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96-Fans setzen Stimmungsboykott fort

Risikospiel gegen Köln 96-Fans setzen Stimmungsboykott fort

Die Polizei bereitet sich intensiv auf die Bundesligapartie zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Köln am Sonntag vor. „Es ist ein Spiel mit besonderem Risiko“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Zumindest im Stadion wollen sich die Fans von Hannover 96 aber zurückhalten: Sie wollen den Stimmungsboykott fortsetzen.

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"Keine Stimmung ohne Mitbestimmung": Die Fans wollen im Stadion weiter schweigen.

Quelle: Lobback/Archiv

Hannover. Daher würden bei der Begegnung mehr Beamte eingesetzt als bei anderen Bundesligaspielen. Unterdessen haben Anhänger der Roten bei einem Fantreffen am Freitagabend entschieden, den Stimmungsboykott zunächst fortzusetzen. Sowohl die Landes- als auch die Bundespolizei rechnen mit rund 3000 Köln-Anhängern, darunter werden auch 250 bis 300 Problemfans erwartet.

„Unser großes Ziel ist es, die Fanlager zu trennen“, sagt Polizeisprecherin Pfeiffer. Ein Großteil der als problematisch eingeschätzten Kölner Fans werde mit der Bahn anreisen, die meisten von ihnen sollen über den Bahnhof Fischerhof in Linden zum Stadion geleitet werden. „Wir versuchen, einen möglichst störungsfreien Ablauf zu gewährleisten“, sagt Pfeiffer.

Fans wollen weiter schweigen

Während des Fußmarsches zur HDI-Arena könne es zu kurzen Sperrungen für den Autoverkehr kommen. Insgesamt rechnet die Bundespolizei mit etwa 800 Köln-Fans, die am Sonntag per Zug nach Hannover kommen.

Doch auch die 96-Anhänger werden im Fokus der Polizei stehen. Bereits am Freitagmorgen waren im Stadtgebiet mehrere Protestplakate gegen Clubeigner Martin Kind aufgetaucht. „Kapitalismus. Diktatur. Klüngelei – Not my President!“ seht darauf, dazu ein Konterfei Kinds. Stadtweit waren ungefähr 85 Pappschilder zu finden.

Zu dem Fantreffen am Abend im Vahrenheider Jugendzentrum Camp sind rund 300 Anhänger der Roten gekommen, um das weitere Verhalten im Stadion zu besprechen. Nach langer Diskussion einigten sich die Teilnehmer darauf, den Stimmungsboykott auch am Sonntag über 90 Minuten hinweg fortzusetzen, auf „Kind muss weg!“-Rufe allerdings zu verzichten.

Keine Parkplätze durch Oktoberfest

Außerdem soll ein Katalog von Fragen an der Verein erarbeitet und diesem übergeben werden. Von den Antworten soll das weitere Verhalten bei den Heimspielen abhängig gemacht werden. Beim jüngsten 96-Heimspiel gegen den Hamburger SV hatten Stadionbesucher vor dem Hintergrund des Stimmungsboykotts mit „Ultras raus!“-Rufen reagiert.

Kaum Parkmöglichkeiten: Wegen des Oktoberfests stehen auf dem Schützenplatz keine Parkplätze zur Verfügung. Die Polizei rät: „Öffis“ nutzen.

Von Peer Hellerling

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