizutreten. Sonst wär ich auch ganz schnell wieder weg. Nix mit Rattenschwanz also.
Doof ist, dass es fast nur die Maschbauer abbekommen. Aber wir (ja, ich gehör auch dazu) sind nunmal die größte Fakultät und benutzen daher am häufigsten das Audimax. Bei der Vollversammlung waren alle eingeladen, hätten alle gegen den Streik stimmen können. Dort gab es eine deutliche Mehrheit für den Streik.
Den Maschbauern geht es ziemlich gut, die Wirtschaft finanziert uns und die Umstellung auf Bachelor trifft uns kaum - Ingenieure werden gesucht. Trotzdem sollte man sich solidarisieren mit Leuten, die stärker betroffen sind, Geschwistern, die in 12 Jahren durch's Abi geprügelt werden etc.
Es geht einfsch um mehr!
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Alternative? czekolada – 19.11.09
Student87, was ist denn deiner Meinung nach die bessere Alternative, abgesehen vom stillen Ertragen?Finde Leute toll, die Menschen kritisieren, die ihren Unmut publik machen, aber keine Lösungsansätze parat haben.
Außerdem richtet sich diese Aktion gegen die Bildungspolitik und nicht gegen den Unipräsidenten Barke. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Besetzung des Audimax Student87 – 19.11.09
Also ich war heute dabei und habe zweimal erlebt, wie Herr Dr. Barke forderte die Besetzung zu beenden.Diese Besetzung schadet nur den Studierenden (in diesem Fall Maschinenbau)und die Uni kann nichts gegen Studiengebühren, Bachelor/Master usw. ausrichten.
Die Besetzung zeigt nur einmal wieder, wie die linkspopulistischen Studentengruppen auf unorganisierte Weise versuchen die Welt zu verbessern und dabei den falschen Leuten schaden.
Die 68er Generation hat wirklich etwas bewegt in Deutschland was letztendlich der Organisation und Kreativität dieser Menschen zu verdanken war.
Ihr bewegt euch mit euren Besetzungen in einer Schiene, auf der der Zug schon Mitte der 80er Jahre abgefahren ist!
Konzentriert euch auf ein wichtiges Thema! Es wirkt sich nicht gerade förderlich auf den Willen zur Solidarität aus wenn ihr jedes Thema nutzt um euren Antifa-Gleichberchtigungs-Veganer-Kinderfeundlichkeits-Weltklima Rattenschwanz mit anzuhängen.
Wacht auf!
Seid Kreativ und vor allem fair (nicht die Falschen anprangern), leider sind heutzutage die politisch links orientiereten Studenten und Vereinigungen genauso träge und überholt wie die Gesellschaft es damals war, als diese von den 68ern kritisiert wurde!
OPEN YOUR MIND!
In Hoffnung auf ein Umdenken,
Ein von dieser Aktion sehr enttäuschter Student
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Macht weiter ! - – 19.11.09
Lasst euch nicht unterkriegen!Wenn ihr aufgefordert werdet, zu gehen: bleibt!
Zeigt den anderen Menschen, wie der Staat mit "unliebsamen" Menschen umgeht.
Wer Veränderungen fordert, wird überhört.
Wer mit Besetzungen zeigt, dass es ernst ist, wird zum aufgeben aufgefordert.
Wer nicht aufgibt, wird niedergeknüppelt!
Die Menschen, die gesamte Gesellschaft muss endlich aufwachen und diesen Umstand erkennen.
Geht nicht freiwillig, setzt euch durch und damit ein Zeichen!
Dokumentiert alles in Bild, Ton und Schrift und macht es öffentlich zugänglich. Jeder soll sehen können, wie der Staat den Willen der engagierten BürgerInnen unterdrückt.
Die Zukunft gehört denen, die darum kämpfen. Wer nicht kämpft, hat auch nichts verdient. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
"symbolischer beitrag" student – 19.11.09
meines wissens nach hat das land entschieden wie viel geld jeder einzelne student zahlen muss - und nicht die uni. zu dem ist noch vom land vorgegeben, wofür das geld überhaupt ausgegeben werden darf.man darf den unipräsidenten nichts zu den studiengebühren vorwerfen. wenn überhaupt nur, dass wir studenten zu wenig unterstützung im streik bekommen.
das große problem sind die politiker! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Der Audimax der Universität Hannover ist immernoch besetzt. Ernst Mühlhof – 19.11.09
Der Audimax wird immernoch von den Bildungsstreiklern besetzt.In der Nacht haben die Streikenden in der Universität gefeiert, entspannt und auch geschlafen.
Bei der ersten Vorlesung um 8.30 Uhr, welche in einen anderen Saal verlegt wurde, gab es erste Zeichen, dass Herr Brake, Präsident der Universität Hannover nicht mit der Dauerbesetzung einverstanden ist . Herr Brake hat versucht die Vorlesung durchzusetzen.
Als Grund wurde die wenige Zeit genannt, welche die Studenten für den Lehrstoff hätten.
Gerade das ist mitunter einer der Gründe warum gestreikt wird.
Die Studenten haben die Dozenten höflichst hinausgebeten.
Als die zweite Vorlesung stattfinden sollte, hat Herr Brake deutlich gesagt, daß es so nicht weitergehen kann, und mit Konsequenzen gedroht.
Auch der zweite Versuch wurde seitens der Studierenden friedlich abgewehrt.
Es geht froh und heiter weiter.
Alle, insbesondere AUCH NICHT STUDIERENDE SIND AUFGEFORDERT, sich an dem Bildungsstreik zu beteiligen.
Es geht uns alle an. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Eine gebildete und selbstständig denkende Jugend Hermes – 19.11.09
wird ihn diesem Land nicht mehr gebraucht. Daher auch die Verschulung des Studiums. Universitätsabsolventen werden nur noch dynastisch, also aus der herrschenden Klasse gewünscht. Für den Rest reicht ein Abschluß a la FH. Oder - wie es früher hieß - den eigenen Namen schreiben und bis 500 rechnen, das langt. Lesen und Schreiben muß nicht sein. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenkeine Neiddebatten! Ich – 19.11.09
Eine gebildete und selbstständig denkende Jugend kommt doch auf lange Sicht allen in diesem Land zu Gute!Und selbst wenn man es auf ökonomische Aspekte reduziert:
Gerade in einem Land in dem keine anderen Resourcen als kluge und gut ausgebildete junge Köpfe vorhanden sind, ist es unverantwortlich das Bildungssystem derart zu vernachlässigen.
Die Regierung und viele in dieser Gesellschaft verhalten sich wie ein Landwirt der am Samen für das nächste Jahr spart um im Herbst nochmal auf die Kirmes gehen zu können.... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@Oberlehrer Nutzie – 19.11.09
Damit Du später Rente bekommst.Die Forderung die Bachelor- und Masterstudiengänge abgeschaffen - das ist zu hoch gegriffen. Aber eine einheitliche Regelung in sachen Studiengebühren bundesweit muss gefunden werden. Es kann nicht sein das in einem Bundesland 700€/Semeseter fällig werden und in anderen Bundesländern nur 70€/Semester.
Und was verbessert hat sich nicht wirklich durch die Studiengebüren. Zumindest an unserer FH. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@ bildungsstreikler Oberlehrer – 19.11.09
Rechtschreibung? Nie gehört. Auf Kosten der Allgemeinheit studieren und später dicke Kohle verdienen? Au ja! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenFinanzierung Juk – 19.11.09
Die Forderungen sind eigentlich alle nachvollziehbar und ich unterstütze sie.Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass das Thema Finanzierung etwas unbeachtet bleibt.
Vergleiche mit dem Ausland sind dabei immer kritisch zu sehen. So gibt es zahlreiche Länder, in denen Studiengebühren sehr viel höher oder aber von Außen als solche gar nicht erkennbar sind.
Dass Unis in den USA oder UK mehr Geld zur Verfügung haben, stimmt sehr wohl. Allerdings zahlen dort Studenten auch sehr viel mehr. Auch in skandinavischen Ländern ist das Studieren nicht gänzlich kostenfrei.
Also ich bin auch kein Freund von Studiengebühren. Doch frage ich mich, wie die Finanzierung sonst aussehen müsste. Das sollte bei den Protesten auch immer im Hinterkopf bleiben. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
antrag zur besetzung der universität hannover bildungsstreikler – 19.11.09
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Pressemitteilung der streikenden Studierenden in Hannover united sign unterstützt den bildungsstreik. und sie? – 19.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@ich J.M. – 19.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenjaja, me, myself and I – 19.11.09
Das Veständnis, dass überall bekundet wird, scheint aber auch nicht auszureichen, um irgendwas an der mometanen Bildungssituationen zu ändern.herzlichen Dank Herr Barke!
Nach dem was ich weiß ist zwar vorgegeben Studienen zu nehmen, aber nirgenwo steht WIEVIEL!
was halten SIE eigentlich von dem symbolischen Betrag von 50 cent anstatt die Studenten 1000€ im Jahr blechen zu lassen? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Mehr Geld für Bildung Satta – 19.11.09
Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenMacht kaputt was euch kaputt macht! Björn – 18.11.09
Also ich finde die Besetzung gut. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldengehirn ich – 18.11.09
es kann nicht wahr sein, dass sie Massenmedien Westerwelles innenpolitischen Kurs, verglichen mit seinem Amt für berichtungserstattungswürdiger halten, als konkrete innenpolitische Bildungsthemen. Leider vergessen viele, dass Bildung äußerst wichtig ist, für die Innen- und Außenpolitik. Die Berichterstattung lässt zu wünschen übrig.P.S: ich poste aus einem besetzten Hörsaal. Wir sind seit heute morgen hier, doch niemand erachtet das als wichtig. Zu unserer allgemeinen Entäuschung, da wir tatsächlich unter dem Baechlorsystem leiden müssen und eine vernünftige spezialisierte Ausbildung nicht möglich ist. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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