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Aus der Stadt A 2: Ausbau beendet - Spur bleibt gesperrt
Hannover Aus der Stadt A 2: Ausbau beendet - Spur bleibt gesperrt
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00:15 04.12.2015
Von Tobias Morchner
Seit einem Jahr ist zwischen Hannover-Ost und Lehrte eine zusätzliche Fahrspur für Stoßzeiten eingerichtet. Bisher darf sie aber noch nicht genutzt werden. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Seit mehr als einem Jahr sind sie fertig: Die zusätzlichen vierten Spuren auf der Autobahn 2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Lehrte. Sie sollten helfen, die Zahl der Unfälle auf dem gefährlichen Teilstück zu reduzieren. Doch obwohl die Bauarbeiten lange beendet sind, können Auto- und Fernfahrer die Extraspuren noch immer nicht benutzen. Der Grund: Die zusätzlichen Verkehrsschilder fehlen.

Längst sind die neuen Fahrstreifen mit einer durchgezogenen gelben Linie von den bisherigen drei Spuren pro Richtung abgetrennt. Doch wann die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Zusatzspur endlich freigeben wird, ist ungewiss. Der Bund der Steuerzahler Niedersachsen kritisiert daher die Straßenbaubehörde: „Sonst mangelt es am Geld, hier haben wir es offenbar mit Bummelei zu tun“, sagt der Vorsitzende, Bernhard Zentgraf.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte im Zuge der Überlegungen für einen Umbau des Autobahnkreuzes Hannover-Ost entschieden, den Standstreifen der A 2 in diesem Abschnitt auszubauen, um das unfallträchtige und viel befahrene Teilstück bei Bedarf vierspurig machen zu können. Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle sollte auf diese Weise eingedämmt und Staus und lange Verzögerungen verhindert werden. Die Arbeiten am Autobahnkreuz waren im April 2014 abgeschlossen. Anschließend begannen die Ausbauarbeiten. Stand- und Hauptfahrstreifen erhielten neue Beläge. Zusätzliche Nothaltebuchten entstanden. Der Ausbau war im September 2014 beendet.

Tafel für neue Spur fehlt noch

Doch genutzt werden durften die neuen Fahrspuren immer noch nicht. Die Straßenbaubehörde teilte damals mit, dass die Autobahnerweiterung zunächst korrekt beschildert werden müsse. Deshalb sollten die insgesamt vier Schilderbrücken um je eine zusätzliche Tafel für die neue Spur ergänzt werden, so der Plan. Da aber die alten Konstruktionen die zusätzlichen Lasten nicht tragen können, müssten die Schilderbrücken verstärkt werden. Die Ausschreibung für das neue A-2-Bauprojekt startete im Januar dieses Jahres.

Bei der Festlegung des Betriebskonzeptes für die Strecke stellte die Landesbehörde zudem fest, dass auch seitlich der Autobahn neue LED-Schilder notwendig seien, um die vierte Spur freigeben zu können. In Fahrtrichtung Berlin sollen sieben, in der Gegenrichtung fünf neue Verkehrszeichen installiert werden. Die Gesamtkosten für die Brückenerweiterungen und die zusätzlichen LED-Schilder wurden auf rund eine Million Euro taxiert. Im Herbst, so die Planungen, sollte die Strecke dann endlich vierspurig in beide Richtungen befahrbar sein. Doch auch diese Frist wurde nicht eingehalten.

Auch eine provisorische Lösung für das Problem, beispielsweise mit mobilen Schildern, wurde bis heute nicht umgesetzt. Warum die Strecke immer noch nicht freigegeben worden ist und die neuen Schilderbrücken und zusätzlichen Verkehrszeichen nicht aufgebaut wurden, ist unklar. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantwortete eine Anfrage der HAZ nicht.

Der Bund der Steuerzahler hat für eine derartige Planung kein Verständnis. „Das Schilderproblem hätte bereits bei den ersten Planungen im Jahr 2013 mit berücksichtigt werden müssen. So ist der Zustand der Strecke äußerst ärgerlich“, sagt Bernard Zentgraf.

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