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Der autofreie Sonntag trotzt dem Regen

90.000 Besucher Der autofreie Sonntag trotzt dem Regen

Pünktlich zum Beginn hörte es auf zu regnen: Noch bis kurz vor 11 Uhr hatten dicke Regenwolken fürchten lassen, dass der achte autofreie Sonntag in Hannover wie vor drei Jahren dem Wetter zum Opfer fallen lassen. Doch dann folgten einige trockene Stunden, so dass die Veranstaltung mit tausenden Besuchern stattfinden konnte. 

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Trotz des eher mäßigen Wetters kamen 90.000 Besucher zum autofreien Sonntag.

Quelle: Gurol

Hannover. Die Radler in Hannover sind ganz offensichtlich ein durch und durch optimistischer Menschenschlag. Mögen auch der autofreie Sonntag und eine denkbar miese Wettervorhersage Befürchtungen befördern, das ganze könnte buchstäblich ins Wasser fallen – kaum klarte es am späteren Vormittag auf, da strömten die Fahrrad-Enthusiasten in die City. Insgesamt 90 000 Besucher schätzte die Stadtverwaltung am Ende, am Aegi sorgten sie teils für Volksfeststimmung. 
Noch am Morgen bei der Eröffnung hatte sich vor der Hauptbühne am Aegi nur eine überschaubare Schaar wetterfester Rad-Fans eingefunden. „So eine Veranstaltung ist auch immer wetterabhängig“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok schon zur Eröffnung. 

Regionspräsident Hauke Jagau ging mit gutem Beispiel voran und radelte in voller Regenmontur bei „Wasser von unten und oben“ von Laatzen aus in die Innenstadt. Und irgendwie scheint er das gute Wetter dabei im Schlepptau gehabt zu haben. Kein Regentropfen mehr nach dem Beginn, am Ende sogar ein paar freundliche Sonnenstrahlen – nach dem schleppenden Beginn eroberten nach und nach immer mehr Fußgänger, Radler und Skateboardfahrer die an diesem Tag für Autos gesperrten Straßen in der City. 

Trotz des Regens: Der autofreie Sonntag hat in diesem Jahr stattgefunden.

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Insgesamt acht Meilen, sechs Bühnen sowie die Angebote von 240 Ausstellern konnten die Besucher erkunden. Da der autofreie Sonntag auch als „Hannovers Klimafest“ betitelt wurde, drehte sich an den Ständen vieles um Elektromobilität, Energieeffizienz, Umwelt und nachhaltige Lebensstile. Umweltdezernentin und Schirmherrin Sabine Tegtmeyer-Dette hatte bereits zum Auftakt betont, dass es bei der Veranstaltung „um mehr als autofrei geht, es geht um Klimaschutz und darum, nachhaltig zu leben.“ Das beginne bei der Mobilität, betreffe aber auch andere Themen wie Ernährung.

Passend dazu gab es in diesem Jahr erstmals den Bereich „Landwirtschaft schafft Zukunft“ am Opernplatz. Besucher konnten dort Informationen zu Saatgut, Imkerei oder Hühnerhaltung bekommen oder sich an weiteren Ständen zum Thema Biolandwirtschaft informieren. Auch Pflanzensamen zum mitnehmen gab es. Biolandwirt Knuth Peters hatte zum Anschauen sogar eine Kuh und ihr zwei Monate altes Kalb mitgebracht. „Wir wollen den Leuten zeigen, dass es auch anders geht“, sagte er.

Am Nachmittag gab es dann noch eine Premiere: vor der Hauptbühne gab es die erste Lastenfahrradparade, mit gut zwei Dutzend der großen Räder. Die erfreuten sich auch auf der Fahrradmeile am Friederikenplatz großer Beliebtheit. Zuschauermagnet waren aber auch die Funsport- und die Mobilitätsmeile mit vielen Stationen, an denen Besucher Segways, Longboards oder ungewöhnliche Fahrräder ausprobieren konnten. „So etwas müsste es jedes Jahr geben“, sagte der fahrradbegeisterte Jochen Lemke.

von Sabine Gurol

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