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Problemfall A 2: Das muss jetzt getan werden

Autobahn in der Region Hannover Problemfall A 2: Das muss jetzt getan werden

Die A 2 ist in der Region nicht nur eine Staustrecke, auf ihr ereignen sich auch viele schwere Unfälle. So auch am Mittwoch, als vier Lkw bei Herrenhausen ineinander krachten. Die Kritik an den Baustellen und den Polizeikontrollen auf der Ost-West-Strecke wird immer lauter. Die Vorschläge zur Lösung der Probleme sind verschieden.

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Der Verkehr staut sich regelmäßig auf der A2.

Quelle: Christian Elsner!Smbolbild

Hannover. Die Möglichkeiten der Verkehrsüberwachung durch die Polizei stoßen derzeit auf der Autobahn 2 offenbar an ihre Grenzen. 40 Beamten der Behörde war es am Dienstag innerhalb von vier Stunden nicht möglich, auf dem Abschnitt zwischen Hämelerwald und Lehrte-Ost die Einhaltung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes bei Lastwagen zu kontrollieren – weil der Verkehr zu dicht war. „Die Lastwagen kamen maximal nur im Schritttempo voran, sodass keine gültigen Messungen durchgeführt werden konnten“, sagt ein Behördensprecher. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) hatte die verstärkten Kontrollen der Polizei vor vier Wochen nach mehreren schweren Unfällen eingefordert.

Der ADAC schlägt angesichts der aktuellen Entwicklung Alarm. „Es gehört ja zum Grundproblem dieser Strecke, dass die A 2 jeden Tag vollläuft, die Kontrollen müssen also anders organisiert werden“, sagt Vereinssprecherin Christine Rettig. Der Vorfall zeige auch, dass die Ost-West-Verbindung, die täglich von 330.000 Fahrzeugen im Schnitt genutzt wird, am Rand ihrer Leistungsfähigkeit stehe. „Das muss ein Warnsignal für alle sein“, sagt Rettig. Der ADAC fordert für die A 2 kleinere, flexiblere Kontrollen durch die Polizei statt groß angelegter Aktionen wie der vom Dienstag.

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Erneut schwerer Lkw-Unfall: Die Probleme auf der A2 nehmen überhand. Was muss getan werden?

Das Problem an der Wurzel packen

Die CDU-Fraktion im Landtag kritisiert die getroffenen Maßnahmen zur Begrenzung der Unfallzahlen auf der Strecke ebenfalls: „Die Abstandskontrollen auf der A 2 erinnern an einen Schildbürgerstreich. Von einem abgestimmten Vorgehen zwischen dem Innen- und Verkehrsminister kann weiterhin keine Rede sein“, sagt CDU-Fraktionsvize Dirk Toepffer. Leidtragende seien die Polizisten, die auf politischen Druck hin zu Maßnahmen gezwungen würden, die im aktuellen Fall keinerlei Sinn ergäben. Das Grundproblem für die vielen Unfälle auf der A 2 werde weiterhin nicht an der Wurzel gepackt, so Toepffer, der auch CDU-Chef in Hannover ist. „Minister Lies muss endlich auch die Verantwortlichen der Landesbehörde für Straßenbau stärker in die Pflicht nehmen, damit das unglückliche Baustellenmanagement auf der A2 beendet wird.“

Die Landesverkehrswacht Niedersachsen plant unterdessen eine neue Kampagne, um Lastwagenfahrer vor Gefahren an Stauenden zu warnen. Sie soll im Juni anlaufen. „Mehr fällt uns ehrlich gesagt im Augenblick auch nicht ein, um die Probleme auf der A 2 in den Griff zu bekommen“, sagt Cornelia Zieseniß, von der Landesverkehrswacht.

Erneuter Unfall legt am Mittwoch A2 lahm

Die A 2 ist derzeit wegen mehrerer Baustellen im Bereich Hannover auf einer Länge von 25 Kilometern lediglich zweispurig in beide Richtungen befahrbar. Der Verkehr staut sich wegen der Fahrbahnverengung regelmäßig. Die Stauenden bilden Gefahrenstellen, an denen immer wieder schwere Unfälle passieren. So auch am Mittwoch. Gegen 9.45 Uhr war ein 24-jähriger Fahrer eines Holztransporters auf der rechten Spur in Richtung Dortmund unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Herrenhausen übersah er das Ende eines Staus und prallte auf einen vor ihm wartenden Schwerlasttransporter. Die Wagen verkeilten sich ineinander, der 24-Jährige wurde in seiner Kabine eingeklemmt.

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A2 hat am Mittwochmorgen den Verkehr in Richtung Dortmund zum Erliegen gebracht. Ein mit Holzstämmen beladener Lastwagen war mit drei weiteren Lkw zusammengestoßen.

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Die Autobahn war wegen des Unfalls zwei Stunden lang voll gesperrt. Verkehrsbehinderungen gab es aber bis in die Abendstunden, weil die Autos anschließend wegen der Bergungsarbeiten nur einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurden.     

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