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Obduktion: 91-Jährige wurde erschlagen

Tötungsdelikt in Hainholz Obduktion: 91-Jährige wurde erschlagen

Die 91-jährige Rentnerin, die am Mittwochmorgen tot in ihrer Hainholzer Wohnung gefunden wurde, ist erschlagen worden. Das ist das Ergebnis der Obduktion in der Gerichtsmedizin. „Sie starb durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

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Die Gerichtsmedizin hat die Obduktion an der Leiche der 91-Jährigen abgeschlossen. Etya V. wurde erschlagen.

Quelle: Elsner

Hannover. Weitere Angaben zum möglichen Gegenstand, mit dem Etya V. erschlagen wurde, macht er vorerst nicht. Ebenso unklar ist nach wie vor das Motiv, aus dem die 91-Jährige im Prußweg sterben musste. „Wir prüfen zurzeit, ob es sich um einen Raubmord oder eine andere Gewalttat gehandelt haben könnte“, sagt Klinge. So seien die Kriminaltechniker auch gestern noch einmal nach Hainholz gefahren, um die Zweizimmerwohnung der 91-Jährigen genauer zu untersuchen – unter anderem dahingehend, ob womöglich etwas gestohlen wurde.

In Hainholz ist eine 91 Jahre alte Frau tot in ihrer Wohnung gefunden worden: Sie starb eines gewaltsamen Todes.

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Nur etwa 600 Meter entfernt und ebenfalls im Stadtteil Hainholz ereignete sich Ende November eine ähnliche Tat. Eine 82-Jährige wurde ebenfalls in ihrer Wohnung niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Der 61-jährige Sohn fand seine Mutter in den Mittagsstunden. Sowohl ihre Wunden, als auch Spuren in der Hochparterre-Wohnung in der Hüttenstraße deuteten auf ein Gewaltverbrechen hin.

„Wir prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Taten gibt“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. „Die Nähe beider Orte lässt einen stutzig werden.“ Unter anderem aus diesem Grund würden die Ermittlungen laut Klinge bereits vom selben Staatsanwalt geführt. „So entgeht uns nichts“, sagt er.

Allerdings gebe es bislang in beiden Fällen keinen konkreten Hinweis auf den oder die Täter. Zeugen werden daher gebeten, sich unter der Telefonnummer (05 11) 109 55 55 mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung zu setzen.

Etya V., die von Bekannten und Nachbarn liebevoll „Emma“ genannt wurde, lag am Mittwochmorgen tot auf dem Boden ihres Schlafzimmers. Ihr 42-jähriger Enkel entdeckte die 91-Jährige, als er gegen 8.30 Uhr nach dem Rechten sehen wollte. „Ich bin total wackelig auf den Beinen“, sagt Doris Hentrich. Die 53-Jährige lebt in der Wohnung über der Getöteten, seit der schrecklichen Nachricht habe sie ein „flaues Gefühl“, sagt sie.

Immer wieder habe Etya V. ihre Wohnungstür offen gelassen – nutzte der Täter das womöglich aus? Die 91-Jährige muss am Abend oder in der Nacht vor ihrem Auffinden getötet worden sein. „Am Dienstagnachmittag habe ich sie noch spazieren gehen sehen“, sagt Fee-Gina Gülke, eine weitere Nachbarin von Etya V. Die zierliche, etwa 1,50 Meter große Rentnerin aus der Ukraine sei täglich durch das Viertel geschlendert, war aber nach Schilderungen der Nachbarn auch still und introvertiert.

Von Peer Hellerling

Angriffe auf Senioren

In Groß-Buchholz ist am Mittwoch eine 92-Jährige ausgeraubt worden. Ein 17- bis 20-Jähriger entriss ihr gegen 14.30 Uhr auf dem Fußweg zwischen Osterfelddamm und Rotekreuzstraße die Tasche. Sie wurde leicht verletzt. Der Täter trug einen blauen Kapuzenpulli. Die Polizei erbittet Hinweise unter Telefon (05 11) 109 36 20.

Eine 85-Jährige ist Mitte März schwer am Oberschenkel verletzt worden, als sie von einem etwa 13-Jährigen mit Messer ausgeraubt wurde. Der Vorfall ereignete sich an der Palmstraße/Ecke Hegebläch in Herrenhausen.

Gleich zwei Rentner sind im April 2014 von Bewaffneten überfallen worden – ein 77-Jähriger in Mühlenberg und ein 76-Jähriger in Misburg-Nord. Die Täter klingelten an der Tür, bedrohten die Rentner und durchwühlten die Zimmer. Der 76-Jährige wurde zudem gefesselt.

2016 wurden in Hannover fast 19.450 Menschen Opfer von Verbrechen. Rund fünf Prozent waren Senioren – etwa 973 Personen.

pah

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