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Aus der Stadt Ausstellung erinnert an Hiroshima
Hannover Aus der Stadt Ausstellung erinnert an Hiroshima
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00:24 07.08.2015
Von Simon Benne
Von links: Konsul Takao Anzawa, Georg-Günther Thürnau, Japans Botschafter Takeshi Nakaneund Bürgermeister Thomas Hermann bei der Eröffnung. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

An jenem Tag begegnete die 14-jährige Nakajima Reiko in Hiroshima ihrem Onkel. "Er ging an einem Stock", erinnerte sie sich später: "Die Haut seiner Arme fiel über die Hände nach unten." Rund 140.000 Menschen starben am 6. August 1945 beim Atombombenabwurf in Hannovers heutiger Partnerstadt, viele wurden verstümmelt. Ein Bild, das Nakajima Reiko später von ihrem Onkel malte, zeigt einen blutigen Körper. Das Dokument ist jetzt in einer kleinen Ausstellung zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs in Bürgersaal des Neuen Rathauses zu sehen.

Die Ausstellung zeigt erschütternde Fotos von den verheerenden Zerstörungen, von Überlebenden mit ausdruckslosen Gesichtern. In einer Vitrine ist ein Ziegelstein zu sehen, der in Hiroshima deformiert wurde: "Nach diesem Tag war die Welt anders", sagt Georg-Günther Thürnau vom Deutsch-Japanischen Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima, der die Ausstellung organisiert hat.

Die Ausstellung erklärt auf Schautafeln nicht nur, wie die Technik der Bombe funktionierte - sie zeigt auch, wie die Friedensbewegung der Achtzigerjahre an Hiroshima erinnerte und wie die Freundschaft zwischen Hiroshima und Hannover 1983 mit einer Städtepartnerschaft besiegelt wurde. "Diese Ausstellung ist dabei ein Höhepunkt", sagte Japans Botschafter Takeshi Nakane, der zur Eröffnung eigens nach Hannover gekommen war. Oberbürgermeister Stefan Schostok traf er hier nicht an: Dieser ist zu den Gedenkfeiern nach Hiroshima gereist.

Die Ausstellung ist im Bürgersaal bis zum 15. August zu sehen. Am morgigen Donnerstag stehen von 8 Uhr an mehrere Gedenkveranstaltungen der Religionsgemeinschaften im Mahnmal Aegidienkirche auf dem Programmm.

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