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Aus der Stadt Lena singt auf dem Schützenplatz
Hannover Aus der Stadt Lena singt auf dem Schützenplatz
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00:15 29.05.2016
Von Felix Harbart
Lena Meyer-Landruth singt wieder in Hannover – aber nur für einige wenige. Quelle: Treblin (Archiv)
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Hannover

Wer weiß, was man in 775 Jahren sagen wird, aber Stand heute ist sie ohne Zweifel Teil der hannoverschen Geschichte: Vor sechs Jahren blickten ganz Europa und Teile der übrigen zivilisierten Welt auf Lena Meyer-Landrut, Tochter dieser Stadt, als die den Eurovision Song Contest gewann. Das Mädchen aus Misburg war in aller Munde, und damit zumindest hin und wieder auch ihre Heimatstadt. Und Letzteres geschieht zwar häufiger, als man meint, aber eben doch nicht jeden Tag.

In diesem Jahr wird Hannover, je nach Lesart, also 775 Jahre alt. Das wird in der Stadt auf verschiedene Art und Weise gefeiert. Am 26. Juni etwa mit einem großen Bürgerfest im Maschpark hinter dem Rathaus, bei dem hannoversche Künstler wie der Pianist Lutz Krajenski und der Rapper Spax auf der Bühne stehen werden – und zwar ohne Gage, als Geschenk an die Stadt und ihre Bürger, wie man im Rathaus betont.

Mit Gage, dafür vor etwas weniger Leuten, tritt dann gut zwei Wochen später Lena auf, die inzwischen längst eine junge Frau ist. Auf ihrer offiziellen Internetseite firmiert der Termin als 775-Jahr-Feier Hannovers in der „Festhalle“, was nicht falsch ist, aber Orts-unkundigen ein Detail verheimlicht. Denn genau genommen handelt es sich um die Festhalle Marris, ein Zelt auf dem Schützenfest. Dort hält die Stadt am Freitag, 8. Juli, ihren Festakt zum Jubiläum ab.

Hannöversch, zünftig, gesellig. Und vor geladenen Gästen. Mit dabei sein wird außer Lena auch der hannoversche Swing-Künstler Juliano Rossi. Dass beides möglich sei, Gratis-Familienfest im Maschpark und High-Society-Feier im Festzelt mit jeweiliger Begleitmusik, zeige „die musikalische Stärke des Geburtstagskindes Hannover“, heißt es vonseiten der Stadt. Dass Lena Meyer-Landrut mittlerweile Exilkölnerin ist, macht nichts – schließlich trägt sie Hannover im Herzen.

Überhaupt ist für die 24-Jährige das Zünftige kein Problem, sie hat ihre Geländegängigkeit oft genug bewiesen. Vor und nach dem Gig im Festzelt sind in ihrem Terminkalender Auftritte auf der Festwiese Müritzer Bauernmarkt, ein „Familien-Festival“ in den österreichischen Alpen und ein Auftritt im Europa-Park Rust verzeichnet. Da ist es gut fürs innere Gleichgewicht, wenn man hin und wieder in feinster Robe über die Filmfestspiele in Cannes stöckelt. Denn neben der Singerei, die für Meyer-Landrut Broterwerb ist, fällt sie derzeit mit dem Versuch ins Auge, sich als Mode-Ikone zu positionieren.

Dafür wiederum dürfte die Festhalle Marris die falsche Bühne sein.

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