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Enkel findet seine getötete Großmutter

Hainholz Enkel findet seine getötete Großmutter

Ein 42-Jähriger hat am Mittwochmorgen seine 91-jährige Großmutter tot in ihrer Wohnung in Hainholz gefunden. Die Polizei geht derzeit von einem Gewaltverbrechen aus, die Ermittlungen laufen noch. 

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Am Mittwochvormittag wurde in Hainholz eine 91-Jährige tot in ihrer Wohnung gefunden.

Quelle: Elsner

Hannover. In Hainholz ist in der Nacht zu Mittwoch vermutlich eine 91-jährige Frau in ihrer Wohnung ermordet worden. Etya V. lag gegen 8.30 Uhr in der Wohung am Prußweg, ihr Enkel entdeckte die am Boden liegende Leiche bei einem Kontrollbesuch. „Wir gehen von einem Gewaltverbrechen aus“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Weitere Angaben zur Todesursache macht sie „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht. „Die Ermittlungen dauern an.“

Die Zweizimmerwohnung der Toten befindet sich im ersten Stock des Mehrfamilienhauses. Offenbar wurde die 91-Jährige in ihrem Schlafzimmer entdeckt. Nachdem ihr Enkel die Leiche gefunden hatte, wählte er umgehend den Notruf. „Die Hintergründe der Tat sind noch unklar“, sagt Polizeisprecherin Pfeiffer. Die Kriminalpolizei nahm sofort ihre Arbeit auf, gegen Mittag erschien der Gerichtsmediziner im Prußweg.

In Hainholz ist eine 91 Jahre alte Frau tot in ihrer Wohnung gefunden worden: Sie starb eines gewaltsamen Todes.

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Etya V., die von Bekannten und in der Nachbarschaft nur „Emma“ genannt wurde, hatte noch am späten Dienstagnachmittag einen ihrer regelmäßigen Spaziergänge absolviert. „Sie war richtig fit für ihr Alter“, sagt Fee-Gina Gülke aus der Parterrewohnung des Hauses. „Sie war eine niedliche, liebe Frau.“ Etya V. war demnach etwa 1,50 bis 1,60 Meter groß, zierlich, hatte graublonde Haare und soll vor etwa 25 Jahren aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sein.

„Sie wohnte allein“, berichtet Lorina Z. Die 65-Jährige war eine gute Bekannte der Toten. Deren Sohn sei vor geraumer Zeit gestorben, V. hatte offenbar nur noch ihren Enkel. Bis vor einigen Monaten etwa habe sie die 91-Jährige noch regelmäßig besucht und Essen vorbeigebracht, sagt Lorina Z. „Doch dann machte sie irgendwann nicht mehr auf.“

Viele Nachbarn beschreiben die 91-Jährige als introvertiert und still. Man habe sich gelegentlich gegrüßt, mehr nicht. Deshalb wundert sich Lorina Z. auch, dass V. offenbar jemand anderen einfach in ihre Wohnung gelassen habe.

In der Nachbarschaft fragen sich nun alle, weshalb Etya V. sterben musste. „Ich glaube, sie hatte nicht viel Geld“, sagt Lorina Z. Fee-Gina Gülke hat in der Nacht zu Mittwoch keinen Ton im Haus gehört. „Ich war bis etwa 4 Uhr wach, weil meine Kleine gerade zahnt“, sagt die 28-Jährige. Umso erschütterter sei sie am Morgen gewesen, als sie Besuch von der Kriminalpolizei bekam. „Das ist unbegreiflich“, sagt Nachbarin Doris Hentrich. „Mir wird total schlecht, wenn ich darüber nachdenke.“

Die Spurensicherung untersuchte V.s Wohnung und auch das Treppenhaus, der Leichnam wurde in die Gerichtsmedizin gebracht. Polizeisprecherin Pfeiffer: „Wir haben noch keinen Verdächtigen.“

Von Peer Hellerling

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