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900 Flüchtlinge ziehen in IBM-Gebäude

Stadt mietet 900 Flüchtlinge ziehen in IBM-Gebäude

Die Stadt wird die zwei ehemaligen Bürogebäude des Computerunternehmens IBM in Bemerode an der Laatzener Straße sieben Jahre lang als Flüchtlingsunterkunft nutzen. Das hat der Verwaltungsausschuss an Donnerstag beschlossen.

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Die Stadt Hannover hat das IBM-Gebäude für sieben Jahre gemietet.

Quelle: Droese (Archiv)

Hannover. Die Gebäude sollen für diesen Zeitraum von einem Investor gemietet werden.

Insgesamt können an diesem Standort nach und nach bis zu 900 Flüchtlinge untergebracht werden, berichtete Stadtsprecher Alexis Demos am Abend. Ein Investor hat den Bürokomplex der Stadt zur Miete angeboten, damit sie ihn als Flüchtlingsunterkunft nutzen kann. Nach der gestrigen Zustimmung des Verwaltungsausschusses kann die städtische Bauverwaltung nun Verhandlungen mit dem Investor aufnehmen.

Die Landeshauptstadt will in dem Gebäude Einzelpersonen und Familien unterbringen. Die im Erdgeschoss mit einem Gang verbundenen Gebäude haben jeweils drei Geschosse. Im Bereich der Innenhöfe und der Außenflächen gibt es zahlreiche Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Stadt plant, in dem Gebäude auch Büroräume für die Sozialarbeiter und den Wach- und Pfortendienst sowie Lagerflächen herzurichten. Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume für die Bewohner sollen auf den jeweiligen Etagen geschaffen werden - ebenso die Gemeinschaftsküchen und Sanitäranlagen.

Die Stadtverwaltung hat sich vorgenommen, ein Gebäude bereits im Laufe des Frühjahrs als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Das andere Gebäude soll nach Beendigung des noch bestehenden Mietverhältnisses umgebaut und für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet werden. Derzeit sitzt IBM noch in dem Gebäude, sucht aber einen neuen Standort in Hannover. Wie zu erfahren war, ist unklar, ob das Unternehmen die Büros Ende dieses Jahres oder erst im kommenden Frühjahr räumt.

Derzeit leben in Hannover rund 4300 Flüchtlinge in den Unterkünften der Stadt. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Flüchtlingszahlen auch in diesem Jahr weiter ansteigen. Daher sucht das Rathaus weiterhin intensiv nach zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten und überprüft zahlreiche Varianten. Derzeit werden bereits Verhandlungen über weitere Immobilien geführt. Außerdem prüft die Stadt weiterhin, welche zusätzlichen städtischen Flächen für den Bau von Flüchtlingsunterkünften geeignet sind.

Bereits in den nächsten Wochen wird die Stadt voraussichtlich mehrere Unterkünfte wie die Modulbaustandorte in Alt-Vinnhorst, am Vahrenheider Markt und in der Steigertahlstraße sowie die Unterkunft Wichernstift in der Grazerstraße und die umgebaute Modulanlage an der Lutherschule in Betrieb nehmen können. Diese Unterkünfte werden rund 550 Flüchtlingen eine vorläufige neue Heimat bieten.

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