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Massive Kritik am Derby-Termin an Karsamstag

96 gegen Braunschweig Massive Kritik am Derby-Termin an Karsamstag

Die Entscheidung der Deutschen Fußballliga (DFL), das hochbrisante Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig ausgerechnet auf den Karsamstag zu verlegen, trifft in der Stadt und bei Polizeigewerkschaften auf Unverständnis. Heftige Kritik kommt unter anderem von Kaufleuten und Schaustellern.

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„Massive Einschränkungen für Innenstadtbesucher“: Fan-Aufmarsch in der City vor dem Derby im Jahr 2013 .

Quelle: Archiv

Hannover. Das Spiel der beiden Zweitligamannschaften, von denen einzelne Fangruppen sich seit Jahrzehnten feindschaftlich gegenüberstehen, wird nach HAZ-Informationen um 13 Uhr angepfiffen werden. „Das wird viele davon abhalten, am Sonnabend in die Stadt zu gehen“, sagt Alexander Bobzien vom Forum hannöversche Altstadt. „Uns verhagelt die Entscheidung den Auftakt des Frühlingsfestes, denn die Familien werden wegen des starken Polizeiaufgebotes wegbleiben“, sagt Arthur Armbrecht vom Schaustellerverband. Das Fest auf dem Schützenplatz soll am Karsamstag beginnen.

Hannover 96 und Eintracht Braunschweig trafen am 6. November zum Derby in Braunschweig aufeinander. Hier finden Sie die Bilder des Tages.

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Warum nicht Gründonnerstag?

Martin Prenzler, der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, reagiert ebenfalls mit Unverständnis: „Der Sonnabend ist der umsatzstärkste Tag der Woche, das ist Fakt.“ Es sei extrem schade, dass der Großteil der Innenstadtbesucher wegen ein paar Fußballrandalierern massive Einschränkungen hinnehmen müsse. „Wir vertrauen aber in die Polizei, die mit ihrer Erfahrung für einen friedlichen Verlauf des Tages sorgen wird“, sagt Prenzler.

Auch bei der Polizei selbst ist man sehr unglücklich über den Termin. „Es wäre für alle Beteiligten besser gewesen, wenn das Spiel am Gründonnerstag stattgefunden hätte - so wie von der Polizei und dem Innenminister vorgeschlagen“, sagt Matthias Karsch vom Bund deutscher Kriminalbeamter. Sein Kollege Dietmar Schilff von der Gewerkschaft der Polizei kritisiert die DFL. „Der Termin ist äußerst unglücklich“, sagt er. Wegen der Terminvergabe des Fußballverbandes seien alle norddeutschen Einsatzkräfte sogar über mehrere Tage hinweg gebunden. „Am Montag beim Spiel Braunschweig gegen Dresden, am Sonnabend in Hannover und einen Tag später in Hamburg, wenn der HSV gegen Werder Bremen antreten muss“, sagt Schilff. Die Polizeidirektion Hannover, die den Einsatz leiten wird, wollte sich zur Terminierung des Derbys nicht äußern.

Das sagen 96-Fans zu dem Termin

Die 96-Fans sind geteilter Meinung über den Derby-Termin. „Samstag ist auch okay. Danach dann schön Osterfeuer“, schreibt ein Anhänger auf der Internetseite Das Fanmagazin. „Ich glaube ja, es wäre total schlau gewesen, das Spiel einfach gar nicht auf das Osterwochenende zu legen“, kommentiert ein anderer 96-Fan. „Keine Gästefans bei Hochsicherheitsspielen, und der Drops ist gelutscht. Warum soll der Steuerzahler dafür zur Kasse gebeten werden, nur weil sogenannte Fans sich nicht benehmen können?“, schreibt Michael Richter auf der Facebook-Seite der HAZ. „So macht man den Einsatzkräften Ostern kaputt“, ergänzt Nina Kegel.

Die Begegnung am 15. April wird einen Großeinsatz der Polizei zur Folge haben. Beim Hinspiel im November waren 2600 Kräfte in Braunschweig. Die Kosten: rund 1,2 Millionen Euro.     

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