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Aus der Stadt Darum bekommt das A-Team der Ausländerbehörde Verstärkung
Hannover Aus der Stadt Darum bekommt das A-Team der Ausländerbehörde Verstärkung
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00:15 02.09.2017
Die Ausländerbehörde der Stadt in der Leinstraße.  Quelle: Kutter
Hannover

„Die Ausländerbehörde musste die Mitarbeiter für den Buchstaben A verstärken“, sagt Regionssprecherin Carmen Pförtner. Dazu wurden jedoch keine Mitarbeiter neu eingestellt, sondern die vorhandenen Sachbearbeiter wurden neu verteilt.

Gleiches berichtet die Stadtverwaltung Hannover. Acht von insgesamt 41 Mitarbeitern der Ausländerbehörde seien inzwischen mit dem Buchstaben A beschäftigt, teilt Stadtsprecher Udo Möller mit. Das sind fast 20 Prozent der Belegschaft. „Das verdeutlicht, dass es vergleichsweise viele mit A beginnende Namen gibt“, sagt Möller.

Die Regionsverwaltung hat das genauer aufgeschlüsselt. Gemeldet sind dort 7788 Syrer und 4979 Iraker. Bei diesen Bevölkerungsgruppen fangen insgesamt 3715 Familiennamen mit einem „A“ an, oft in einer Verbindung mit „Al“.
Der gestiegene Bedarf für den A-Bereich sei aber nicht dafür verantwortlich, dass neue Mitarbeiter eingestellt wurden, betont die Stadt. Innerhalb der Behörde verschieben sich die Zuständigkeiten ständig, sagt Stadtsprecher Möller. Sonst hätte ein Sachbearbeiter, der sich mit dem Buchstaben X beschäftigt, stets weniger zu tun als seine Kollegen, die sich um M oder A kümmern.

Aktuell leben rund 3850 Flüchtlinge in städtischen Einrichtungen, Tendenz sinkend. Die Stadt Hannover hat im Doppelhaushalt für die Jahre 2017 und 2018 rund 39 zusätzliche Stellen für „Flüchtlingsangelegenheiten“ eingeplant, obwohl mit weiterhin sinkenden Zuwanderungszahlen gerechnet wird. Die flüchtlingsbedingten Kosten setzt die Kämmerei für dieses Jahr mit 54 Millionen Euro an, für 2018 mit 48 Millionen Euro.

Die Kämmerei geht in ihrem Haushaltsplan davon aus, dass 2018 nur noch 2500 Asylsuchende in städtischen Einrichtungen untergebracht sind. In den folgenden Jahren soll sich die Zahl auf 1000 einpendeln. Dann dürfte auch in der Ausländerbehörde die Arbeitsbelastung spürbar sinken. Die Mitarbeiter des A-Teams dürften aber noch immer viel zu tun haben.

Von Andreas Schinkel und Matthias Klein

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