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Aus der Stadt Eine neue Herzklappe für Amin-Erdene
Hannover Aus der Stadt Eine neue Herzklappe für Amin-Erdene
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00:15 10.08.2015
Amin-Erdene und ihre Mutter Sodtuya Mikhlai sind aus der Mongolei nach Hannover gekommen, damit die 9-Jährige am Herzen operiert werden kann. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Irgendwie ist das Besondere in Hannovers Kliniken längst normal geworden, in der Medizinischen Hochschule (MHH) zumal. Manchmal aber steckt in all den Meldungen über gerettete Kinder und andere medizinische Meisterleistungen eine, die noch ein bisschen besonderer ist.

„Mehr als nur okay“ sei die Operation der neunjährigen Amin-Erdene verlaufen, sagt Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Kinderkardiologie, sichtlich zufrieden. Das Mädchen aus der Mongolei wurde mit einem komplexen Herzfehler geboren. Seit ihrer Geburt fehlte ihr eine Herzklappe, zudem befand sich in der Herzscheidewand ein Loch. „In der Mongolei fehlen für die OP leider die Möglichkeiten“, erklärt Mutter Sodtuya Mikhlai. MHH-Chirurg Dr. Alexander Horke hat den Herzfehler nun erfolgreich behandelt. Und das ist nur ein Teil der guten Nachricht.

Der andere Teil ist der darüber, wie viele Helfer sich fanden, um die Operation und den Aufenthalt von Amin-Erdene und ihrer Mutter in Deutschland zu ermöglichen: Die Vereine Kinderherz Hannover, Kleine Herzen Westerwald und Kinderhilfe Mongolei sammelten Spenden und organisierten sogar eine Benefizgala für das Mädchen. Dass Mutter und Tochter in Deutschland bestens betreut und verpflegt wurden und eine Wohnung gestellt bekamen, dafür sorgten Pfarrer Heiner Plochg von der Gemeinde St. Joseph und Ulrike Horning vom Hotel Viva Creativo.

Dabei war es lange ungewiss, wie es mit der Neunjährigen weitergehen würde. Bereits in ihrem ersten Lebensjahr war sie mit ihrer Mutter für eine Herzoperation zu Dr. Horke nach Stuttgart gereist, wo dieser damals noch arbeitete. Dass durch Amin-Erdenes Wachstum später noch eine zweite Operation nötig werden würde, war da bereits klar. Mit zunehmenden Alter bekam sie durch die Krankheit schlecht Luft. Toben und spielen, wie andere Kinder ihres Alters es tun, konnte sie dadurch nicht. Also ersetzte der Mediziner die zuvor eingesetzte provisorische Klappe nun in einem zweiten Eingriff durch eine menschliche.

Nun lächelt Amin-Erdene wieder und belohnt damit alle Helfer. „Jetzt kann sie endlich wieder tanzen, das macht sie doch so gerne“, freut sich ihre Mutter. Auch das Schwimmenlernen in Deutschland habe ihr großen Spaß gemacht.

Von Elena Everding

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